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Mission-Log von Lieutenant Javert,

Betreffend die Vorbereitung der romulanischen Friedensverhandlungen auf Surikat

 

Offizieller Missionsbericht.
Gelbe Texte, die als Persönliches Logfile markiert sind, sind nur OT zu lesen

 

Eine Anmerkung vorab: In wenigen Stunden wird das Shuttle von Senator Thin’Sat mich und Crewman Funk zu seinem Schiff bringen, wo wir unseren „Hausarrest“ unter seiner Obhut beginnen. Mir bleibt also nicht viel Zeit für das Verfassen eines Berichtes, der den Ereignissen angemessen ist und ich entschuldige mich für möglicherweise etwas knappe Formulierungen.


Sternzeit 23861101-153 Vorbereitung: Anmerkung zur aktuellen Lage


Fast 10 Wochen sind seit der Aussenmission auf Rat’Leigh vergangen und seither ist einiges geschehen. Die Informationen über die Gefangenenlager, die wir auf Rat’Leigh aufdecken konnten und die wir der gemäßigten romulanischen Fraktion weitergeleitet haben hat für eine Wende im Bürgerkrieg gesorgt! Den Radikalen sind ganze Häuser und Truppenverbände weggebrochen, die zu den Gemäßigten gewechselt sind.
Dieser Machtverlust bei den radikalen Militärs hat dafür gesorgt dass diese nun zum ersten Mal in diesem Krieg zu Verhandlungen über einen Waffenstillstand bereit sind! Und um keiner der Parteien die Oberhand in diesen Verhandlungen zu geben wurde die Föderation gebeten, diese Verhandlungen als Moderator auszurichten.

Admiral Ross hat eine verlassene Föderationskolonie auf dem Planeten Surikat in der neutralen Zone, die ungefähr 120 Jahre vor deren Errichtung angelegt wurde und dann folgerichtig aufgegeben werden musste, als Austragungsort für die Friedensverhandlungen vorgeschlagen, und die romulanischen Parteien haben zugestimmt – einen viel neutraleren Ort wird man vermutlich nicht finden.
Tatsächlich war auch kurz die Starbase Omega im Gespräch, diese haben die Romulaner aber abgelehnt aufgrund des kurzen inner-Romulanischen Kampfes, der im Februar 2382 um die Station ausgetragen wurde.
Wie weit diese Waffenstillstandsverhandlungen gehen sollen ist nicht bekannt, aber möglicherweise wird es direkt konkrete Friedensverhandlungen geben und auch über die Wahl eines neuen Prätors wird gemunkelt.

Ein Team an Föderationstechnikern hat in den letzten 4 Wochen die Technik in den alten Koloniegebäuden rudimentär wieder zum Laufen gebracht so dass wir bei unserem Eintreffen dort immerhin eine geregelte Energieverteilung und funktionierende Umweltkontrollen in allen Gebäuden erwarten können. So komfortable (und Sicherheitsrelevante) Dinge wie interne oder externe Sensoren oder Kraftfelder werden wir dort allerdings nicht zur Verfügung haben.


Sternzeit 23861101-214 Missionsbefehle


Direkt nach unsere Ankunft in der Kolonie lässt der Captain die Crew antreten um uns über unsere konkreten Aufgaben zu informieren:
Nachdem Ingenieurscorps die Kolonie hergerichtet hat sollen wir die letzten Vorbereitungen für die Waffenstillstandsverhandlungen bzw. die Friedenskonferenz treffen.
Bei der eigentlichen Konferenz, die in 1-2 Tagen stattfindet übernimmt dann die Crew der Enterprise, die aktuell auf dem Weg hierher ist, alle der Föderation zugedachten Aufgaben.

[Persönliches Logfile: Da regen sich unschöne Erinnerungen… Das letzte Mal als wir als Vorauskommando für die Enterprise diplomatische Verhandlungen vorbereiten sollten, ist unter einem Kontinent des betreffenden Planeten ein Supervulkan explodiert. Das letzte Mal wurde ich spontan und ohne Vorbereitung vom Chief of Security zum XO katapultiert, weil Captain Allenby mit Magendurchbruch in den Not-OP musste… und vor 15 Minuten haben wir die Nachricht bekommen dass Lt. Reynolds wegen einem Fall von schwerer Grippe auf der Challenger bleiben muss! Das Shuttle mit Lt. Linnert wird noch erwartet, aber ich muss zugeben – ich bin nervös… ]

Im Orbit von Surikat befinden sich bereits mehrere dutzend Schiffe der Sternenflotte und der Romulaner die den Planeten abschirmen. Beamen ist schwierig wegen der ionisierter Atmosphäre des Planeten, mit Musterverstärkern wäre es aber notfalls möglich. Transport von Personal und Gästen findet mit Einverständnis aller Parteien ausschließlich mit Föderationsshuttles statt!
Immerhin haben wir eine funktionierende Kommunikation zu den Schiffen im Orbit, die unsere Nachrichten dann mittels Subraumfunk weitervermitteln werden falls wir welche verschicken müssen.

Der Captain nennt die konkreten Aufgaben für die nächsten zwei Tage:
- Vorbereitung der Gästequartiere unter Beachtung der verschiedenen Rassen, Häuser und Zuordnung zu Fraktionen (Aufgabe von OPS und Technik)
- Sitzordnung der Fraktionen an der Tafel während des Galadinners und der Verhandlung (OPS mit Unterstützung von Wissenschaft)
- Speiseauswahl und Speisefolgen für das Galadinner (OPS mit Unterstützung von Wissenschaft)
- Erstellen und Implementieren von Sicherheitsprotokollen für die Konferenz (Security)
… Und während all der Zeit sollte uns natürlich die veraltete Technik der Gebäudekomplexe nicht um die Ohren fliegen, was die verantwortungsvolle Aufgabe der Techniker sein wird.
Und um die Sache spannend zu machen erfahren wir, dass eine klingonische Delegation bei der Konferenz als Beobachter angekündigt ist!

Am heutigen Abend werden wir zum eine Crewbesprechung für die Zusammentragung aller bisherigen Informationen abhelten sowie Personalgespräche durchführen.
Und Dr. Sanders möchte auch am heutigen Abend noch die Transplantation meines neuen, genetisch gezüchteten Auges durchführen.
Lt. Linnert ist noch immer nicht anwesend, sein Shuttle ist überfällig. Ich übernehme also für heute Abend kommissarisch den Posten des XO. 

Offizielle Logbuch-Anmerkung: Dem Captain und mir ist bewusst, dass ich damit gegen die Auflagen des JAG verstoße. Aber der einzige anwesende Offizier ausser mir und dem Captain ist Dr. Sanders, der für diesen Posten nicht in Frage kommt. Uns bleibt also nichts anderes übrig und wir hoffen auf Verständnis der höhren Ränge in dieser Sache und hoffen, dass es nur für einen Abend ist.

Direkt im Anschluss an die Besprechung tritt Crewman Winn mit dem Vorschlag auf mich zu, einen Tricorder draußen im Innenhof des Gebäudekomplexes zu montieren und diesen auf Dauerscan zu schalten, damit wir mitbekommen wenn sich Lebensformen nähern. Der Vorschlag wird natürlich angenommen und sofort umgesetzt!
Im Anschluss an dieses Gepräch tritt Sub-Lieutenant Tela an mich heran mit der Nachricht, dass der Tod von Prätorin Tal Aura als absolut gesichert gilt!


Sternzeit 23861101-220 Sicherheitsbesprechung, Informationsaustausch, offene Fragen


Einige offene Fragen ergeben sich bei der Besprechung:
- Welche Rolle spielen die Klingonen in der ganzen Angelegenheit rund um den romulanischen Bürgerkrieg?
- Wo steht die Prätorianergarde?
- Was bedeutete der Ausfall des Subraumfunks im romulanischen Reich?

Zum Subraumkommunikationsausfall klären wir noch einmal die Fakten:
Der Subraumfunk fiel aus während wir auf der Forschungsstation im Sova-Nebel waren.
Vorher gab es sehr viel Funkverkehr, auch Richtung des klingonischen Reiches, von Romulus kommend. Der Kaskadenausfall des Subraum-Netzwerks wurde ausgelöst von Romulus aus – es könnte auch Remus gewesen sein, aber auf jeden Fall diese Region.
Das Subraum-Netzwerk blieb inaktiv bis zu unserem Kampf gegen die romulanischen Schiffen am Ende der ersten Mission, es gibt aber keine zeitliche Korrelation zum aufgauchen des  Prätorianer-Schiffes. Während das Subraum-Funk ausgeschaltet war, hat nur die Forschungsstation im Sova-Nebel Nachrichten gesendet, und zwar an verschiedene Stellen in der neutralen Zone die keiner konkreten Siedlung oder Station zugeordnet werden konnten.

Zum Ende der allgemeinen Besprechung gibt es noch die angenehmen Aufgaben:
PO O’Connor, PO Wynter und Crewman Funk erhalten wegen überragender Tapferkeit und großartiger Leistung während der Mission auf Rat’leigh den Distinctive Combat Service Award. Crewman Funk zudem das Purple Heart während der lebensgefährlichen Verletzung bei dieser Mission und er wird zum Crewman 1st Class befördert. PO O’Connor wird zum Petty Officer 1st Class befördert.


Sternzeit 23861102-000 Personalgespräche


Es wird nicht Zeit für alle Gespräche sein, denn der Captain und ich wollen uns auch die angemessene Zeit nehmen. Captain Gallagher beginnt mit den beiden Kadettinnen Miraj und Obia Nabaar. Beide sind zufriden an Bord und wollen zum Ende ihrer Ausbildung die Offizierslaufbahn einschlagen. Crewman Valeris will aus Karrieredingen herausgehalten werden bis sie die persönlichen Probleme geklärt hat, was der Captain und ich unterstützen.
Crewman Funk sieht sich an Bord weiter in der Position eines Crewman, er hat keine Ambitionen in die Dienstgruppe der Petty Officers zu wechseln. Petty Officer Wynter ist sich ebenfalls nicht sicher ob er in die Dienstgruppe der Chiefs wechseln möchte und erbittet sich hier Bedenkzeit, die er selbstverständlich bekommt. Petty Officer O’Connor hingegen beschließt nach kurzer Überlegung, nun definitiv die Ausbildung zum Offizier zu machen. Ich werde einen Ausbildungsplan mit ihm erarbeiten!

[ Persönliches Logfile:  Brendan hat bei der Gelegenheit ein Thema angesprochen dass tatsächlich etwas kritisch ist: Wir haben zu wenige bzw. keine „richtigen“ Chiefs an Bord. Aufgabe der Dienstgradgruppe der Chiefs wäre, die Brücke zwischen Mannschaft und Offizieren zu schließen, gerade wenn es persönliche Animositäten gibt. Daher hat er gezögert ob er wirklich Offizier werden will oder nicht lieber Chief werden soll. Punkt ist aber, dass wir einige an Bord haben, die absolut das Potential zum Chief hätten! Chaz Wynter beispielsweise, wenn er sich dazu durchringen kann mehr als ein Kämpfer zu sein. Crewman Winn hätte auch das Potential, aber noch einen weiten Weg vor sich. Wir werden sehen wie wir die Leute motivieren können für die Positionen, für die sie das Potential hätten! ]


Sternzeit 23861102-005 Inoffizielle Informationen


Einer der Wartungstechniker übergibt die Sicherheitsprotokollen der Liegenschaft  an PO Stuvek während der Captain und ich in den Personalgesprächen sind. PO Stuvek übergibt mir diese bei der erstmöglichen Gelegenheit. Prinzipiell können wir mit diesen Sicherheitsprotokollen primär die Türen und Fenster der Gebäudekomplexe Ver- und Entriegeln und die Umweltkontrollen kontrollieren.
Der Wartungstechniker informiert uns zudem, dass es in den EPS-Leitungen der Koloniegebäude eine kleine Abweichung mit zeitweiligen geringfügigen Energiespitzen gibt. Wenn es zu großen Energiespitzen kommt, könnten diese zu temporäre Energieausfälle zur Folge haben bis die Notgeneratoren anspringen. Unsere Techniker werden darüber natürlich sofort informiert.
Die Energiereserven von bisher ungenutzten Diplomatenquartieren werden bis auf weiteres auf Krankenstation überspielt.

PO Stuvek und ich erhalten zudem über unsere Geheimdienstkontakte ein paar zusätzliche relevante Informationen, die wir der Crew weitergeben:
Es gibt derzeit drei Parteien, die für die Ermordung Tal Auras in Frage kommen.
Zum einen die romulanischen Isolationisten, die Tal Auras gemäßigte Politik stark abgelehnt haben. Zum zweiten die Klingonen in Zusammenarbeit mit den Remanern. Es gibt einen Nachfahren des klingonischen Hauses Duras, der einen starken Groll gegen die Romulaner hegt wegen dem Tod seiner Schwestern und der Tatsache dass sein Haus in Bedeutungslosigkeit versunken ist. Diese hatten vor einigen Jahren mit dem romulanischen Militär kollaboriert um ihr Haus an die Macht zu bringen.
Zum Dritten könnten auch die Cardassianer, konkret der Obsidianische Orden dahinter stecken. Derzeit gibt es drei „ungebetene Gäste“ auf Cardassia: Die Föderation, die Klingonen und die Romulaner. Und die Romulaner wären nach der Shinzon-Affäre das am leichtesten zu destabilisierende Ziel.
Der Tal’Shiar verhält sich derzeit fast schon beunruhigend ruhig… sagt der Geheimdienst. Allerdings wird am morgigen Tag Major Tovan in der Entourage von Senator Thin’Sat erwartet! Und Major Tovan arbeitet bekanntlich für den Tal’Shiar. Das wird interessant…

Zudem bekommen wir noch die Information, dass es Angriff eines klingonischen Bird of Prey auf eine Subraum-Relais-Station gab, der sich getarnt bis kurz vor Romulus geschlichen hat und eine Subraum-Relais-Station angegriffen  und zerstört hat. Das hatte einen kaskaden-Ausfall des Subraumnetzes zur Folge.


Sternzeit 23861102-013 Operation am Auge und den Nervensträngen


Dr. Sanders kann tief in der Nacht nach Abschluss der Security-Personalgespräche endlich die geplante Operation durchführen, bei der meine kybernetische Augen-Prothese gegen ein genetisch nachgezüchtetes Auge ersetzt wird. Die Operation wird bei Vollnarkose durchgeführt und verläuft problemlos. Lediglich leichter Schwindel und etwas Kopfweh bleiben bis zum nächsten Morgen zurück.
Direkt im Anschluss ersetzt er auch die defekten Nervenstränge in meinem linken Arm, die – ohnehin schon angegriffen – durch den romulanischen Disruptor in der Mine auf Rat’leigh endgültig gegrillt worden waren. Auch diese Operation verläuft problemlos. Der Arm ist danach stark überempfindlich, was laut Dr. Sanders daran liegen könnte, dass ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein voll funktionstüchtiges Nervensystem darin habe. Er sagt auch dass noch weitere Operationen folgen werden…

[ Persönliches Logfile: Und ich habe mich Jahrelang für unverwundbar gehalten und gedacht, egal was kommt, die Ärzte können das schon reparieren. Und nun stehe ich hart auf der Schwelle dessen was man noch reparieren kann und immer mit einem halben Bein in der Dienstunfähigkeit. Wenn ich eine Parallele zur Seefahrt der Erde in der fernen Vergangenheit ziehe, bin ich dann jetzt wohl das Equivalent zum Marine-Veteran mit Augenklappe und Hakenhand. Verdammt nochmal. Ich muss aufpassen dass nicht auch noch das metaphorische Holzbein dazu kommt. Und ich sehe keine wirkliche Möglichkeit ruhiger zu treten wie mir alle empfehlen… Entweder Security oder nicht! Da gibt es keine halben Sachen! ]


Sternzeit 23861102-093  Versammlung im großen Besprechungsraum


Am nächsten Morgen noch vor Dienstbeginn kommt die nächste schlechte Nachricht herein: In Lt. Linnerts Shuttle hat es eine Fehlfunktion der Energieleitungen gegeben und eine kleine Explosion. Niemand wurde schwer verletzt aber der Lieutenant fällt für die nächsten zwei Tage aus wegen leichter Rauchvergiftung und Verbrennungen. Somit werde ich für diese Zeit wohl den Posten des XO behalten und gebe zähneknirschend die Leitung meiner Security an PO O’Connor ab.

[ Persönliches Logfile: Ich gehe nicht davon aus, dass das JAG dem Captain und mir aus dieser Sache einen Strick dreht, aber ich gestehe ich hatte gehofft mich endlich auf meine Aufgaben in der Sicherheit fokussieren zu können. Um darüber hinaus spaßeshalber meine Hobby-Paranoia zu pflegen: Wir sind das Vorauskommando für die Enterprise und erneut fallen ZWEI vorgesetzte Offiziere aus, was mich unerwartet auf den Posten des XO katapultiert, wo ich schwierige diplomatische Verhandlungen führen muss. Fehlt nur noch Captain Allenby für einen nervösen Schweißausbruch. ]

Wir setzen also die nächste Crewbesprechung und konkrete Aufgabenverteilung an. Interessanterweise haben erstaunlich viele Offiziere und Abteilungsleiter genau diese Mission gewählt um dringend auf Fortbildungen zu müssen oder spontan krank zu werden. Man wäre bei dieser Häufung fast versucht, ihnen zu unterstellen dass sie keine Lust haben auf Diplomatie mit Romulanern… aber nur fast. Ich kenne unsere Crew.

Chief Van Ameling führt also die Wissenschaft in Vertretung von Chief T‘Cadra, Crewman Gilmore die Technik in Vertretung von PO Kassabyan, Crewman Winn die Ops und Dr. Sanders wie üblich die Medizin.
Die Aufgaben sind wie am Vorabend besprochen: Die Technik soll die Technik der Gebäude am Laufen halten und die Gästequartiere herrichten. Medizin und Wissenschaft sollen unterstützen wo es geht und Informationen über die Gäste sammeln (Allergien, medizinische Notwendigkeiten etc.), Operations soll die anstehenden Protokoll-Fragen mit Senator Thin‘Sat durchgehen, Sitzpläne für die Konferenz und das Galadinner sowie einen Menüplan erstellen und die Sicherheit soll Sicherheitsprotokolle für die Konferenz erstellen und soweit vorbereiten dass später die Crew der Enterprise einfach nur noch übernehmen muss.
PO Stuvek schlägt direkt vor, die im Orbit befindlichen romulanischen und Sternenflottenschiffe sollten ein Tachionen-Netz ausspannen, damit man sich annähernde getarnte Schiffe finden kann.
Ich gebe den Vorschlag direkt an die USS Challenger weiter, und er wird auch umgesetzt, allerdings mit dem Hinweis, dass man damit nur klingonische Schiffe finden wird, denn die neuen romulanischen Schiffe kann man getarnt nicht mit einem Tachionen-Netz orten.

Direkt im Anschluss an die Besprechung tritt Sub-Lieutenant Tela an mich heran. Er ist sehr beunruhigt: Er hat Nachricht von seiner Schwester bekommen dass seine Gefangenschaft wohl von langer Hand geplant war. Nun fühlt er sich weiterhin bedroht und bittet mich, mit einem Typ 1 Phaser bewaffnet zu werden. Da er als Offizier gewertet wird hat er grundsätzlichen Anspruch auf einen Typ 1 Phaser und ich lasse ihm einen aushändigen. Sub-Lt. Tela hat auch von seiner Schwester erfahren dass der Mord an Tal Aura definitiv NICHT durch Romulaner begangen wurde! Das macht ihn paranoid… Die Isolationisten und die Hardliner scheiden als Tätergruppen somit aber auf jeden Fall aus.


Sternzeit 23861102-110 Vorbereitungen und weitere Informationen  


Kadettin Nabaar hat eine Idee ergänzend zu der von Crewman Winn vom Vorabend: Sie plant eine Sensor-Überwachung des Areals mit aktiven Tricordern, die die Sicherheitsleute tragen, welche sich eh ständig bewegen. Gescannt werden soll nach Transporteraktivität, Strahlung, Biohazard und nach Verschlüsselungssystemen, die der Nachricht von der Erde nach Romulus ähneln. Also nach verschlüsselter Kommunikation. Die Idee wird sofort abgenickt und die Kadettin macht sich an die Arbeit sie umzusetzen!

Wir bekommen neue Informationen von Starfleet auf Rückfragen wegen diverser Themen:
1/3 der im cardassianischen Raum stationierten romulanischen Kräfte hat sich von dort zurück gezogen. Also hat die Ermordung von Prätor Tal Aura kaum eine Verbesserung der Situation für Cardassia ergeben. Das entlastet die Cardassianer als mögliche Täter aber noch nicht ganz.
Angriffe auf Remaner während des Blackouts des Subraum-Netzes sind keine bekannt, was sie als mögliche Verantwortliche gemeinsam mit den Klingonen in der Liste der Verdächtigen hält.
Die bei der Konferenz erwarteten Klingonen entstammen einem alten, ehrwürdigen Haus und stehen in keiner freundschaftlichen Beziehung zum Haus Duras. Eher im Gegenteil… Das zumindest ist eine erfreuliche Nachricht.

Ansprechpartner für alle romulanischen Delegationen (Hardliner und Gemäßigte) wird Senator Thin‘Sat sein. Ansprechpartner für die Föderation (Menschen, Vulkanier, Andorianer) und die klingonische Delegation wird Captain Gallagher sein. Die Ansprechpartner werden uns auch die entsprechenden medizinischen Daten im Vorfeld der Konferenz besorgen.
Wir bekommen nun auch eine Liste aller Teilnehmer: Bei der Konferenz werden insgesamt mit ca. 130 Personen zu rechnen sein.
Diese Informationen werden in einer Crewbesprechung direkt an alle weitergegeben.


Sternzeit 23861102-130 Senator Thin’Sat und Entourage treffen ein


Noch bevor wir alle unsere Vorbereitungen zu unserer eigenen Zufriedenheit abgeschlossen haben meldet uns die Ops der Challenger hektisch, dass Senator Thin’Sat samt Entourage sich soeben über die getroffenen Vereinbarungen hinweg gesetzt haben und mit dem eigenen Shuttle zur Planetenoberfläche geflogen sind, wo wir ihr Eintreffen nun jede Minute erwarten dürfen. Noch vor ihrer Landung stellen sie unsere Nerven auf eine erste Probe. Es hätte mich fast mehr gewundert wenn sie gemäß der Absprachen mit einem Sternenflottenshuttle gekommen wären.
Senator Thin’Sat befindet sich in Begleitung seines Adjutanten Juketh und Major Tovans. Das Trio wird höflichst empfangen, zu einem freien Tisch geleitet und erst einmal bewirtet.
Nachdem die Höflichkeiten ausgetauscht sind geht es direkt ans Eingemachte:
Captain Gallagher und ich machen klar, dass es in Punkto Sicherheitsprotokolle und Sicherheitsvorkehrungen auf dieser Konferenz so laufen wird wie die Sternenflotte das vorgibt oder gar nicht. Sprich entweder nach unseren Vorgabe oder wir ziehen ab, lassen die romulanischen Parteien sich gegenseitig niederschießen unter Beifall der Klingonen und sehen dann zu, wie das romulanische Imperium für die nächsten 200 Jahre in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Die Worte von Captain Gallagher, nicht meine.

Bevor wir irgendwelche weiteren Sicherheits- oder Protokollfragen besprechen wird also erst einmal geklärt, dass die romulanischen und klingonischen Delegationen keine Energiewaffen bekommen und dass Ehren-Klingenwaffen mit einer modernen Version des Ehrenbandes gesichert werden, während die Föderationswaffen durch einen Daumenabdruck-Scan personalisiert und gesichert werden. Immerhin liegen unserer Prioritäten ähnlich.
 
Somit hole ich direkt PO O’Connor mit an den Tisch um die mit dem Sicherheitsteam ausgearbeiteten 4 Seiten an Sicherheits-Protokollfragen zu klären und er setzt sich bald mit Major Tovan in einen Nebenraum ab, damit Senator Thin’Sat und sein Adjutant Juketh beginnen können, die Protokollfragen für die eigentlichen Verhandlungen, die Unterbringung der Delegationen und das Galadinner mit Crewman Winn und Chief Van Ameling zu besprechen.

[ Persönliches Logfile: Eine Gelegenheit interkultureller Diplomatie für die sich Crewman Winn später persönlich bei mir bedankt. Keine Ahnung warum seine Zähne beim lächeln so knirschen… ]

 

PO Valeris kümmert sich um den Menüplan fürs Gala-Dinner (4 Seiten!) wobei sie allerlei Sonderwünsche und Essens-Spezifikationen zu beachten hat… inklusive so interessanten Details wie dem Wunsch von Adjutant Juketh, dass man die farbigen alkoholischen Getränke doch bitte umbenennen möge, weil es kaum angemessen sei, dem Admiral der romulanischen Streitkräfte Getränke zu servieren die nach den Federn am Hintern irdischer Vögel benannt wären. 

Wir erfahren das die Anführer der romulanischen Delegationen Prokonsul Teret für die gemäßigte Fraktion und Admiral Rakul für die Hardliner-Fraktion sein werden. Offensichtlich sind die Fraktionen bestimmten Elementen zugeordnet und diese wiederum bestimmten Himmelsrichtungen was ihre Positionierung im Konferenzsaal beeinflusst.
Prokonsul Teret wird mit 12 Diplomaten und einer Entourage von 3-5 Begleitern pro Diplomat anreisen. Admiral Rakul kommt mit 4-5 Diplomaten und einer Entourage von ca. 2 Begleitern pro Diplomat. Der Tisch wird im großen Saal als U aufgestellt mit Öffnung nach Süden, die Vertreter der Föderation werden oben am Kopfende sitzen und die Klingonischen Beobachter mit Beistelltischen hinter Föderation. Beim Dinner werden die Fraktionen verteilt an einer langer Tafel sitzen, die Klingonen dabei flankiert von Föderationssicherheit.
Auf ausdrücklichen Wunsch von Senator Thin’Sat und Adjutant Juketh werden die Klingonen in einem anderem Gebäudeflügel wie Romulaner untergebracht werden und die romulanischen Delegationen möglichst in zwei unterschiedlichen Stockwerken desselben Gebäudes.

[ Persönliches Logfile: Ich bemerke mit einer gewissen Faszination die Häufigkeit mit der sich Adjutant Juketh nach der ausreichenden Anzahl von sanitären Einrichtungen erkundigt. Dass jede Delegation und Gruppierung eigene voneinander unabhängige Toiletten hat erscheint ihm fast noch eine Spur wichtiger als die Sache mit den Ehrenbändern. Man lernt nie aus wenn es um Romulaner geht. ]


Sternzeit 23861102-132 Major Tovan informiert uns von der Subraum-Bombe


Ich hätte wissen müssen dass Ärger nicht weit im Kielwasser von Major Tovan folgt. Mitten im Gespräch mit PO O’Connor verlässt er für kurze Zeit den Raum um wiederum kurz darauf zurück zu kehren und ihm (und später mir und Captain Gallagher) zu eröffnen, er habe Hinweise darauf, dass die Bauteile einer Subraum-Bombe auf dem Planeten geschmuggelt und dort versteckt wurden. Es handelt sich um vier einzelne Bauteile, einen Subraumemitter, einen Subraumfeldmodulator, eine Subraumemitterspule und eine Energieversorgung, die anscheinend mit  Shuttles auf den Planeten gebracht wurden. Da die Bombe bei Zündung den kompletten Planeten sprengen würde ist zu vermuten dass sie nicht im Gebäude ist (dort wäre das Risiko zu groß gewesen dass die Sternenflottentechniker sie finden) aber in dessen Nähe, weil ein zu großer Umweg der Versorgungsshuttles auffällig gewesen wäre und der Planet unter scharfer Beobachtung steht seit Admiral Ross ihn als Veranstaltungsort für die Konferenz vorgeschlagen hat.
Die Bombe kann laut Major Tovan nur manuell gezündet werden und muss selbstredend vor Konferenz gefunden und entschärft werden. Senator Thin’Sat und Adjutant Juketh dürfen von der Existenz der Subraumbombe und unseren Bemühungen sie zu finden und zu entschärfen nichts erfahren weil sonst die Gefahr besteht dass sie die Konferenz direkt absagen! Wir müssen also obendrein unauffällig arbeiten. Unter Zeitdruck war die Columbia-Crew noch immer am effektivsten.  

Ein Team um Kadettin Nabaar kümmert sich sofort darum, die Shuttle-Flugdaten aller Transportshuttles der letzten Tage nach Irregularitäten zu durchsuchen, weil wir so herauszufinden hoffen, wie die Bomben-Bauteile geschmuggelt wurden und um das Gebiet einzugrenzen, wo sie versteckt sein könnten. Crewman Gilmore und Sub-Lieutenant Tela besprechen derweil die Möglichkeiten der Entschärfung.

Schnell werden tatsächlich Irregularitäten in den Flugdaten der Transportshuttles zu finden: Ein Transportshuttle mit immer denselben Piloten hat in den letzten Tagen dreimal einen Umweg von 3 Minuten geflogen. Schnell wird das Shuttle ausfindig gemacht und gesichert, die Piloten festgesetzt und getrennt voneinander befragt. Die Befragungen nehmen PO Wynter und PO Cane vor, unterstützt durch mich, wobei ich nur wenige Fragen stelle und mich darauf konzentriere, die Antworten empathisch zu verifizieren.
Die Befragungen ergeben: Die beiden Piloten namens PO Joss und PO Cara sind unschuldig beziehungsweise sich keinerlei Schuld bewusst. Sie sind strikt nach ihren Befehlen geflogen und die Umwege waren bedingt durch  Unwetterwarnungen (Ionenstürme). Beide geben an, auf allen drei Flügen jeweils eine tiefliegende Schleife in einem bestimmten Gebiet geflogen zu sein um ihre Fracht nicht zu gefährden. Die Route wurde ihnen dabei vom System bzw. dem Flugplan vorgegeben. Sie haben an Bord dabei nichts ungewöhnliches bemerkt, sie waren mit Fliegen beschäftigt! Beide sind entsetzt von der Vorstellung dass während des Fluges etwas aus ihren Frachtcontainern verschwunden sein soll beziehungsweise sich dort ein schwarzer Passagier befunden haben soll (siehe unten, parallele Erkenntnis aus der Durchsuchung des Transportshuttles)! 

Wir erfahren im Zuge der Befragung ausserdem dass der Vorgesetzte der beiden Piloten ein Lt. Delmore auf der USS Challenger ist. Er ist dort Conn-Offizier, erstellt die Flugpläne und hat sie auch zu den Shuttles geschickt. Er rückt nun als nächster in die Liste der Verdächtigen.
Die Piloten können uns aber immerhin das exakte Gebiet sagen, das sie umflogen haben. Es war auf allen drei Flügen dieselbe Gegend. Wir können also mit relativer Sicherheit sagen, dass wir dort die Bomben-Bauteile finden werden.
 

Beim Durchsuchen des Shuttles kommt derweil heraus: Es ist ein Romulaner in einer der Frachtkisten mitgereist und anscheinend sind er und die Bomben-Bauteile vor der Landung von Bord verschwunden.
Als die Techniker versuchen, auf die Systeme des Shuttles zuzugreifen und die Steuerkonsolen scannen, überladen sich diese und explodieren! Zum Glück werden die Team-Mitglieder, die das Shuttle untersuchen, dabei nur leicht verletzt. Es gelingt trotz explodierter Konsolen, die Flugdaten des Shuttles zu extrahieren und sorgfältig zu analysieren. Dabei kann herausgefunden werden, dass ein verschlüsselter romulanischer Computervirus huckepack auf den übertragenen Flugplänen von der Challenger auf die Shuttles übertragen wurde, sich selbst ins System des Shuttles gehackt hat und dort Teile der Kontrolle übernommen hat.
Dieses verschlüsselte Programm hat die Ionenstürme gemeldet, falsche Umweltdaten geschickt, die Flugroute geändert und falsche Komm-Daten gesendet. Außerdem hat es drei Transportvorgänge während der Flüge durchgeführt und verschleiert so dass die Piloten es nicht mitbekommen haben.
Und weil es ein wirklich perfider romulanischer Computervirus ist hat er auch dafür gesorgt dass die Konsolen explodiert sind sobald man versuchte ihm auf die Spur zu kommen.  


Sternzeit 23861102-150 Eine Chance, mehr über Damien Belmont zu erfahren


In einer halbwegs ruhigen Minute zwischen zwei Protokollarischen Themen ergibt sich für mich die Gelegenheit, Senator ThinSat um einen Gefallen zu bitten, weil wir den Gemäßigten mit den Infos über die Gefängnisse geholfen haben. Wir wollen den Föderationsbürger Damien Belmont finden. Natürlich erkundigt sich der Senator fast schon betroffen ob es denn persönliche Beziehungen zwischen der Crew und diesem Mann gäbe, ich leugne dies. Damien Belmont ist ein vermisster Föderationsbürger dessen Name auf den Gefangenenlisten einer romulanischen Gefängniseinrichtung selbstverständlich sofort ins Auge gestochen ist. Und natürlich sind wir an seinem Verbleib interessiert!
Senator Thin’Sat überlegt einige Sekunden bevor er antwortet dass er dazu nichts sagen könne und dass ihm die Hände leider gebunden seien. Dann entschuldigt er sich, meint er müsse sich in sein Quartier zurück ziehen um sich dort für eine halbe Stunde auszuruhen und lässt dabei mit vielsagendem Blick sein DatenPadd auf dem Tisch liegen. Ich warte bis er den Raum verlassen hat, schiebe es wortlos zu Crewman Valeris hin und weise PO Stuvek an, sie bei der Suche nach Informationen über Damien Belmont zu unterstützen. Eine deutlichere Erlaubnis dazu werden wir vom Senator nicht bekommen!
Als der Senator eine halbe Stunde später zurück kommt sind Crewman Valeris und PO Stuvek noch nicht fertig, aber Captain Gallagher reagiert sofort und verwickelt ihn über mehrere Minuten in ein Gespräch über mehr protokollarische Details als der Senator jemals wissen wollte bis sie das PADD wieder von sich schiebt.  
Crewman Valeris berichtet mir später vom Ergebnis ihrer Suche: Sie hat eine zu großen Teilen geschwärzte Akte auf romulanisch gefunden bei deren Übersetzung Sub-Lieutenant Tela behilflich war. Belmont wurde beim auflösen der Gefangenenlager wohl von Radikalen verschleppt, konnte sich aber von ihnen befreien und wurde zuletzt auf einer unabhängigen Welt am Rande der neutralen Zone gesehen. Nach der Einschätzung von irgendwelchen romulanischen Dienststellen ist Belmont auf dem Weg in die Föderation. Seine Akte ist offiziell geschlossen.
Immerhin haben wir nun Gewissheit dass er noch lebt und nicht mehr in Gefangenschaft der Romulaner ist. Das ist besser als nichts. Die Suche geben wir dennoch nicht auf.

[ Persönliches Logfile: Ich habe auch Crewman Funk angeboten, seine persönliche Geschichte mit den Romulanern zu klären und über den Senator dessen Adjutanten Juketh aufzufordern, zu klären welche Rolle er genau während der Gefangenschaft von Crewman Funk nach dem Dominion-Krieg gespielt hat. Aber der Crewman entscheidet sich dagegen. Da ich nicht weiß wann sich eine solche Gelegenheit noch einmal bieten wird inquiriere ich anstelle des Crewman. Das Ergebnis ist eine Lehrstunde in romulanischer Denkweise und Kultur. Sollte der Crewman jemals wissen wollen welche Rolle Juketh damals gespielt hat muss er mich nur fragen. Und das weiß er. Alles weitere liegt nun gänzlich bei ihm. ]


Sternzeit 23861102-160 Ermittlungen rund ums Thema Subraum-Bombe


Kadettin Nabaar, Sub-Lieutenant Tela und ich machen uns daran, den romulanischen Code zu knacken, der die Frachtshuttles infiltriert hat. Da wir wissen dass das Programm darauf abzielt, Sternenflottenkonsolen anzugreifen trennen wir vor Beginn der Arbeit unsere Konsole manuell vom restlichen System damit das Programm keine Chance für Übergriffe bekommt.
Dann geht es an die Analyse. Wir finden eine romulanische militärische Verschlüsslung mit einigen eingebauten Fallen die, wie bereits vermutet, explizit zur Infiltration von Föderationskonsolen programmiert wurde. Mir gelingt es, die Trap-Programme zu isolieren und unschädlich zu machen.
Wir kennen nun also den romulanischen Code, der die bereits bekannter Reaktionen ausgelöst hat und wären in der Lage, ihn ab jetzt zu isolieren und zu finden.  

PO O’Connor ist derweil hoch zur Challenger geflogen, wo mittlerweile Eindringlings-Alarm herrscht! Er findet dort anhand der Frachtlisten die Frachtcontainer, die die Romulaner transportiert haben. Wir wissen nun also ziemlich genau, wie die Romulaner die Bomben-Bauteile zur Planetenoberfläche gebracht haben und kennen auch das Beam-Ziel, wissen nun also wo höchstwahrscheinlich die Subraum-Bombe und mindestens ein Romulaner zu finden ist. Wir beginnen, ein Aussenteam zusammen zu stellen und Vorbereitungen zu treffen.

Ich versammle die Crew für ein letztes Briefing rund um das Bomben-Problem mit allen bekannten Fakten. Dieses wird jedoch mehrfach unterbrochen durch Komm-Übertragungen von der Challenger, die das Shuttle von Dolores Martinez, Untersekretärin des Föderationsrates, verantwortlich für protokollarische Fragen, in Begleitung von Captain Allenby ankündigt. Deutlich genervt durch die Tatsache dass wir von solchen Shuttles seit neuestem immer erst erfahren wenn sie im Landeanflug sind, lasse ich die Landung des Shuttles durch Kadettin Nabaar so lange verzögern bis das Briefing fertig ist. Es kann nicht angehen dass die Challenger jedes Mal geflissentlich unsere Sicherheitsprotokolle ignoriert! Diese Vorkehrungen gelten für jeden, egal welcher Rang!

Als Untersekretärin Martinez und Captain Allenby mit etwas Verspätung eintreffen ist ihre Stimmung dementsprechend bereits etwas getrübt, aber die Sache mit den Sicherheitsprotokollen können sie nicht von der Hand weisen.
Captain Gallagher, Crewman Winn und Chief vanAmeling kümmern sich um die Sekretärin und den Captain während PO O’Connor und ich unter dem Vorwand, noch einmal die Aussenanlagen auf mögliche Sicherheitsprobleme und technische Defekte prüfen zu wollen, das Aussenteam für die Suche nach der Bombe zusammenstellen.

[ Persönliches Logfile: Ok, JETZT fange ich an, daran zu glauben dass sich das Schicksal wiederholt! Vorauskommando für die Enterprise, widrige diplomatische Bedingungen, ich ungeplant im Posten des XO, eine drohende Katastrophe UND Captain Allenby! Der im übrigen inzwischen auf einen reinen Schreibtisch-Job wegbefördert worden ist, der ihm anscheinend gar nicht mal schlecht gefällt. Ich würde unser Wiedersehen nach über vier Jahren als etwas reserviert aber nicht unfreundlich bezeichnen. ]


Sternzeit 23861102-175 Suchen und bergen der Bombe


Das Aussenteam unter meiner Leitung, bestehend aus PO Wynter (Leitung taktiksches Vorgehen), PO Cane, PO Funk, Sub-Lt. Tela, Crewman Gilmore (Entschärfungsteam Bombe), Crewman MacTavisch, Dr. Sanders und PO Alenis geht los. Wir kennen das ungefähre Zielgebiet und planen keine Tricorder zu benutzen, da wir nicht wissen ob das romulanische Infiltrationsprogramm, das beim Tricorder-Scan der Shuttle-Konsolen selbige zur Explosion gebracht hat, möglicherweise auch mit der Bombe gekoppelt ist. Zwar ist dieses Szenario unwahrscheinlich, aber da wir einen Romulaner bei der Bombe vermuten und ich diesen auch empathisch finden kann brauchen wir die Tricorder nicht zwingend.

Das Wetter auf dem Planeten ist denkbar unwirtlich: Es hat unter 4 Grad und es regnet, wobei uns der Regen im Wald von Vorteil ist, denn er dämpft jedes Geräusch. Ausserdem ist es stockdunkel. Wir nähern uns vorsichtig dem Zielgebiet und dort erwartet uns eine unerfreuliche Überraschung: Empathisch nehme ich über ein Dutzend Romulaner wahr, die im Wald verteilt sind. Wir löschen sofort alle Lichter und bewegen uns vorsichtig in der Dunkelheit weiter vor.
Wir bemerken zwei Romulaner seitlich im Wald, ich entscheide jedoch, diese noch nicht anzugreifen, da wir noch nicht wissen wo die Bombe ist und wir nur eine Möglichkeit zur Entschärfung haben! Wir lassen also die Techniker und Ärzte zurück, die die beiden im Auge behalten sollen (sie haben uns noch nicht bemerkt) und arbeiten uns weiter leise auf dem Weg vor.
Nach weiteren ca. 20 Metern sehen wir links unten am Hang ein rotes pulsierendes Leuchten. Die Bombe! Wir schleichen uns an und können eine Romulanerin, die direkt bei der Bombe steht, betäuben bevor sie den Knopf drückt. Sie erschießt sich während sie zusammenbricht. Ich ziehe ihre Leiche über die Bombe, damit im folgenden Feuergefecht niemand aus Versehen auf diese schießt – außerdem ist das hellrote pulsierende Leuchten für uns im Gefecht von taktischem Nachteil.

Es folgt ein hartes Feuergefecht gegen über 20 Romulaner! Dabei werden PO Cane, Dr. Sanders und Crewman Funk schwer verletzt. PO Wynter, Crewman MacTavish und ich werden nur leicht verletzt.
Crewman Winn holt schließlich die Verletzten mit einem bereitstehenden Shuttle ab, während die Techniker Crewman Gilmore und Sub-Lt. Tela die Bombe entschärfen und zerlegen. Sobald die Situation unter Kontrolle und die Bombe erfolgreich entschärft und gesichert ist kehren die übrigen Mitglieder des Aussenteams zum Gebäude zurück.
PO Wynter hat als taktischer Leiter des Aussenteams dabei aus meiner Sicht ausgezeichnete Arbeit geleistet: Ruhig aber entschlossen und zu keiner Zeit zögernd.
Weder Romulaner noch Untersekretärin haben etwas von der wahren Natur unserer Aussenmission mitbekommen und glücklicherweise entgehen ihnen auch die Notoperationen in der medizinischen Station. Sobald meine Burn-Verletzungen behandelt sind und ich eine Uniformjacke ohne Loch gefunden habe begebe ich mich zu ihnen und versichere, dass alls Außenbereiche gesichert sind und die Energieversorgung auch kein Problem darstellen wird.


Sternzeit 23861102-190 Die Fakten auf den Tisch


Captain Gallagher beschließt, die romulanische Gesandtschaft und die Frau Untersekretärin samt Captain Allenby bei der Crewbesprechung dabei zu haben, wo wir alle Geschehnisse des Tages samt der Subraumbombe noch einmal zusammenfassen wollen. Mir ist nicht völlig wohl dabei, aber der Captain beschließt dass nur fair ist, alle Fraktionen gleichzeitig einzuweihen. Während die Crew alles mit Fassung und Stolz aufnimmt (nicht jeder war so direkt in die Geschehnisse um die Bombe involviert, weil sie mit der Ablenkung… will sagen, den Protokollfragen beschäftigt waren und viele Details werden erst jetzt allen bekannt) merke ich deutliches Erstaunen beim Senator und tatsächlich einen Hauch von Anerkennung bei seinem Adjutanten Juketh. Die Untersekretärin dagegen ist sichtlich empört und etwas frostig darüber, dass sie nicht früher eingeweiht wurde!
Selbstverständlich gibt es ein generelles Lob an die Crew, die gewohnt souverän und effizient gearbeitet hat ohne sich die geringsten Patzer zu leisten!

Am Ende der Besprechung gibt es Neuigkeiten von Romulus!
Der Romulaner namens tr'Saren M'ret Alidar, den wir mit Tela aus dem geheimen Gefängnis der Hardliner befreit haben, ist zum neuen Prätor des romulanischen Reiches gewählt worden! Er ist ein Spross eines der ältesten Häuser, durchlief viele Ausbildungen und hat Freunde in vielen Lagern. Dass wir ihn befreit haben ist sicher nicht zum Schaden der Föderation. Der Nachrichtendienst der Föderation schätzt ihn als einen liberal-konservativer Typen ein, durchaus für diplomatische Beziehungen zu haben. Aber doch leicht isolationistisch. Man darf gespannt sein.
Die Tatsache dass wir geholfen haben, den aktuellen Prätor des romulanischen Reiches zu befreien lässt dennoch die ein- oder andere Kinnlade herunterklappen.


[ Persönliches Logfile: Später am Abend erzählt mir Sub-Lt. Tela, mit dem ich über die Involvierung des Tal’Shiar in seine Entführung spekuliert hatte, dass sich seine Schwester noch einmal bei ihm gemeldet hat. Sie hat ihm mitgeteilt, dass seine Entführung tatsächlich von langer Hand geplant war und dass es sich um eine groß angelegte Tal‘Shiar-Aktion gehandelt hat mit dem Ziel, Saren zu befreien. Interessant… ]


Sternzeit 23861102-202 Die Anklage!


Dienstfrei, Feierabend. Die Crew feiert ihren Erfolg mit einem guten Abendessen und Musik. Auch Senator Thin’Sat und (erstaunlicherweise) Adjutant Juketh leisten uns Gesellschaft.
Dann stürmen plötzlich zwei Agenten des Tal’Shiar in den Raum und klagen die Sternenflotte des Hochverrats an! Genauer: Mich und Crewman Funk. Die Anklage: Wir hätten eine geheime Forschungseinrichtung überfallen, geheime Daten und Forschungsprojekte und den Prototypen eines romulanischen Raumschiffs gestohlen und die Forschungseinrichtung zerstört!
Und das vor nicht ganz 24 Stunden!
Die Beweise, die sie vorlegen, zeigen tatsächlich mich und Crewman Funk in besagter Forschungseinrichtung und während die Stimmung innerhalb von Sekunden hochkocht bin ich hauptsächlich verwirrt: Ganz davon abgesehen dass ich mir diesmal sehr sicher bin, keinesfalls unrechtmässig ein Raumschiff akquiriert zu haben, kann das Ganze auch vom zeitlichen Index her nicht passen. Und das sollte dem Tal’Shiar bekannt sein! Senator Thin’Sat verbürgt sich sehr schnell für mich und den Crewman und bestätigt, dass wir zum Tatzeitpunkt hier auf Surikat gewesen sind.

So kann er die aufgebrachten Agenten davon überzeugen, uns nicht vom Fleck weg zu verhaften sondern uns alternativ unter seiner Obhut in einen Hausarrest auf seinem Anwesen zu überstellen. Es wird unmissverständlich klar gemacht: Eine Weigerung von Seiten der Sternenflotte diese Anklage ernst zu nehmen würde bedeuten, dass die Friedensverhandlungen trotz aller Mühen dennoch scheitern! Zähneknirschend stimmen wir zu. Crewman Funk gefriert sichtlich an Ort und Stelle, für ihn muss die Angelegenheit der reine Albtraum sein. Ich versichere ihm dass ich dafür sorgen werde dass ihm während des Hausarrests bei Senator Thin’Sat nichts geschieht und ich traue meinen Instinkten in soweit, dass ich dieses Versprechen werde halten können, aber es ändert nichts an der Gefühlslage des Crewman.
Die Tatsache dass ausgerechnet Adjutant Juketh ihm auf den Kopf zusagt dass er wisse, dass der Crewman das durchstehen würde, er kenne schließlich seine Stärke, ist in der Situation nicht hilfreich.

So ist es also beschlossene Sache: Wir begeben uns noch heute Nacht auf das Schiff des Senators und werden dann mit ihm nach der Konferenz nach Romulus reisen.
Und es wird die Aufgabe der Crew der Columbia sein, so schnell wie möglich herauszufinden was hinter diesen Hanebüchenen Anklagen und den angeblichen Beweisen steckt!

Ende des Logfiles
gez. Lieutenant Lucille Javert
Mission-XO der USS Columbia