Mission-Log von Lieutenant Javert,

Betreffend der Einsätze der USS Columbia im romulanischen Raum

 

Freigegeben für alle Ränge oberhalb des CoS der USS Columbia.
Für alle anderen nur OT zu lesen ;-)

 

Sternzeit 23860310.203 - Drei Monate nach der letzten Mission

Drei Monate sind vergangen seitdem wir das Mädchen Joanna (Io) bei der Forschungsstation abgeliefert haben. Nach allem was wir gehört haben geht es ihr dort gut, sie wird angemessen und fürsorglich betreut und therapiert und hat auch regelmässigen Kontakt zu ihrem Vater. PO van Ameling besucht sie ebenfalls weiter regelmässig und steht auch in regem Kontakt zu Dr. Myers. Ich glaube um Io müssen wir uns keine Sorgen mehr machen - die Zeichen stehen bestens dass mit ihr alles Gut wird.
An der Xartack-Front stehen die Zeichen ebenfalls sehr gut. Berichten zufolge gibt es so gut wie keine Übergriffe mehr von den Xartack und selbst die Erilon sind erstaunt.

[ Persönliches Logfile: Ja, ich gebe es zu... zur Erleichterung dass wir hier tatsächlich eine Chance auf Frieden haben mischt sich ein klein wenig das Gefühl von persönlicher Befriedigung... ]

Von Sub-Lt. Tela haben wir jetzt allerdings seit 6 Monaten nichts mehr gehört seit er direkt nach der Xartack-Mission ins romulanische Reich zurückgekehrt ist, was mir durchaus Sorgen bereitet.

Die politische Lage ist angespannt - sowohl im romulanischen Reich, wo sich die Anspannungen zwischen den Fraktionen in einen ausgewachsenen Bürgerkrieg auswachsen. Ein seit längerem geplanter politischer Gipfel zwischen Föderation und romulanischem Reich wurde von Seiten der Romulaner extrem kurzfristig abgesagt - etwas, dass den Romulanern überhaupt nicht ähnlich sieht - und niemand kennt die genauen Gründe. In der Föderation stehen die Präsidentschaftswahlen bevor und der Herausforderer von Präsidentin Bacco, Kwent, ein Betazoide, macht ziemlich Stimmung gegen die Romulaner während die Präsidentin einen sehr gemäßigten, offenen Kurs verfolgt.
Ein harmloser Zwischenfall mit einem romulanischen Frachter der in der neutralen Zone gestrandet ist, heizt die Verdachtsmomente und Gemüter zusätzlich an... Zufall oder Versehen?

Die USS Columbia hat die letzten Monate mit viel Patrouillendienst verbracht, sowohl im Erilon-Raum als auch rund um die Starbase Omega und ich habe die Zeit genutzt um die Schichtpläne und den Einsatz meiner Security-Leute gemessen an ihren jeweiligen Expertisengebieten zu optimieren.

Es gab in der Zwischenzeit auch bauliche Veränderungen am Schiff: die Medizinische Abteilung wurde räumlich verlegt und befindet sich nun direkt neben der Wissenschaftsstation. Eine sinnvolle Maßnahme, da das Personal der beiden Abteilungen ohnehin stets zusammen arbeitet.

Neues Personal haben wir ebenfalls wieder bekommen, und langsam kommt die Columbia an ihre absolute Kapazitätsgrenze was Quartiere für die Neuzugänge angeht. Die Quartiere sind dicht belegt und auch die Offiziere müssen sich nun teilweise zu Zweit ein Quartier teilen.

Unsere Neuzugänge sind PO Alexia Warden für die Wissenschaft, eine Genetik-Expertin die uns anscheinend von Admiral Beckett persönlich zugeteilt wurde. Ausserdem Kadettin Obia Nabaar welche ihre Cadet-Cruise auf der OPS absolviert - eine Trill.

Sternzeit 23860310.233 - Major Tovan mit geheimer Mission!

 

Immer wenn man denkt es könnte einen nichts mehr überraschen...
Kurz vor Dienstschluss an einem recht geruhsamen Tag an der Starbase Omega kommen Captain Gallagher und Major Tovan an Bord und lassen die Crew im Eiltempo antreten!
Das Missionsbriefing ist so ungewöhnlich wie brandeilig und trägt (wieder einmal) das Siegel Top Secret!
Nach Informationen von Major Tovan gibt es ein geheimes Internierungslager der Romulaner in der neutralen Zone, und in diesem Internierungslager sitzt Sub-Lieutenant Tela in einer Todeszelle und wartet auf seine Hinrichtung, welche innerhalb der nächsten Stunde(n) durchgeführt werden soll!
Major Tovan ist mit diesen Informationen anscheinend direkt an Admiral Beckett herangetreten, welcher eine Rettungsmission für Sub-Lt. Tela unter dem Siegel der Geheimhaltung sanktioniert hat. Und Captain Gallagher gibt uns nun die Befehle von Admiral Beckett weiter, welche lauten: Fliegen Sie in die neutrale Zone unter Einsatz der Tarnvorrichtung und retten Sie Sub-Lt. Tela!


[ Major Tovan informiert die Crew ]

[ Persönliches Logfile: Ich würde meine letzten beiden Pins dafür geben zu erfahren, was Admiral Beckett geritten hat, gemeinsame Sache mit einem so zwielichtigen Individuum wie Major Tovan zu machen! Wir fliegen getarnt in die neutrale Zone, brechen damit sämtliche Verträge die den bisherigen Frieden zwischen Romulanern und Föderation aufrecht erhalten, und holen ein Crewmitglied heraus? Und unsere einzige Ausrede ist, dass es keinen politischen Zwischenfall provozieren wird weil die Romulaner ihrerseits dort auch keine Einrichtungen haben dürften? Das Eis ist so dünn dass es knirscht wenn man es nur ansieht.
Ich freue mich ehrlich dass wir eine Chance bekommen Sub-Lt. Tela das Leben zu retten. Er hat es schließlich für meine Mission riskiert! Aber die Sache macht mir aus mehr als nur den politischen Gründen Bauchschmerzen. Und überhaupt: Warum erzählt uns Admiral Beckett nicht die ganze Wahrheit? Er hält einiges zurück, das er mit Tovan besprochen haben muss - nur Was und Warum? ]

 

Die Zeit ist knapp. Wir müssen zwei Teams aufstellen: Eines, welches die technische Zentrale des Internierungslagers erobert und von dort aus das Feld ausschaltet welches Beamen verhindert und eines, welches möglichst alle Wachen des Internierungslagers ausschaltet. Ich leite das Sturmteam in dem sich die kampfstärksten Crewmitglieder der Columbia befinden (bestehend aus PO O'Connor, PO Wynter, PO Stuvek, Crewman Gilmore, Dr. Sanders und Crewman Winn) und Lt. Reynolds leitet das Technik-Team in welchem sich die meisten Techniker befinden (Bestehend aus Lt. MacPherson, PO Kassabyan, PO Cane, Crewman Drake und PO Alenis).
Da die Zeit sehr drängt und Lt. Reynolds noch nicht so viel Erfahrung im Leiten von Aussenteams hat übernehme ich an der Stelle ungefragt aber ohne Widerspruch die Gesamtleitung, Aufteilung und Organisation.
Wir bekommen von Major Tovan, der das Team begleiten wird, einen Plan der Gebäudestruktur und können so die Vorgehensweise in den Gebäuden direkt besprechen. Laut Major Tovan werden wir es in dem Internierungslager mit einem Offizier, fünf Technikern und 24 Soldaten zu tun haben.

 

[ Persönliches Logfile: Möchte ich wissen woher Major Tovan bis ins letzte Detail über dieses offiziell nicht existente Internierungslager Bescheid weiß? ]

Die Columbia nähert sich mit höchstem Warp der in Tarnung möglich ist dem Zielgebiet und schneller als uns lieb ist geht es los:
Wir beamen ausserhalb des Gebäudes hinunter und das Sturmteam rückt leise und koordiniert zur Hintertür des Gebäudes vor. Crewman Gilmore knackt das Türschloss während das Technikteam zur Gebäuderückwand nachrückt. Sobald die Tür geöffnet ist gibt es ein erstes, sehr kurzes Gefecht: Zwei Wachen, die direkt hinter der Tür stehen, werden schnell und effizient betäubt. Ohne weitere Zwischenfälle betreten wir das Gebäude und rücken so leise und schnell wie möglich weiter vor. Wir finden im Raum hinter der Tür direkt einige Leichen und die Mediziner und OPS-Crewmitglieder machen ausgiebige Scans. Dann geht es weiter. Türen durch die wir kommen verschweißen die Techniker direkt nachdem die letzten der Teams hindurch sind. Es gibt Gefechte gegen die Wachmannschaft des Internierungslagers und wir merken schnell, dass wir es hier mit professionellen Kämpfern zu tun haben - wenn auch keiner Standard-Wachmannschaft. Es gibt keinen Uniformcode, die Wachen sehen eher wie ein zusammengewürfelter Haufen Söldner aus, zusammengesetzt aus den verschiedenen Vasallenvölkern der Romulaner. Ausserdem sind auf Gegnerseite Kampfdrogen im Spiel die die Gegner Widerstandsfähiger und irgendwie auch wilder machen. Die Beharrlichkeit mit der sie immer wieder gegen uns anstürmen grenzt ans Suizidale.
Wir rücken unter Feuer durch den Zellentrackt vor, welcher komplett leer ist - in keiner einzigen Zelle sind Gefangene! Unüblich für ein Gefängnis. Hinter dem Zellentrakt ist ein Treppenhaus, in dem das Technik-Team in den oberen Stock abzweigt um dort die technische Kontrolle über das Internierungslager zu bekommen und den Beamscrambler auszuschalten.


[ Das betäubte Wachpersonal des Internierungslagers ]

Das Sturmteam rückt weiter vor in Richtung des Hochsicherheitstraktes. Dort finden wir zunächst einen romulanischen Gefangenen, der sich als Vorak vorstellt. Er gibt an, aus einem hohen romulanischen Haus namens Saren zu stammen, dessen politische Gesinnung "nicht mehr opportun" sei. Er scheint recht tiefenentspannt während um ihn herum mein Team mehr und mehr dezimiert wird.
Es gelingt uns schließlich die letzte Hochsicherheitszelle zu knacken und darin finden wir Sub-Lt. Tela in einem gesundheitlich sehr angeschlagenen Zustand. Meinem Team und mir geht es nicht viel besser, kein Einziger ist noch unverletzt, und so bleibt uns keine Wahl als uns direkt in Sub-Lt. Telas Zelle zu verbarrikadieren, diese von innen zu verschweißen und darauf zu hoffen dass Lt. Reynolds Technik-Team es schnell schafft, die Beam-Scrambler zu knacken, was nach der vermutlich längsten Viertelstunde meines Lebens auch endlich gelingt.

[ Persönliches Logfile:  Ich erinnere mich, dass ich während des Gefechtes irgendann ohnmächtig geworden bin. Doktor Sanders eröffnet mir später halb besorgt halb wütend, dass er mich mitten im Gefecht reanimieren musste. Ich lasse nach. Immerhin dürfte mir die Führung in der Frage der meisten Reanimationen damit wieder einmal gesichert sein. Ich fürchte allerdings, ein längeres Gespräch mit dem Doc steht noch aus - und ich fürchte ebenfalls, dass er die Sache nicht ganz so locker sieht.
Der Name des Hauses des zweiten Gefangenen, Saren, ist mir irgendwoher ein Begriff. Ich bin recht sicher dass er in Zusammenhang mit Tovan bereits einmal gefallen ist. Ich werde das nachprüfen müssen.
Persönlicher Wermutstropfen bei der ansonsten taktisch gut gelaufenen Befreiungs-Operation ist, dass PO O'Connor sich während meiner Bewusstlosigkeit gezwungen sah, die Phaser des Security-Teams von Betäuben auf Töten zu stellen, weil die Wachmannschaft aufgrund der Kampfdrogen fast schneller wieder auf den Beinen war als man sie betäuben konnte. Laut der Regularien ist solches Vorgehen zwar maximal unerwünscht aber dennoch nicht verboten wenn es keine Möglichkeit gibt, das Leben der eigenen Leute zu retten. Dennoch hasse ich es, wenn meine Leute gezwungen sind zu töten... ]


Auch wenn das gesamte Sturm-Team sowie Sub-Lieutenant Tela, der ebenfalls in keinem sehr guten Zustand ist, auf der Krankenstation versorgt werden müssen, kann der Einsatz als Erfolg gewertet werden, denn wir haben unser Ziel erreicht und Tela gerettet!
Nur kurz nachdem wir die Station verlassen haben, tauchen romulanische Schiffe aus der Tarnung auf und bombardieren die Gefangeneneinrichtung von der nichts übrig bleibt. Fast wie abgesprochen. Und Major Tovan verlässt ebenfalls kurz danach die Columbia - zusammen mit dem zweiten Gefangenen Vorak.
Ein paar Ungereimtheiten jucken bei der ganzen Sache allerdings wie frische Mückenstiche:
Warum war die gesamte Einrichtung leer bis auf zwei Gefangene von denen einer ganz zufällig ein Bekannter von Major Tovan zu sein schien? Warum gab es keine Anzeichen dafür dass Sub-Lieutenant Tela so plötzlich hingerichtet werden sollte... es sei denn Major Tovan hatte von vorneherein den Angriff der Warbirds gemeint?
Nunja, dass der Major die Aktion mit dem Admiral nicht aus Nächstenliebe zu Tela geplant hat war ja eigentlich klar wie transparentes Aluminium. Wir müssen uns also mit dem abfinden was wir wissen und uns darauf konzentrieren, die Daten zu analysieren die wir auf der Gefangenenstation sichern konnten.

Sternzeit 23860311.103 - Datenanalyse

Nach dem obligatorischen Frühsport und einem kurzen, schmalen Frühstück ist zum 10 Uhr Antreten.
Die Aufgabe mit der höchsten Priorität zu Dienstbeginn ist die Analyse der Daten aus der Gefangenenstation sowie Abgleich der neuen Informationen mit solchen, die wir bereis aus den FNS-News sowie anderen Quellen sowie unserer Erfahrung haben. Über die Mission der Befreiung Telars ist natürlich nach wie vor absolutes Stillschweigen zu wahren.

Für die Sicherheit bedeutet das erst einmal Routinedienst: Sicherung aller Stationen sowie Patrouille. PO Stuvek bekommt den Auftrag, sein Wissen über den aktuellen politischen Stand des romulanischen Reiches in kurze Vortragsform zu bringen.

Noch während die Arbeit an Bord anläuft erreicht uns die Nachricht dass Prätorin Tal Aura tot ist! Einem Attentat zum Opfer gefallen. Diese Information hinterlässt ein sehr mulmiges Gefühl denn Tal Aura war vermutlich die einzige Romulanerin, die sich wirklich Mühe gegeben hat, friedliche Beziehungen zur Föration herzustellen und als Vertreterin der eher gemäßigten, kooperativen Romulaner galt (wenn es denn so etwas gibt...). Dass der Tod Tal Auras verhältnismässig kurz nach der kurzfristigen Absage des geplanten diplomatischen Treffens zwischen Föderation und Romulanern bekannt gegeben wird, erscheint allerdings keinem wie ein allzu großer Zufall - das Attentat hat den Informationen zufolge auch schon vor zwei Wochen stattgefunden.

Die Crew konzentriert sich erst einmal auf das, was sie tun kann - Daten entschlüsseln und Informationen abgleichen.
Ein kleines Rätsel können wir schnell lösen: Auf der Station war uns aufgefallen dass unterschiedliche romulanische Flaggen hingen: Ein sehr neues Symbol und eines das eher alt ist. Wir können herausfinden, dass die neuen Symbole von Prätorin Tal Aura vor einem Jahr eingeführt wurde in einem Versuch, die romulanischen Splitterfraktionen unter einem neuen Symbol zu einen! Mit dem Ergebnis, dass die Traditionalisten unter den Romulanern nun den alten Bird of Prey zu ihrem Wappenvogel erkoren haben. Dass in einigen Bereichen der Station noch das alte Symbol hing kann also zweierlei bedeuten: Entweder dass dort Traditionalisten stationiert waren oder aber dass die alten Flaggen schlicht und einfach noch nicht erneuert worden sind weil es nicht so wichtig erschien.

Nach und nach erhalten wir während die Entschlüsselung der Listen läuft ein erstes Bild davon, was an diesem inoffiziellen Internierungslager so Besonders war: Die Namen der Häftlinge gehören zu politisch hochrangigen Romulanern aus so gut wie allen politischen Lagern! Das ist ebenso brisant wie unerwartet. Wer auch immer dieses Lager betrieb hatte offensichtlich keine politischen Präferenzen.
Noch etwas ist ungewöhnlich: Ein Name auf der Liste ist nicht romulanisch und als Crewman Valeris ihn liest schreit sie psychisch so laut auf, dass es mir fast das die Beine wegzieht und ich beinahe ebenso wie sie zusammen sinke. Ich bin schnell bei ihr und erfahre den Grund für den Ausbruch: Der Name auf der Liste gehört zu ihrem seit vielen Jahren verschollenen Verlobten!
Da dies ein Thema ist, das nicht die ganze Crew mitbekommen muss nehme ich sie sofort beiseite, spreche kurz mit ihr und verordne ihr dann erst einmal einen kurzen Stress-Abbau-Kurs mit PO O'Connor, damit sie die ganze Wut und den Stress, der sie fühlbar beutelt, direkt abbauen kann. Counselor Campbell wirkt zwar etwas konsterniert, aber für langwierige Erklärungen haben wir gerade nicht genügend Zeit. Sie kann sich um Crewman Valeris kümmern wenn diese sich wieder halbwegs gefangen hat - was sie dann auch tut.

 

[ Persönliches Logfile: Stressabbau mittels einer Einheit schwerer Prügelei mit PO O'Connor. Brendan ist ein Goldstück! Er hat nicht einmal nachgefragt was da gerade los ist, er hat meiner Bitte einfach Folge geleistet und PO Valeris erlaubt, sich an ihm abzureagieren - mit nur wenig Gegenwehr. Dr. Sanders war wieder sauer danach, ist er irgendwie viel zu oft in Kombination mit Ideen von mir... Was soll's. Gewebeschäden lassen sich einfach irgendwie viel zu leicht reparieren, und Brendan sieht das genau wie ich. Ob das nun Glück ist oder einfach Abstumpfung... irgendwie auch egal... ]


Crewman Valeris bittet rühmlicherweise nach dem Zwischenfall explizit darum, weiter mit an den Daten arbeiten zu dürfen. Sie will nicht geschont werden und sie will an der Sache dran bleiben! Sie hat sich deutlich spürbar wieder im Griff, also spricht von meiner Seite aus nichts dagegen. Ich verspreche ihr, alles in meiner Macht stehende zu tun um ihr zu helfen, mehr über Verbleib und Schicksal ihres Verlobten herauszufinden - und kümmere mich direkt darum, ein paar Namen, Daten und Fakten aus der Gefangenenliste an ein paar Stellen weiterzuleiten, die mehr darüber wissen könnten.

PO Stuvek hält schließlich noch seinen angekündigten Vortrag in dem er einen groben Abriss der romulanischen Geschichte und der derzeitig bekannten politischen Parteien im zerfallenden Imperium gibt. Als da wären: Die Extremisten, die Loyalisten, die (recht kleine) Wiedervereinigungsbewegung. Dann noch die Revanchisten und Isolationisten, die beide deutlich gegen Tal Aura standen, und zuletzt natürlich noch die Remaner, die eine ganz eigene Interessensgruppe bilden.

Sternzeit 23860311.131 - Nachricht von Admiral Beckett und ein neuer Auftrag

Eine Mitteilung von Admiral Beckett erreicht das Schiff!
Der Admial befindet sich auf dem Weg zur Horizon Station und sendet der Crew der Columbia noch eine Nachricht. Er ist voll des Lobes für die Leistung der Crew bei der Befreiung von PO Telar (ganz inoffiziell natürlich, die Sache steht nach wie vor unter Verschluss) und erteilt neue Befehle - beziehungsweise bestätigt die Bestehenden:
Wir sollen in der Region bleiben, herausfinden wie wir den Romulanern helfen können beziehungsweise welche Fraktionen sich in der aktuellen Krisensituation helfen lassen möchten, dabei die Interessen der Föderation wahren und wenn möglich versuchen herauszufinden, wer Freund und wer Feind der Föderation ist. Wenn möglich sollen wir versuchen herauszufinden, welche Fraktionen welche Interessen verfolgen.
Er bestätigt nochmals, dass im romulanischen Reich derzeit ein Bürgerkrieg im Gange ist, die Vasallenvölker rebellieren, es Aufstände im Militär gibt und dass wir Hilfe leisten sollen wo diese benötigt wird. Unterstützend, nicht kämpfend versteht sich.
Ambassador Spock unterstützt diese Haltung der Föderation anscheinend.
Zum Zweck der Unterstützung der Romulaner hat die Sternenflotte eine Taskforce gebildet, die unter dem Kommando von Admiral Ross steht, und die Columbia ist Teil dieser Taskforce.

Unser erster Auftrag lautet:
Wir sollen fünf Industrie-Replikatoren an Bord nehmen und diese an eine Forschungsstation im Nebel 4437 im Romulanischen Reich liefern. Die Regionalgouverneure, in deren Gebiet wir für diese Hilfeleistung fliegen müssen, erteilen uns die Erlaubnis, ihre Grenzen zu überqueren und so macht sich die Columbia zügig auf den Weg. Natürlich geht es in Wahrheit primär um andere Dinge als diese Industriereplikatoren: Wir sollen bei den Regionalgouverneuren Schön Wetter für die Föderation machen in der Hoffnung, dass eine der Fraktionen bei der wir das tun später die Regierung im Reich übernehmen wird.
Ausserdem haben wir noch einen inoffiziellen Auftrag, der ebenfalls nicht in den normalen Logfiles landen wird: Augen aufhalten nach Informationen. Sprich: Spionage. Die Tatsache dass nicht die gesamte Crew in diesen zweiten Auftrag eingeweiht ist macht die Vorgehensweise nicht direkt unkompliziert.

[ Persönliches Logfile: Apropos Spionage. Inoffizielle Quellen bestätigen dass Tovan die Codes von Telar aktualisiert hat, so dass dieser im Romulanischen Reicht nicht als Flüchtiger gilt. Wir bekommen noch eine Nachricht von Tovans Schwester, die zu großer Vorsicht rät. Alle anderen angeschriebenen Kontakt antworten nicht. Dennoch weist derzeit alles darauf hin, dass Telar absolut aufrichtig und weiterhin voll vertrauenswürdig ist. Ich bin erleichtert. ]

Sternzeit 23860311.144 - Die Forschungsstation im Nebel 4437

Sobald wir die Forschungsstation erreichen, welche bereits auf die Industriereplikatoren wartet, teilen XO Reynolds und Lt. MacPherson ein Aussenteam aus 10 Mann ein. Ich mische mich diesmal überhaupt nicht in die Teamleitung oder -Zusammenstellung ein, melde mich aber freiwillig für eventuelle Datenbeschaffung auf der Station. So kann ich eines meiner alten Fachgebiete wieder mal erproben und hoffe dass ich noch nicht zu eingerostet bin.

Wir beamen also auf die Station hinüber, wo eine handvoll nervöser Forscher und eine noch kleinere Anzahl Militärs (mindestens ein Mitglied des TalShiar) sehnsüchtig und angespannt auf fünf Industriereplikatoren wartet, die ausreichen würden, eine komplett Großkolonie zu versorgen. Da wir gute Mine zu welchem Spiel auch immer machen sollen fragen wir nicht nach, wofür eine so verhältnismässig kleine Station so viele Industriereplikatoren benötigt. Wir würden ohnehin keine ehrliche Antwort bekommen. Fest steht dass die Stimmung mehr als nur etwas nervös ist, und die Romulaner uns am liebsten so schnell wie möglich wieder von ihrer Station haben möchten. Das wiederum ist nicht in unserem Interesse und so erklären wir, noch alle Energie-Zuleitungen durchmessen zu müssen bevor wir die Replikatoren installieren können - wir wollen ja nicht dass einer davon aus versehen die Station sprengt!
Unsere Messungen decken auf, dass das Energieniveau der Station schwach ist und fluktuiert, und natürlich bieten wir gerne an, ein paar Technische Reparaturen vorzunehmen bevor die Replikatoren auf volle Leistung gebracht werden können. Die einzige anwesende Technikerin ist ein auffällig nervöses junges Ding, die noch mehr zu verbergen scheint als die anderen Anwesenden.


[ Personal der "Forschungsstation ]

Während wir also Reparaturen vornehmen, gleichzeitig die Datenbanken anzapfen, technische Fachdiskussionen führen und versuchen so viele Informationen wie möglich zu sammeln können wir ein paar allgemeine Fakten rund um die Station erfahren:
Der Sova-Nebel, wie der Nebel 4437 offiziell genannt wird, emittiert hohe Mengen an Merion-Partikeln in regelmässig auftretenden Wellen. Die Forscher auf der Station untersuchen die Auswirkungen der Partikelstrahlung auf unterschiedliche Organismen. Konkret: die Strahlung kann biogene und teratogene Auswirkungen haben, sprich Mutationen u.ä. hervorrufen.
Eine der Militärangehörigen Romulanerinnern äußert (begeistert) die Vermutung dass die Forschungsergebnisse sehr vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung der Merion-Strahlung versprechen!

Um selbst nicht den schädigenden Effekten der Strahlung ausgesetzt zu sein erzeugt die Station mithilfe von Partikelemittern einen Terion-Strahl, der die Merion-Welle quasi um die Station herumfließen lässt.

Uns wird bald deutlich klar, dass die Romulaner auf der Station sich sehr uneinig sind bezüglich der Hilfe der Föderation: Die Militärs würden uns am liebsten direkt wieder von Bord haben wogegen die Forscher und besonders die Technikerin über unsere Hilfe sehr dankbar scheinen. Dabei zeigt sich immer: Wissenschaftler sind doch alle irgendwie ähnlich, ganz gleich welcher Rasse sie entstammen.
Noch während unseres Aufenthaltes auf der Station ergibt sich tatsächlich ein technisches Problem, welches die Hilfe der Columbia erfordert: Als die nächste Welle an Merion-Partikeln auf die Station zuläuft funktioniert der Emitter für den Terion-Strahl anscheinend aufgrund von Energie-Fluktuationen nicht richtig. Ich muss gestehen ich verstehe nicht ganz wo genau das Problem lag (zum Einen weil es nicht mein Fachgebiet ist, zum Anderen weil ich zu dem Zeitpunkt mit dem geheimen Anzapfen des Computers der Station beschäftigt war)... Aber soviel ich mitbekommen habe hielt die Columbia die Station kurzzeitig mittels Traktorstrahl auf Position während die Station die Gravitationsenergie abschaltete um die so frei werdende Energie in die Emitter umzulenken welche wiederum die gefährliche Partikelwelle ablenken konnte. Zähneknirschend zeigten sich sogar die Militärs für die Hilfe dankbar.
Allerdings zeigt sich danach, dass wir es mit der Gastfreundschaft der Romulaner nicht überstrapazieren sollten. Sie werden langsam misstrauisch weil besonders Crewman Valeris so neugierig alle nach ihren Namen fragt und sehen auch mir und Crewman Drake immer aufmerksamer auf die Finger. So packen wir also unsere Sachen zusammen, bekunden wie froh die Sternenflotte doch war, der Forschungsstation (von der wir inwzischen mit 90%iger Sicherheit sagen können dass es ein Horchposten ist auf dem geheime militärische Forschungsprojekte laufen) helfen zu können und verabschieden uns ausgesprochen höflich bevor wir mit unseren PADDs voller entwendeter Geheimdaten auf die Columbia zurückkehren.
Bevor wir die Daten nicht entschlüsselt haben können wir nichts genaues sagen, aber wir werten die Mission als Erfolg.

Fürs Protokoll: Folgende Namen konnte Crewman Valeris herausfinden:
Die paranoide Technikerin heißt Itenn
Ein alter Romulanischer Astrophysiker hört auf den Namen Dr. Vorak.
Eine weibliche Militärangehörige heißt Dr. Ke'Sol
Eine weitere kleine Romulanerin mit Ausweis heißt Dr. Mora
Ein etwas zerstreut wirkender schlanker romulanischer Exobiologe hört auf den Namen Dr. K'Tash
Und dann gab es noch einen dicken Arzt Namens Ren'Hi.

Spätere Analysen der Daten von der Forschungsstation ergeben eine Menge Forschungsdaten betreffend die Merion-Partikel sowie eine Liste mit Koordinaten, die uns derzeit noch nichts sagen.
Ausserdem finden wir den Nachweis der geheimen Übertragung eines Datenpakets von der Erde an die Forschungsstation(der Inhalt ist uns nicht bekannt) unmittelbar VOR dem Datum des Todes von Prätorin Tal Aura! Diese Information lässt alle deutlich aufhorchen und wird unter brisant eingestuft!


Sternzeit 23860311.183 - Der Senator und sein Gefolge

Gerade werden die Dinge auf dem Schiff wieder etwas ruhiger und geregelter als die Brücke roten Alarm gibt! In nicht allzu weiter Entfernung gibt es ein Raumgefecht: Ein klingonischer Bird of Prey greift einen romulanischen Warbird an! Die Brücke funkt beide Schiffe an und die Romulaner erbitten Hilfe - die wir prompt leisten. Die verwirrende Frage, was ein klingonischer Bird of Prey in dieser Gegend zu suchen hat klärt sich auch schnell auf: Das Schiff ist von Remanern besetzt, die vermutlich gehofft hatten, die geplante Zerstörung des Warbirds den Klingonen in die Schuhe zu schieben.
Die Rechnung wäre ohne die Einmischung der Columbia vermutlich auch aufgegangen, aber gegen zwei kampfstarke Schiffe hat der Bird of Prey keine Chancen und wird zerstört.
Der Warbird ist allerdings zu schwer beschädigt um weiterfliegen zu können und bittet uns, die an Bord befindlichen hochrangigen Persönlichkeiten an ihren Bestimmungsort zu bringen. Wir sind hier um zu helfen und die Föderation als sowohl die Guten als auch die Netten zu präsentieren also geben wir der Bitte natürlich statt!
Die Leibwachen dürfen ihre Waffen zwar symbolhaft behalten, aber sie werden deaktiviert und die Energiezellen entladen.
An Bord kommen also Senator Thin'Sat, ein Adjutant sowie zwei Leibwachen - und diesmal ist es Crewman Funk, der mich mit einem emotionalen Ausbruch (den er gekonnt hinter weithin hörbar knirschenden Zähnen verbirgt) fast von den Beinen holt. Es stellt sich heraus dass der Adjutant wohl während der Gefangenschaft und... dedizierten Befragung des Crewman durch romulanische Militärs während des Dominion-Krieges anwesend war!
Dummerweise ist jetzt ein ganz schlechter Zeitpunkt, den Adjutant dafür zur Rechenschaft zu ziehen, weil das mit unserem Auftrag von Admiral Beckett unvereinbar wäre. Der Crewman versteht das, bittet darum weiter auf der Brücke an der Taktik bleiben zu dürfen, was ich ihm gestatte. Die Situation macht mich nicht minder wütend als ihn.

Senator Thin'Sat war unterwegs von den Kernwelten zurück zu seinem Heimatplaneten und bittet uns, ihn dorthin zu bringen. Wir bringen ihn und seine Begleiter in der Messe unter, wo er durch Lt. Reynolds, Counselor Campbell und Lt. MacPherson betreut bzw. beschäftigt und mit Essen und Getränken versorgt wird. Möglichst höflich machen wir den Romulanern, die natürlich unser Schiff gerne so genau wie möglich besichtigen wollen klar, dass wir ein militärisches Schiff der Sternenflotte und kein Kreuzfahrtschiff sind und dass wir sie aus genau diesem Grund in der MessHall behalten werden. Die aktuell recht offen liegende Sicherheitsstation wird bestmöglich gesichert: Alle Konsolen werden gesperrt, die redundanten Systeme abgeschaltet um sie vor den neugierigen Blicken der Leibwächter des Romulaners zu sichern.

Der Senator und seine Leute verbitten sich überdies die Nähe von Telepathen und Empathen, eine Bitte der wir natürlich auch gerecht werden, so dass ich nur aus mehreren Metern Entfernung die Delegation prüfen kann. Bei den Leibwächtern und dem Adjutanten nichts überraschendes: Ablehnung, Ekel, Misstrauen. Der Senator selbst ist für mich nicht zu lesen, und DAS ist tatsächlich überraschend. Allerdings ist er vom Verhalten her sehr gemäßigt und für romulanische Verhältnisse freundlich.


[ Senator Thin'Sat samt Gefolge ]


Sternzeit 23860311.194 - Flüchtlinge der Vasallenvölker in Not

Etwas über eine Stunde nachdem wir den Senator an Bord genommen haben gibt es den nächsten Zwischenfall: Ein ziviler romulanischer Frachter wird von einem Militärschiff der Norexan-Klasse angegriffen und sendet einen Hilferuf aus! Wir kommen dem nach, können den Frachter erfolgreich verteidigen, welcher jedoch schwer beschädigt und nicht mehr manövrierfähig ist. Wir nehmen also die Mannschaft des Frachters ebenfalls an Bord. Es handelt sich um fünf Flüchtlinge, die Vasallenvölkern der Romulaner angehörten, welche ihre Chance auf Unabhängigkeit ergreifen wollten und sich im Zuge des Bürgerkriegs von den Kernwelten losgesagt haben.

Um politische Verwicklungen an Bord der Columbia zu vermeiden versuchen wir also, die Anwesenheit der Flüchtlinge vor dem Senator und seinem Gefolge geheim zu halten und die Flüchtlinge so bald wie möglich auf die Tereshkova zu bringen.
Um die Sache noch weiter zu komplizieren beschließt die Schiffsführung, dass es ebenfalls zu Verwicklungen führen könnte wenn die Anwesenheit von Sub-Lt. Tela, dessen Status ja weiterhin ungeklärt ist, sowohl dem Senator als auch den Flüchtlingen bekannt wird. Das beschränkt den Bewegungsradius des Sub-Lt. bedauerlicherweise auf den Maschinenraum. Die Flüchtlinge werden zunächst in der Wissenschaft und später in einem kleinen Aufenthaltsbereich vor dem Maschinenraum untergebracht und von den Wissenschaftlern sowie Counselor Campbell betreut.

Die Wissenschaftler und Mediziner arbeiten parallel an der Auswertung der "Forschungsdaten" von der Station an die wir die Replikatoren geliefert haben und finden darin zum Einen eine Liste von Koordinaten, darunter die der Erde und die von Romulus, und zum anderen die zerhackten Stücke einer Nachricht, die anscheinend von der Erde nach Romulus geschickt wurde. Die Inhalte der Nachricht sind nicht mehr zu entschlüsseln, aber das eindeutig brisante daran ist, dass sie zeitlich mit dem tödlichen Anschlag auf Prätorin Tal Aura korellieren!!

Die Sicherheit ist auf dem gesamten Schiff auf Station und im Einsatz und hat alle Hände voll damit zu tun, jede Abteilung zu sichern und alle Parteien jederzeit im Blick zu haben.


Sternzeit 23860311.200 - Giftanschlag auf Senator Thin'Sat!

Mit einem Mal kollabiert Senator Thin'Sat in der Messe und wird sofort per Nottransport auf die Krankenstation gebracht. Die sofortige Analyse mittels medizinischem Tricorder ergibt: Er wurde vergiftet!! Dr. Sanders kann dank besonders schnellen und effizientem Handelns das Leben des Senators gerade noch in letzter Sekunde retten. Sein Adjutant und seine Leibwächter sind selbstverständlich in allerhöchstem Alarm und weichen keine Sekunde von seiner Seite!
Sobald der Senator stabilisiert ist wird sofort die Ermittlung aufgenommen. Die Leibwächter werden in die Ermittlungen natürlich integriert denn ich bin mir zu 100% sicher dass keiner von der Crew für den Anschlag verantwortlich sein kann! Natürlich bedeutet das im Umkehrschluss dass entweder einer seiner eigenen Leute den Anschlag verübt haben muss oder er bereits vergiftet an Bord gekommen ist. So oder so ist es gut, die übrigen Mitglieder der Delegation ständig unter ganz direkter Beobachtung zu haben. Auch um ihre emotionalen Reaktionen während der Ermittlungen immer beobachten zu können.

Wissenschaft und Sicherheit arbeiten eng Hand in Hand bei den kriminalistischen Ermittlungen und schließlich kann die weibliche Leibwächterin der Tat überführt werden: Sie hat noch Reste des starken Kontaktgifts an ihrem Handschuh, mit dem der Senator vergiftet wurde - und zwar noch bevor er auf die Columbia kam! Sie wird schließlich zu einem Geständnis gedrängt - auch mittels meiner vom Senator jetzt erlaubten Möglichkeit, ihre Aussagen auf Wahrheit oder Lüge zu überprüfen - und sie gesteht tatsächlich! Nur um im selben Atemzug Asyl bei der Sternenflotte zu beantragen.
Der Senator, noch geschwächt aber doch schon wieder halbwegs auf den Beinen, ist entrüstet und fordert natürlich ihre Auslieferung um die Bestrafung der Attentäterin selbst vornehmen zu können!
Das wiederum erfüllt den Sachbestand, der uns endgültig verpflichtet dem Asylantrag nach den Regularien der Sternenflotte stattgeben zu müssen: Das Leben der Antragstellerin ist in unmittelbarer Gefahr wenn wir sie ausliefern! Wir müssen also dem Antrag stattgeben und die Sicherheit stellt die Attentäterin unter Sicherheitsverwahrung in der Brig, wo sie hernach mit Triumph im Blick sitzt während PO Stuvek gemeinsam mit dem verbliebenen Leibwächter Wache stehen, während der Senator seinen Unmut sehr ruhig aber deutlich formuliert.

[ Persönliches Logfile: Ich glaube ich habe Kenneth selten so müde gefühlt wie in diesem Moment. Die politischen Verwicklungen dieses Antrags sind im Grunde nicht zu unseren Gunsten lösbar... Kenneth konnte nicht anders als dem Antrag stattzugeben, aber ich weiß wie sehr er sich eine Lösung dieser Situation wünscht die unser Verhältnis zum Senator wieder ins Lot bringt. Bis zu dem Zeitpunkt als die Attentäterin den Antrag gestellt hat sah alles so gut aus verammt nochmal!! Wir waren freundlich und zuvorkommend zu dem Senator und seinen Leuten trotz aller Provokation. Wir haben ihm das Leben gerettet. Wir haben unter bestmöglicher Räumlichkeitsakrobatik ihn und die Flüchtlinge mehrere Stunden umeinander herumjongliert ohne dass Einer vom Anderen weiß - und jetzt das! Es muss doch eine Möglichkeit geben dass all das nicht völlig umsonst gewesen ist... ]

Sternzeit 23860311.212 - Angriff auf die Tereshkova, Tod der Attentäterin

Wir fliegen nun mit Höchstgeschwindigkeit dem Rendevouzpunkt mit der Tereshkova entgegen und können gar nicht schnell genug dort ankommen um unsere Gäste von Bord bringen zu können.
Ich führe einige Gespräche mit dem Senator und seinem verbliebenen Leibwächter und versuche die Wogen noch etwas zu glätten. Aber es ist nicht einfach. Seine Wut auf die Attentäterin ist sehr groß. Sein Adjutant verbringt inzwischen mehr und mehr Zeit auf der Brücke, was wiederum für Crewman Funk enorme Anstrengung in Sachen Willenskraft bedeutet - aber er hält sich vorbildlich!

Als wir uns dem Rendevouzpunkt mit der Tereshkova schließlich nähern erreicht uns ein Notruf und unsere Sensoren erfassen ein Feuergefecht: Die Tereshkova wird angegriffen! Und zwar von zwei Warbirds der X5-Klasse. Noch hält sich die Tereshkova, aber sie ist bereits schwer beschädigt.
Senator Thin'Sat kommt sofort auf die Brücke und ruft die Warbirds über einen offenen Komm-Kanal, gibt sich zu erkennen und fordert die romulanischen Schiffe auf, das Feuer sofort einzustellen! Mit dem Ergebnis dass einer der Warbirds auf die Columbia einschwenkt und das Feuer eröffnet. Zu welcher Fraktion auch immer der Gegner gehört - offenbar ist es eine andere als diejenige zu der der Senator gehört.
Captain Gallagher versucht mit der Tereshkova einen Zangenangriff auf die Warbirds abzusprechen, aber diese ist bereits zu schwer beschädigt um im Gefecht von taktischem Nutzen zu sein. So findet sich die Columbia auch schnell in schwerer Bedrängnis und unsere Schilde stehen unter hartem Feuer!

Ich besetze wie im Protokoll vorgesehen selbst die Sicherheitszentrale und übernehme somit auch die Überwachung der Brig und entsende PO Stuvek auf die Brücke, wo sein Platz bei Rotalarm ist.

Dann überschlagen sich die Ereignisse:
Ein schwerer Torpedoeinschlag erschüttert die Columbia, die Schilde fallen kurzzeitig auf zwei Prozent, die Energie im ganzen Schiff fluktuiert, mehrere Panels sprühen Funken und das Kraftfeld der Brig fällt für einige Sekunden aus. Der Leibwächter des Senators, der noch immer neben der Brig stand, reagiert sofort: Er reißt seinen Disruptor hoch und gibt einen einzelnen, tödlichen Schuss auf die Attentäterin ab. Sie bricht zusammen, ich betäube den Leibwächter nur eine Sekunde später mit einem Phaserschuss. Die Energie flackert, eine alternative Schaltung für die Kraftfeldversorgung greift, das Kraftfeld fährt wieder hoch. Aber es ist zu spät: Die Romulanerin ist tot.

Auf der Brücke überschlagen sich die Ereignisse ebenfalls:
Ein weißer Warbird enttarnt sich in der Nähe und eröffnet sofort das Feuer auf die beiden Warbirds, die nun im Kreuzfeuer von Columbia und dem neuen Schiff binnen kurzer Zeit zerstört werden. Direkt nach der Zerstörung der gegnerischen Schiffe dreht das weiße Schiff wieder ab und verschwindet. Es war lange genug sichtbar um vom Senator und unseren Sensoren als Schiff der Prätorianergarde identifiziert zu werden... Der weißen Garde der Prätoren von Romulus. Obwohl wir über die unverhoffte Hilfe extrem dankbar sind wirft dies natürlich neue Fragen auf: Was macht ein solches Schiff so weit weg von Romulus? Und zum exakt richtigen Moment? Es braucht ein gerüttelt Maß an Selbstbeherrschung um nicht direkt in neue Verschwörungstheorien zu verfallen - die Romulaner haben diesen Effekt auf einen.

Wir müssen den Senator und die Flüchtlinge also noch einige Zeit länger an Bord behalten. Die Attentäterin wird in Stasis gelegt, der zweite Leibwächter kommt in die Brig, betont jedoch ausdrücklich keinen Antrag auf Asyl stellen zu wollen sondern auf die romulanische Gerichtsbarkeit zu bestehen. Der Senator wirkt nun wieder ausgesprochen zufrieden und betont dass das politische Verhältnis zur Föderation ungetrübt bleibt.

Schließlich können wir die Gäste sicher von Bord bringen und sind wieder unter uns. Gemeinsam mit der Tereshkova schleppen wir uns zur Starbase Omega zurück, wo diese Mission offiziell ihr Ende findet.

Ende des Berichts
gez. Lt. Lucille Javert, Chief of Security, USS Columbia

[ Persönliches Logfile: Nachtrag... der Tod der Attentäterin bedeutet eine deutliche Erleichterung des politischen Verhältnisses zu einem potentiell wichtigen Verbündeten. Der Captain wirkt erleichtert. Ich empfinde es als... persönliches Versagen. Ja so kann man es am besten formulieren. Ich muss Dampf ablassen und Brendan steht wie immer treu zur Verfügung. Dr. Sanders ist mit dem Ergebnis meiner Frust-Abbau-Methode wirklich deutlich unzufrieden und ich bekomme den größten Anschiss seit dem von Kenneth nachdem ich sein Schiff mitgenommen habe. Der Doktor nimmt die Gelegenheit zum Anlass, gemeinsam mit der Counselor dem Captain alle brisanten Details meines Gesundheitszustandes zu erleutern: Degenerative Erkrankung des Nervensystems, ausgelöst durch eine genetische Veranlagung gepaart mit zu vielen zu schweren Verletzungen in zu kurzer Zeit. Jede weitere Verletzung wird die Erkrankung beschleunigen. Ich bin zwar offiziell sowas ähnliches wie voll Dienstfähig aber nur solange ich mich aus Gefechten heraushalte. Keiner der Anwesenden fand es witzig dass ich an der Stelle lachen musste. Die haben alle keinen Galgenhumor irgendwie... Ich habe versprochen mich zu bemühen mein Bestes zu tun. Mehr können sie nicht erwarten.

Noch ein Nachtrag:
Die Analyse der Gefangenenlisten in Zusammenhang mit dem Verbleib von Damien Belmont, gepaart mit ein paar Nachfragen bei meinen Kontakten beim Geheimdienst bringt immerhin kleine Ergebnisse.
Wir bekommen die Namen Nuhir Suran und Selok und Lovok Eikohh. Der erste ist ein rangniedriger Offizier des romulanischen Militärs, die anderen beiden können in Verbindung mit Spocks Wiedervereinigungs-Bewegung gebracht werden. Immerhin ein kleiner Strohhalm nach dem wir greifen können.
Wir geben diese Suche nicht auf. ]