Schiffe mit dem Namen Columbia


Das erste Schiff das diesen Namen trug war die Columbia Rediviva, eine 94 Tonnen Sloop, die später einfach als die Columbia bezeichnet wurde. 1787 in Plymouth, Massachusetts gebaut, wurde sie nach Christoph Columbus benannt (Columbia rediviva bedeutet wörtlich übersetzt Columbus revived). Die Columbia wurde im Auftrag Bostoner Geschäftsleute unter dem Kommando von Captain John Kendrick entsandt um an der Amerikanischen Nordwestküste Handel mit Fellen zu treiben. 1789 übernahm Captain Robert Gray das Kommando und umrundete mit der Columbia den Erdball – als erstes Amerikanisches Schiff überhaupt. 1790 kehrte sie nach Bosten zurück um 1791 wieder zur Nordwestküste aufzubrechen. Am 11.05.1792 entdeckte Robert Gray den Fluss Columbia, den er nach seinem Schiff benannte und für die Vereinigten Staaten von Amerika in Besitz nahm. 1793 kehrte er mit der Columbia nach Bosten zurück. Das weitere Schicksal des Schiffes ist nicht näher bekannt.


Die zweite Columbia war das Amerikanische Piratenschiff Curlew, das im Jahr 1813 vom britischen Kriegschiff HMS Acasta vor Sable Island gekapert und später in HMS Columbia umbenannt wurde. Sie war eine Sloop-of-War mit 18 Kanonen. Unter dem Kommando von Lieutenant H. D. Chads wurde die Columbia ab 1814 bei den Ostindischen Inseln eingesetzt. 1816 wurde sie außer Dienst gestellt und im Jahr 1820 verkauft. Ihr weiteres Schicksal ist unklar.

Eine Segelfregatte der United States Navy mit 44 Kanonen die USS Columbia heißen sollte, wurde im Washington Navy Yard gebaut, aber im Jahr 1814 vor ihrer Fertigstellung verbrannt um zu verhindern dass der Rumpf den Engländern in die Hände fiel.

Das dritte Schiff das den Namen Columbia trug war die 50 Kanonen Segelfregatte USS Columbia der United States Navy, die im Washington Navel Yard gebaut und am 09.05.1836 in Dienst gestellt wurde. Unter dem Kommando von Lieutenant George A. Magruder umrundete sie das Kap der guten Hoffnung und wurde in den Ostindischen Inseln von Commodore Georg C. Read als Flaggschiff eingesetzt. Sie kehrte über das Kap Horn in die Vereinigten Staaten zurück und wurde damit das erste Schiff der Amerikanischen Navy das den Erdball umrundete. Von 1842 bis 1847 wurde die Columbia vor der Küste Brasiliens und im Mittelmeer, teilweise in der Rolle eines Flaggschiffs, eingesetzt. 1847 wurde sie in Norfolk stationiert und diente von 1853 bis 1855 als Flaggschiff der Home Squadron. Als das Norfolk Navy Yard am 21.04. 1861 während des Bürgerkriegs von den Konföderierten eingenommen wurde, verbrannten die Unionstruppen das Schiff um zu verhindern das es dem Feind in die Hände fallen konnte.


Die vierte Columbia war ein Schraubendampfer der Konföderierten Navy, der am 03.08.1862 während einer Blockade vor der Küste Floridas gekapert wurde. Das Schiff wurde im New York Navy Yard umgerüstet und im Dezember 1862 als USS Columbia unter dem Kommando von Lieutenant J. P. Couthouy unter der Flagge der Union in Dienst gestellt. Die Columbia wurde zur North Atlantic Blockading Squadron abkommandiert und lief am 14.01.1863 vor Wilmington, North Carolina auf Grund und sank. Die Besatzung geriet in die Gefangenschaft der Konföderierten.

Die fünfte Columbia war ein Ironclad der Konföderierten Navy, das in Charleston, South Carolina gebaut und Ende des Jahres 1864 als CSS Columbia in Dienst gestellt wurde. Als die Unionstruppen Charleston zu Beginn des Jahres 1865 angriffen, wurde die Columbia zur Verteidigung der Stadt eingesetzt. Am 12.01.1865 lief sie in der Nähe von Fort Moultrie auf das Wrack eines gesunkenen Schiffes auf und wurde schwer beschädigt. Sie fiel bei der Einnahme von Charleston der Union in die Hände. Am 26.04.1865 wurde sie geborgen und von der USS Vanderbilt nach Hampton Roads, Virginia geschleppt, wo sie am 25.05.1865 eintraf und zur Durchführung der notwendigen Reparaturen ins Trockendock gelegt wurde. Diese wurden allerdings nie beendet und das Schiff wurde stillgelegt bis die Hülle am 10.10.1867 zur Verschrottung verkauft wurde.


Die sechste Columbia war der Kreuzer USS Columbia (C-12) der United States Navy, der von William Cramp & Sons Ship & Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania gebaut und am 23.04.1894 unter dem Kommando von Captain G. W. Sumner in Dienst gestellt wurde. Die Columbia war das erste Schiff seiner Klasse, das zweite Schiff der „Columbia-Klasse“ war der Kreuzer USS Minneapolis (C-13). Die Columbia wurde zur North Atlantic Squadron abkommandiert und kreuzte vom 30.07.1894 bis zum 05.01.1895 in der Karibik. Im Sommer 1895 besuchte sie Europa und repräsentierte die Vereinigten Staaten bei der feierlichen Eröffnung des deutschen Nord-Ostsee Kanals im Juni. Bis zum 13.05.1897 operierte sie im Westlichen Atlantik, dann wurde die Columbia im Philadelphia Navy Yard eingemottet und der Reserve überstellt. Am 15.03.1898 wurde sie für den Spanisch-Amerikanischen Krieg wieder in Dienst gestellt und zur Patrouille der Amerikanischen Westküste sowie zur Konvoieskorte eingesetzt und half bei der Einnahme Puerto Ricos im August 1898. Am 31.03.1899 überstellte man sie wieder der Reserve. Am 31.08.1902 wurde die Columbia wieder in Dienst gestellt und in der North Atlantic Training Squadron als Schulschiff eingesetzt, bis sie am 03.05.1907 wieder außer Dienst gestellt und erneut eingemottet wurde. Am 22.06.1915 wurde sie als Flaggschiff der U-Boot Flotte wieder in Dienst gestellt und zur Inspektion der U-Boot Basen der Navy eingesetzt. Am 19.04.1917 wurde sie als Flaggschiff der Squadron 5 der Patrol Force abkommandiert und im Juli 1917 zur Cruiser Force überstellt um als Konvoieskorte eingesetzt zu werden. Über das Jahr 1918 hinweg eskortierte sie fünf Konvois die Teile der Amerikanischen Expeditionsstreitkräfte nach Frankreich transportierten erfolgreich über den Atlantik. Am 07.01.1919 wurde die Columbia das Flaggschiff der Squadron 2, Destroyer Force, und operierte entlang der Westküste und der Karibischen Inseln. Am 17.07.1920 reklassifizierte man sie als CA-16 und stellte sie am 29.06.1921 endgültig außer Dienst, um ein letztes Mal im Philadelphia Navy Yard eingemottet zu werden. Am 17.11.1921 wurde sie in USS Old Columbia unbenannt und am 26.01.1922 zur Verschrottung verkauft.


Die siebte Schiff das den Namen Columbia trug war ein Truppentransporter der United States Navy namens USS Great Northern, der im Jahr 1921 in USS Columbia (AG-9) unbenannt und im Jahr 1922 außer Dienst gestellt wurde.

Die achte Columbia hieß ursprünglich USS Haraden (DD-183) und war ein Zerstörer der Wickes-Klasse der United States Navy, der von der Newport News Shipbuilding and Dry Dock Company in Newport News, Virginia gebaut und am 04.07.1918 unter dem Kommando von Lieutenant Commander R. H. Booth in Dienst gestellt wurde. Am 08.01.1941 wurde die USS Haraden als einer von fünfzig Zerstörern der United States Navy im Austausch gegen dringend benötigte Stützpunkte an das United Kingdom übergeben. Sie wurde an die Canadian Royal Navy transferiert, wo sie in HMCS Columbia (I-49) umbenannt, überholt und für den Konvoidienst im Atlantik abkommandiert wurde. Ihr erster großer Einsatz begann am 15.10.1941, als sie dabei half Konvoi SC-8 gegen massive Angriffe deutscher U-Boote zu verteidigen. Trotz ihres heldenhaften Einsatzes konnten die Deutschen neun Handelschiffe versenken bevor der Konvoi England erreichte. Nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten eskortierte sie Konvois von New York City nach St. Johns auf Neunfundland, der ersten Etappe der Reise über den Atlantik. Am 25.02.1944 fuhr sie in schwerer See vor der Küste Neufundlands auf ein Riff und erlitt dabei schwere Schäden. Die Columbia wurde niemals vollständig repariert und diente als Treibstoff und Munitionslager im Hafen von Nova Scotia, bis sie im August 1945 verschrottet wurde.


Die neunte Columbia war ein Leichter Kreuzer der Cleveland-Klasse der United States Navy, der von der New York Shipbuilding Corporation in Camden, New York gebaut und am 29.07.1942 als USS Columbia (CL-56) unter dem Kommando von Captain W. A. Heard in Dienst gestellt wurde. Die Columbia brach unverzüglich in den Pazifik auf und erreichte am 10.12.1942 die Hebriden, von wo aus sie die Gefechte um die Pazifikinsel Guadalcanal unterstützte. Am 29.01.1943 geriet ihre Kampfgruppe während sie Nachschubtransporter nach Guadalcanal eskortierte vor Rennell Island unter schweren Beschuss durch Japanische Flugzeuge, die nur durch die Unterstützung Amerikanischer Abfangjäger zurückgeschlagen werden konnten. Die Columbia erzielte während der Schlacht drei Abschüsse. Am 01.02.1943 wurde sie in Efate stationiert und patrouillierte von dort aus die Salomonen. Am 11. und 12.07.1943 bombardierte sie die Insel Munda und setzte dann ihre Patrouillenmission fort, bevor sie am 05.09.1943 nach Sydney aufbrach um dort Wartungsarbeiten durchführen zu lassen. Am 24.09.1943 schloss sie sich wieder ihrer Division an. Als am 01.10.1943 der Angriff auf die Insel Bougainville begann, unterstützte die Columbia die landenden Marinesoldaten mit ihren Geschützen. In der Nacht des 02.10.1943 gelang es ihrer Division eine Japanische Kampfgruppe abzufangen die versuchte die vor Bougainville liegenden Transporter anzugreifen. In dem als Schlacht in der Empress Augusta Bay bekannten Seegefecht versenkten die USS Columbia und die anderen Schiffe ihrer Division nach hartem Kampf einen feindlichen Kreuzer und einen Zerstörer und schlugen die restlichen japanischen Schiffe in die Flucht. Danach setzte sie ihre Unterstützung der Landeoperation bis zum Dezember 1943 fort. Nach Manövern im Januar 1944 unterstützte die USS Columbia den Vorstoß auf Nissan vom 13. bis 18.02.1944 und den Angriff auf Emirau Island vom 17. bis 23.03.1944. Am 04.04.1944 brach sie nach San Francisco auf um dort Wartungsarbeiten durchführen zu lassen. Sie kehrte am 24.08.1944 zu den Salomonen zurück. Nach der Unterstützung des Angriffs auf die Insel Peleliu brach sie am 06.10.1944 zum Leyte Golf auf um als Geleitschutz für die Streitkräfte zu fungieren welche die Inseln am Eingang des Golfs einnehmen sollten. Diese Inseln wurden mit Unterstützung der Columbia am 17.10.1944 eingenommen, der Hauptangriff erfolgte drei Tage später. Während die Landungsoperation andauerte versuchte die Japanische Flotte die Amerikanischen Einheiten aus dem Leyte Golf zu vertreiben. In der Nacht des 24.10.1944 kam es zur Entscheidenden Schlacht. Dabei gelang es den Amerikanischen Schlachtschiffe und Kreuzern, darunter die Columbia, mit einem klassischen Manöver das T der Japanischen Formation zu kreuzen und dabei das Schlachtschiff Yamashiro zu versenken sowie den Rest der japanischen Flotte so schwer zu beschädigen das sie zum Rückzug gezwungen wurde. Die Position des Amerikanischen Kampfverbands war dabei so günstig, das bis auf einen Zerstörer kein Schiff einen feindlichen Treffer erhielt. Gegen Morgengrauen verfolgte die Columbia den Zerstörer Asagumo und versenkte ihn. Nachdem sie im November in Manus Nachschub aufgenommen hatte, kehrte sie in den Leyte Golf zurück und schützte dort Nachschubkonvois vor feindlichen Luftangriffen. Am 14.12.1944 verloren vier Seeleute der Columbia durch eine Geschützfehlfunktion bei der Abwehr eines Luftangriffs ihr Leben, während der Kreuzer die Invasion der Insel Mindoro unterstützte. Am 01.01.1945 brach die Columbia zur Unterstützung der Landeoperationen im Golf von Lingayen auf und begann 06.01.1945 mit der Bombardierung der Landezone. Noch am selben Tag wurde sie von Japanischen Kamikazefliegern angegriffen und dabei schwer getroffen. Das Flugzeug durchschlug zwei Decks, die darauf folgende Explosion tötete 13 Seeleute, verwundete 44 und machte die Heckgeschütztürme unbrauchbar. An Bord brach Feuer aus. Dennoch gelang es den Schadenskontrollteams durch Flutung zweier Magazine weitere Explosionen zu verhindern und die Columbia kampfbereit zu halten damit sie den Beschuss der Landezone mit den verbleibenden Geschütztürmen fortsetzten konnte. Am Morgen des 09.01.1944, die Invasion hatte gerade begonnen, wurde sie erneut von Kamikazeflugzeugen angegriffen. Da sie zu diesem Zeitpunkt von Landungsbooten umgeben war, konnte sie nur schwer manövrieren und hatte so keine Chance den Angriffen auszuweichen. Sie erhielt einen Volltreffer, der 24 Todesopfer forderte und weitere 97 Seeleute verwundete. Obwohl die Besatzung der Columbia damit drastisch reduziert war, gelang es ihr unter heldenhaftem Einsatz das Feuer zu löschen, die Gefechtsschäden notdürftig zu reparieren und den Beschuss der Landezone fortzusetzen. Trotz dem sie schwer angeschlagen war, eskortierte sie nach Einbruch der Dunkelheit einen Verband entladener Transportschiffe aus dem Kampfgebiet. Die Besatzung die Columbia wurde für ihre Leistungen während dieser Operation mit der Navy Unit Commendation ausgezeichnet. Nach dem Notreparaturen durchgeführt worden waren kehrte sie an die Westküste zurück, wo sie vollständig instand gesetzt wurde, um sich am 16.06.1945 wieder im Leyte Golf zurück zu melden. Drei Tage später brach sie nach Balikpapan auf, um die Minenräumoperation zu schützen die der Invasion der Insel am 01.07.1945 vorausging, während der sie schließlich die landenden Australischen Truppen mit ihren Geschützen unterstützte. Im Anschluss an die Operation wurde sie ins Südchinesische Meer abkommandiert, um dort gegen Japanischen Schiffsverkehr vorzugehen. Gegen Ende des Krieges wurde sie hauptsächlich zum Transport von Personal der United States Army eingesetzt und machte sich schließlich am 31.10.1945 auf den Heimweg. Am 05.12.1945 erreichte sie das Philadelphia Navy Yard, wo sie überholt und bis zum 01.07.1946 als Schulschiff eingesetzt wurde. Am 30.11.1946 wurde die Columbia außer Dienst gestellt und bis zum 18.02.1959 eingemottet, wo sie schließlich zur Verschrottung verkauft wurde.


Die zehnte Columbia war ein Eskorten Zerstörer der Restigouche-Klasse der Canadian Royal Navy. Die HMCS Columbia (DDE-260) wurde im Jahr 1959 gebaut aber niemals vollständig fertig gestellt. Sie verließ nie den Hafen und wurde bis zum Jahr 1974 als Schulschiff eingesetzt, als sie schließlich ausgeschlachtet und verschrottet wurde.


Die elfte Columbia war das erste Space Shuttle der Orbitalflotte der NASA. Benannt wurde sie nach Robert Gray’s Columbia Rediviva und trug die NASA Orbiter Vehicle Designation OV-102. Der Bau des Shuttles wurde im Jahr 1975 in Palmdale, California begonnen, es wurde im Frühjahr 1979 fertig gestellt und traf am 25.03.1979 am John F. Kennedy Space Center ein, wo es für den ersten Start vorbereitet wurde. Dieser erfolgte am 12.04.1981 unter dem Kommando von John Young, einem Veteranen der früheren Apollo Missionen. Die Columbia kehrte am 14.04.1981 erfolgreich auf die Erdoberfläche zurück, nach dem sie die Erde 36 Mal umrundet hatte. Von November 1981 bis zum März 2001 flog sie weitere 26 erfolgreiche Einsätze, während denen sie acht Satteliten in die Umlaufbahn brachte, die Erde 4809 Mal umrundete und dabei insgesamt 201497772 Kilometer zurück legte. Insgesamt verbrachte sie 300,47 Tage im Weltraum. Am 16.01.2003 startete die Columbia zum achtundzwanzigsten Mal unter dem Kommando von Rick Husband vom Kennedy Space Center aus in den Erdorbit. Nach einer 16 Tage andauernden Wissenschaftlichen Mission führte die Columbia am 01.02.2003 den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre durch um zum Kennedy Space Center zurückzukehren. 63 Meilen über Texas, nur Minuten vor der Landung, brach die Columbia auseinander und verglühte. Alle sieben Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod. Die Spezialisten der NASA fanden später heraus das die Ursache des Unglücks ein winziges Loch in einer der Tragflächen der Columbia gewesen war, durch das superheiße Gase ins innere des Flügels gelangten und dessen Struktur zerstörten, was zum Auseinanderbrechen des Rumpfes führte.


Die zwölfte Columbia war ein Jagd U-Boot der Los Angeles-Klasse der United States Navy, das von der Electric Boat Division of General Dynamics Corporation in Groton, Connecticut gebaut und am 09.10.1995 als USS Columbia (SSN-771) unter dem Kommando von Commander Dale Govan in Dienst gestellt wurde. Die USS Columbia wurde zur Pazifikflotte abkommandiert und in Pearl Harbor stationiert. Trotz mehrfacher Modernisierung und Umrüstung wurde das U-Boot schließlich am 14.09.2032 außer Dienst gestellt und in Norfolk eingemottet. Als im Mitte 2053 der dritte Weltkrieg begann, wurde die Columbia im Eilverfahren seetüchtig gemacht und am 05.06.2053 unter dem Kommando von Lieutenant Commander James L. Trent wieder in Dienst gestellt. Sie erhielt den Auftrag vor Japan kreuzende Raketen U-Boote der Asiatischen Allianz aufzuspüren und zu versenken. Am 12.06.2053 torpedierte sie erfolgreich zwei feindliche U-Boote, während diese auftauchten um ihre Nuklear bestückten Intercontinentalraketen abzufeuern. Am nächsten Tag brach der Kontakt zur Columbia ab, ihr Schicksal ist bis heute nicht geklärt. Man nimmt jedoch an das sie von feindlichen Schiffen geortet und versenkt wurde.


Die dreizehnte Columbia war das Schwesterschiff des ersten Warp 5 Schiffs der Sternenflotte, der Enterprise (NX-01), und wurde zu Ehren des Space Shuttles Columbia benannt. Sie wurde als NX-02 von den San Francisco Fleet Yards im Erdorbit gebaut und am 17.11.2154 unter dem Kommando von Captain Erika Hernandez in Dienst gestellt. Aufgrund technischer Schwierigkeiten mit dem Warptriebwerk ist die Columbia jedoch gezwungen vorerst im Raumdock zu verbleiben. Mit der Hilfe des zeitweilig auf die Columbia versetzten Chefingenieurs der Enterprise, Commander Charles Tucker, gelang es der Besatzung schließlich das Schiff doch noch einsatzbereit zu machen. Nachdem die Enterprise nach einer Sabotage durch ein klingonisches Enterkommando nicht mehr in der Lage war ihr Warptriebwerk abzuschalten, und klar wurde das nur Commander Tucker das Problem beheben konnte, führt die Columbia ein riskantes Rendezvousmanöver mit der Enterprise durch, indem sie die Warpfelder so überlappte, das beide Schiffe innerhalb eines Warpfelds flogen. Dann konnte Commander Tucker relativ gefahrlos auf die Enterprise „umsteigen“ und das Problem beheben. Im Anschluss daran unterstützte die Columbia die Enterprise beim Vorstoß auf die klingonische Qu’Vat-Kolonie. Bei dem folgenden Gefecht mit einem Schlachtkreuzer der D5-Klasse und zwei Bird of Preys wurde die Columbia kampfunfähig geschossen und musste anschließend für vier Monate zurück ins Raumdock. Danach brach die Columbia zu einer fünfjährigen Forschungsmission in den Tiefraum auf, während der sie hunderte Sternensysteme erkundete und kartographierte. 2160 kehrte sie zur Erde zurück. Im Jahr 2161 nahm die Columbia an den Feierlichkeiten zur Gründung der Vereinten Föderation der Planeten teil, und transportierte im Vorfeld einen Teil der Delegierten zur Erde. Noch im selben Jahr wurde sie aufgrund der raschen Fortschritte in der Warpantriebstechnologie als veraltet eingestuft, außer Dienst gestellt und im Erdorbit stillgelegt. Heute wird die Columbia als Museumsschiff im Raumfahrtmuseum der Utopia Planetia Kolonie, Mars ausgestellt.


Die vierzehnte Columbia war ein ziviles Fracht und Passagierraumschiff, das von den Copernicus Fleet Yards auf Luna gebaut und am 06.09.2208 als S.S. Columbia in Dienst gestellt wurde. Während Ihrer Dienstzeit führte sie etliche Versorgungsflüge zu abgelegenen Föderationskolonien durch, bis sie im Jahr 2236 aus ungeklärten Umständen auf dem Planeten Talos IV abstürzte. Einzige Überlebende des Unglücks war das Besatzungsmitglied Vina, die von den Talosianern fortan als Sklavin festgehalten wurde. Als die USS Enterprise (NCC-1701) unter dem Kommando von Captain Christopher Pike den Planeten 2254 anflog, versuchten die Talosianer weitere Menschen in ihre Gewalt zu bekommen um weitere Sklaven zu züchten. Der Besatzung der Enterprise gelang es den Plan zu vereiteln, und Talos IV wurde zur Sperrzone erklärt.


Die fünfzehnte Columbia war ein Scoutschiff der Hermes-Klasse, das von den von den San Francisco Fleet Yards im Erdorbit gebaut Utopia Planetia Fleet Yards im Marsorbit gebaut und am 22.08.2213 als USS Columbia (NCC-621) unter dem Kommando von Commander Vladimir Reschkov in Dienst gestellt wurde. Die Columbia wurde aufgrund Ihrer hoch entwickelten Sensoren hauptsächlich für die Erkundung unbekannter Sternensysteme und für Aufklärungsmissionen verwendet. Dabei wurde es niemals notwendig das die Columbia ihre Waffensysteme einsetzten musste. Sie wurde über ihre Dienstzeit hinweg mehrmals modernisiert und umgerüstet, aber im Jahr 2278 mit der größeren Verbreitung der weitaus leistungsfähigeren Forschungsschiffe der Oberth-Klasse endgültig als veraltet eingestuft und am 14.12.2278 außer Dienst gestellt. Zunächst würde sie im Marsorbit eingemottet, allerdings zwanzig Jahre später reaktiviert um als Trainingsziel für Photonentorpedos verwendet zu werden. Der Rumpf der Columbia wurde am 21.05.2298 während eines Übungsschießens in der Nähe des Mars durch multiple Torpedotreffer zerstört.


Die sechzehnte Columbia war eine Fregatte der New Orleans-Klasse, die von den von den Utopia Planetia Fleet Yards im Marsorbit gebaut und am 22.08.2343 als USS Columbia (NCC-60121) unter dem Kommando von Commander Sarah Mitchell in Dienst gestellt wurde. Die Columbia wurde nach dreijährigem Einsatz als Eskortschiff für Missionen des Diplomatischen Corps der Föderation zum Patrouillendienst an der Romulanischen Neutralen Zone abkommandiert. Am 26.09. 2349 wurde sie der sechsten Flotte zugeteilt und führte in den kommenden Jahren mehrere Eskortmissionen durch unsichere Gebiete durch. Am 05.11.23.2360 wurde sie zu den Utopia Planetia Fleet Yards zurück beordert um sich der planmäßigen Modernisierung der New-Orleans-Klasse zu unterziehen. Commander Mitchell wurde zum Captain befördert und erhielt das Kommando über Sternenbasis 134. Nach Beendigung der Arbeiten wurde die Columbia am 11.04.2361 der taktischen Reserve der Föderationskernwelten zugeteilt, neuer Kommandant wurde Commander Ricardo Klement. Die nächsten Jahre verbrachte sie im Zuge dieser Einsatzparameter mit Patrouillendienst, bis die Borg Ende Dezember 2366 ihren ersten Angriff auf die Erde starteten. Die Columbia wurde beauftragt sich Admiral J. P. Hansons Kampfverband anzuschließen, der bei Wolf 359 zusammengezogen wurde um das Borgschiff vor Erreichen des Sektors 001 zu stoppen. Während der Schlacht am 01.01.2367 erlitt sie bei ihrem ersten Anflug auf das Borgschiff einen Volltreffer, der die Untertassensektion durchschlug, die Brücke ausschaltete und die Kommandocrew tötete. Die Schiffskontrolle konnte erfolgreich in den Maschinenraum transferiert und einige wirkungslose Phaser- und Torpedobreitseiten abgefeuert werden, aber der Columbia wurden schließlich beim zweiten Anflug auf das Borgschiff die Steuerbordwarpgondel und beide Impulstriebwerke weggeschossen. Sie trieb noch vier Minuten Manövrierunfähig im All, bevor ihr Warpkern kollabierte und sie von der resultierenden Explosion zerstört wurde. Von den ursprünglich 290 Besatzungsmitgliedern überlebten 27, denen es gelang rechtzeitig eine der Rettungskapsel zu erreichen. In der Schlacht bei Wolf 359 wurden gingen neben der Columbia weitere 38 Schiffe der Sternenflotte verloren, über 11.000 Frauen und Männer fanden den Tod.


Die siebzehnte Columbia ist ein Eskortschiff der Defiant-Klasse, das in den Antares Fleet Yards im Orbit um Antares IV gebaut und am 17.11.2379 in Dienst gestellt wurde. Sie war eines der beiden Schiffe der Defiant-Klasse die Mitte 2379 von Commodore Martin Quintus, dem Kommandanten der Starbase Omega angefordert wurden um das Verteidigungsgeschader der Sternenbasis zu verstärken. Das zweite Schiff, die USS Archon (NCC-83086) wurde nur eine Woche nach der USS Columbia in Dienst gestellt – im Anschluss daran wurden beide Schiffe mit einer Rumpfbesatzung zur Omega überführt. Als klar wurde das die Sternenflotte einem weiteres Schiff den Namen Columbia zugedacht hatte, setzte sich Captain Hohiro Tanaka, einer der Leitenden Ingenieure der Antares Fleet Yards dafür ein das die neue Columbia zur Ehren des Schiffes das bei Wolf 359 zerstört worden war die Alte Registrierung NCC-60121 erhalten sollte. Tanaka hatte auf der letzten Columbia als Chefingenieur gedient und zu den wenigen Überlebenden gehört. Seiner Eingabe wurde entsprochen, allerdings wurde darauf verzichtet die Registriernummer um das eigentlich übliche A zu ergänzen. Nachdem die USS Columbia (NCC-60121) die Starbase Omega erreicht hatte, wurde sie dem Kommando von Lieutenant Commander Rose O’Connel unterstellt und in das Verteidigungsgeschwader der Sternenbasis eingegliedert. Zu den Aufgaben der Columbia gehörte dabei neben dem Schutz von Nachschubkonvois vor Übergriffen der Schwarzen Hand hautsächlich die Patrouille des umgebenden Raumgebiets. Als im Frühjahrs 2380 die Spannungen zwischen dem Romulanischen Imperium und der Föderation zunahmen, wurde die Columbia in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und an die Romulanische Grenze verlegt. Der Konflikt spitzte sich zu als Föderation und Romulaner am 25.04.2380 ihre Botschafter abberiefen und die Flottenpräsenz entlang der Grenzen massiv verstärkten. Nachdem Commodore Qunitus erklärt hatte das Starbase Omega in dem kommenden Konflikt zwischen Föderation und Romulanern neutral bleiben würde, und sich für unabhängig erklärte, erhielt die Columbia den Befehl sich Admiral Georg Franklins dritter Flotte anzuschließen, die den Auftrag erhielt die Starbase Omega, notfalls auch mit Gewalt, in die Sternenflotte zurück zu hohlen, da sie bei einem Krieg mit den Romulanern dringend als Flottenstützpunkt benötigt wurde. Am 11.05.2380 wurde die Sternenbasis von der dritten Flotte eingeschlossen. Eine Schlacht schien zunächst unausweichlich und die Columbia hatte bereits den Angriffsbefehl erhalten, der jedoch in letzter Sekunde zurückgenommen wurde. Admiral Franklin und Commodore Quintus einigten sich schließlich auf Diplomatischem weg und die dritte Flotte wurde zurück an die Romulanische Grenze verlegt, wo sie einem gewaltigen Kampfverband der Imperialen Flotte gegenüber stand. Anfang Juni konnte der Konflikt mit deb Romulanern beigelegt, der drohende Krieg abgewendet und die Flottenpräsenz an den Grenzen aufgelöst werden. Die Starbase Omega wurde kurz wieder dem Kommando der Sternflotte unterstellt und Columbia dem Geschwader der Omega zugeteilt. Die nächsten Monate verbrachte sie wieder mit Patrouillendienst, wobei sie den Großteil der Zeit im Dock der Sternenbasis verblieb. Im Januar 2381 nahm sie gemeinsam mit Kräften der Romulanischen Flotte an einer als geheim eingestuften Operation gegen eine Einrichtung der Schwarzen Hand teil. Mitte 2381 entschied der Kommandostab der Starbase Omega das sie aufgrund der veränderten Einsatzlage ein weiteres Multimissionsschiff benötigten, das einige der Aufgaben von Commodore Quintus Flaggschiff, der USS Artemis (Artemis-Klasse), übernehmen könnte. Als die Anfrage beim Sternenflottenkommando nach einem Schiff der Intrepid-Klasse verweigert wurde, entschied man sich schließlich die Columbia gemäß einem vom Chefingenieur der Omega, Lieutenant Commander Reginald O’Santor, entwickelten Plan von einem reinen Kriegsschiff zu einem Multimissionsschiff umzurüsten. Die Arbeiten begannen am 15.08.2381 und wurden in der Flottenwerft der Omega vorgenommen. Kommandantin O’Connel wurde zum Commander befördert und erhielt das Kommando über die Fregatte USS Sentinal (Merced-Klasse), ihr erster Offizier Lieutenant Dorian Allenby wurde zum Lieutenant Commander befördert und half bei der Umrüstung, die restlichen Besatzungsmitgliedern der Columbia erhielten andere Aufgaben und wurden versetzt. Am 16.01.2382 wurden die Arbeiten beendet und Lieutenant Commander Allenby erhielt offiziell das Kommando. Am 21.01.2382 brach die Columbia, die aufgrund der erweiterten Missionsparameter nun offiziell als „Korvette“ klassifiziert wurde, zum ersten mal ihren neuen Besatzung zu einer Mission auf. Die Admiralität ist sich sicher dass das neue Konzept eines kleinen Mehrzweckschiffes erfolgreich sein wird, daher ist anzunehmen dass die USS Columbia NCC-60121 nicht das einzige Schiff der Defiant-Klasse bleiben wird, das entsprechend umgerüstet wird.