Mission-Logfile 39, Sternzeit 23880310

Borg auf Minos

von Lt. Lucille Javert, Chief Security USS Columbia

 

[OT-Anmerkung: Dieses Logfile wird zusammen mit einem Notruf kurz nach der Zerstörung der USS Columbia vom Shuttle auf Minos in Richtung der sich nähernden Schiffe der Sternenflotte gesendet. Die Spieler haben also zwischen den Cons 39 und 40 nur die Möglichkeit, es OT zu lesen]


SD 23880310.223 Befehlsausgabe
Die USS Columbia liegt an der Starbase Omega angedockt, als Captain Gallagher neue Befehle erhält und die Crew zur Befehlsausgabe in der Messe versammelt. Lt. Linnert und Chief T’Cadra sind nicht an Bord, dafür stellt der Captain einen neuen Kadetten vor, einen Bajoraner im Abschlussjahr namens Ento Kem, der im Bereich OPS seinen Dienst antritt.
Der Captain erklärt unseren nächsten Auftrag: Einen Ersatz-Subraumsender zum Planeten Minos bringen. Lt. MacPherson erläutert, was es mit dem Planeten auf sich hat für alle, die dessen Besonderheiten nicht kennen: Dort gibt es ein selbstlernendes, hoch effektives Waffensystem mit der Bezeichnung Echo Papa 607, welches die Zivilisation, die es entworfen hat, vor einigen Jahrhunderten vernichtet hat. Nach der Entdeckung von Minos unter widrigen Umständen hat die Sternenflotte vor 24 Jahren eine Forschungsstation auf dem Planeten eingerichtet um das Waffensystem zu erforschen.


Nun ist der Subraumsender auf Minos vor etwas über 24h ausgefallen – mutmaßlich aufgrund eines sehr heftigen Ionensturms, der durch das System gezogen ist. Die letzte Nachricht von Minos lautete „Magnetische Entladungen treffen uns sehr hart“. Und nun wird die USS Columbia wird mit Ersatzteilen hin geschickt, damit der Sender repariert und die Kommunikation mit Minos wieder aufgenommen werden kann. Der Ionensturm ist inzwischen am abflauen, wir müssen jedoch noch mit elektromagnetischen Interferenzen rechnen, die die Transporter blockieren und die Sensoren stören könnten.

 

Die Mission startet morgen früh – am heutigen Abend stehen noch drei Prüfungen an sowie Missionsvorbereitungen.


SD 23880310.230 Prüfungen
Die drei Prüflinge sind PO O’Connor und Kadettin Nabaar, die auf Offizierslaufbahn geprüft werden, sowie Kadettin Miraj, die auf Unteroffizierslaufbahn geprüft wird. Das Prüfungskomitee für die theoretische Prüfung besteht aus Captain Gallagher, Lt. Reynolds und mir. Alle drei Prüflinge bekommen gemeinsam Beschreibungen von Situationen und müssen antworten wie die korrekte Reaktion bzw. das richtige Vorgehen wäre. Alle drei antworten gut, ihrem künftigen Rang entsprechend und sehr praxisorientiert. Lt. Reynolds sind einige Antworten nicht formgerecht genug, aber auch für ihn im Sinne der jeweiligen Situationen gut gelöst.


Dann geht es in die praktischen Prüfungen. Hierbei geht es um einen Shuttleflug, wo der klingonische Botschafter Ram’Bok abgeholt und auf die Columbia gebracht werden soll. Der Captain wird während des Fluges schwer verletzt und Kadettin Nabaar muss deeskalieren und organisieren – sie meistert die Situation souverän. Auch Kadettin Miraj behält ausgezeichnet die Nerven.

Zurück an Bord ist es nun an PO O’Connor, den exzentrischen Botschafter im Griff zu behalten und allen Sicherheitsprotokollen gemäß zu agieren ohne den Botschafter vor den Kopf zu stoßen. Kadettin Nabaar wird derweil separat von einem Flugoffizier der Starbase auf ihre theoretischen Kenntnisse über die Flugkontrolle und Flugmanöver sowie ihre praktischen Fähigkeiten im Fliegen eines Raumschiffs geprüft. Auch diese Situation meistern die Prüflinge ohne Fehler.


Die Prüfungen werden für beendet erklärt und die Zeit bis zur Auswertung der Ergebnisse wird genutzt um zum einen noch eine praktische Übung für unsere Erst-Jahr-Kadettin Bellami anzusetzen, die bei dieser Mission ihr Praktikum in der Medizin absolviert. Außerdem bleibt Botschafter Ram’Bok an Bord um sich noch weiter mit der Crew zu unterhalten und seinen… Charme… spielen zu lassen. Wissenschaft und Technik nutzen die Zeit um alle verfügbaren Hintergründe und Fakten zum Planeten Minos zu recherchieren und überlegen sich Möglichkeiten, die Reste des Ionensturms zu umgehen. Ich führe diesbezüglich ein sehr gutes Gespräch mit PO Biggarth, einem neuen Crewmitglied in der Wissenschaft.


SD 23880310.003 Beförderungen
Die Crew wird versammelt für die Beförderungen. Der Captain ruft zuerst die Prüflinge zu sich:
Kadettin Miraj wird zum PO3rd Class befördert, Kadettin Nabaar wird zu Ensign befördert und PO O'Connor wird zu Ensign befördert. Zudem wird PO3rd Class Cane zum PO 2nd Class befördert.
Danach werden die Beförderungen angemessen gefeiert; das Gesellige zusammensitzen geht bis nach 3 Uhr. Captain Hunter kommt zu Gast an Bord, da auch sein Schiff derzeit an der Starbase Omega angedockt liegt. Er ist etwas traurig dass die Tereshkova derzeit keine guten Einsätze bekommt. Der Abend bringt sehr gute Gespräche mit Captain Hunter, Ensign O'Connor und PO Biggarth und zudem den Genuss guter Whiskys. Nur Ensign Nabaar und ihr neuer Kadett Ento nutzen den späten Abend für eine Einweisung in die OPS-Konsolen.


SD 23880311.090 Termin beim Counselor
Um 09.00 lerne ich ein weiteres neues Crewmitglied näher kennen: Den neuen Counselor Ensign Rozhenko, der das erste pflichtgemäße Kennenlern-Gespräch mit mir gemeinsam um diese Zeit eine Stunde vor Dienstbeginn angesetzt hat, weil es der einzige Zeitraum ist, in dem wir beide die Zeit für ein möglichst ungestörtes Gespräch finden können. Ich für meinen Teil bin mit dem ersten Gespräch zufrieden.


SD 23880311.100 Informationsaustausch zu Minos
Dienstbeginn ist pünktlich um 10.00 Uhr, die ganze Crew ist vollzählig anwesend. Während des mehrstündigen Fluges nach Minos tragen nun Wissenschaft und Technik zusammen, was sie über Minos herausfinden konnten. Wie bereits erwähnt hat die Bevölkerung von Minos auf ihrem Planeten ein hocheffizientes, selbstlernendes Waffensystem mit der Bezeichnung Echo Papa 607 gebaut, das auf selbstreplizierenden Drohnen basiert, welche ständig dazulernen. Die Minosianer hatten das System mit der Absicht gebaut, es meistbietend zu verkaufen. Vor ca. 100 Jahren während der Erselrop Kriege zwischen dem Minos-System und dem Lorenzo-Cluster wurde die Bevölkerung von Minos anscheinend von dem Waffensystem als Bedrohung eingestuft und restlos vernichtet. Minos wurde dann durch die USS Drake vor gut 25 Jahren entdeckt – und bei der Entdeckung wurde die USS Drake durch die Waffendrohnen des Systems direkt vernichtet. Die USS Enterprise unter Captain Picard wurde der USS Drake nachgeschickt und entging bei einem erneuten Angriff nur knapp der Vernichtung. Captain Picard gelang es daraufhin, das Waffensystem, welches mit Holographischen Unterhändlern auftrat, davon zu überzeugen es kaufen zu wollen. Nach dem „Kauf“ des Systems durch Captain Picard hat die Sternenflotte nun besagte Forschungsstation auf Minos eingerichtet, von der aus sie das Waffensystem und die Geschichte des Planeten und seiner Zivilisation erforschen wollen. Das Waffensystem soll verstanden und kontrolliert werden, damit künftig keine Schiffe unverhofft angegriffen werden.


Der Plan, den Technik und Wissenschaft mit Unterstützung der Security entworfen haben, sieht vor eine Sonde vorzuschicken, damit wir auf keine unliebsamen Überraschungen auf Minos treffen – denn wir können nicht vorhersehen ob das Waffensystem durch den Ionensturm eventuell wieder
aktiviert worden ist oder ob es sonstige Überraschungen gibt. Wir bereiten uns außerdem auf mögliche Verletzte oder andere technische Schäden vor.
Aufgabe der OPS ist es, ein Aussenteam zusammenstellen.


SD 23880311.103 Security-Besprechung
In der Security-Abteilung halten wir eine kleinere Besprechung ab, bei der PO Biggarth und Lt. MacPherson detailliertere Informationen zu Echo Papa 607 mit uns teilen:
Das Waffensystem besteht aus einer Basisstation, welche die Drohnen repliziert, die taktisch und technisch mit jedem Einsatz dazulernen und im Moment ihrer Zerstörung die gelernten Daten an die Basisstation weitergeben. Der Zeitraum von der Zerstörung einer Drohne bis zur fertigen Replizierung einer neuen Drohne ist 12 Minuten. Der Upload der neu gelernten Daten aus den alten Drohnen erfolgt erst bei deren Zerstörung. Neu gelernte Informationen sind dem Waffensystem also erst nach Zerstörung der aktuell im Einsatz befindlichen Drohnen verfügbar, welche autark operieren und vom Bodensystem nur überwacht aber nicht gesteuert werden.
Das System entwickelt nichts selbstständig sondern lernt Taktiken von anderen Kulturen, denen es im Kampf begegnet.
Das System arbeitet auch mit Hologrammen um an taktische Informationen zu kommen, es ist beispielsweise bekannt, dass es schon Personen entführt hat um mit seiner Hologramm-Technik so an neue Informationen zu kommen.
Taktischer Vorschlag der Security ans Kommando für den Fall dass wir in einen Kampf mit dem Waffensystem geraten sollten: Die Sonden möglichst beschäftigt halten und nicht zerstören, damit das System nicht dazu lernt.


Notiz zur Optimierung der Security-Protokolle während der Mission:
Die Stationsphaser werden seit der letzten Mission nicht mehr ausschließlich in der Security-Station aufbewahrt sondern in gesicherten Schließfächern direkt auf den jeweiligen Stationen verschlossen und hinter Kraftfeldern gesichert, damit die Abteilungsleiter (und nur diese) bei Alarmstatus Gelb selbst Zugang dazu haben, und die Security im Alarmfall nicht einmal durch das ganze Schiff rennen muss. Aufteilung für diese Mission: Crewman Funk besetzt die Taktik, PO Wynter patrouilliert das Oberdeck mit Technik, Wissenschaft und Counseling, PO Cane patrouilliert das Brückendeck mit Security, Medizin und der Brücke.


SD 23880311.110 Erste Informationen von der vorgeschickten Sonde
Die OPS erhält erste Daten von der vorgeschickten Sonde: Der Ionensturm war mit einer Stärke von 6, Typ 3 Gamma als sehr stark einzuordnen. Die elektromagnetischen Interferenzen sind immer noch sehr hoch, Scanner funktionieren nicht, Beamen funktioniert ebenfalls nicht. Sprich, wir werden die Bauteile und Techniker mit einem Shuttle auf die Planetenoberfläche bringen müssen, wo Tricorder wiederum ebenfalls vermutlich auch nur sehr eingeschränkt funktionieren werden.
Ich gebe Ensign Nabaar, die das Aussenteam zusammenstellt, den Hinweis, dass es nützlich wäre einen Empathen im Aussenteam dabei zu haben, damit das Aussenteam auf dem Planeten feststellen kann, ob es mit Hologrammen des Waffensystems oder mit echten Mitgliedern der Sternenflotte redet.
Kadett Ento erstellt derweil eine Liste der Cross-Trainings damit Ops die Aussenteams besser zusammenstellen kann.


SD 23880311.113 Einflug ins System Minos
Die Brücke gibt aufgrund der ungesicherten Umstände gelben Alarm.
Die Interferenzen sind wie erwartet sehr stark, man kann nur in unmittelbarer Nähe des Schiffs scannen. Im Shuttle, das nun fertig gemacht wird, ist jedoch aufgrund der sperrigen Bauteile und Systemtechniker nur Platz für vier Aussenteam-Mitglieder.
Ensign O'Connor bekommt die Aussenteamleitung, PO Cane kommt als Shuttlepilot mit, PO Drake für die Technik, und PO Alenis falls es einen medizinischen Notfall gibt.
Die Technik und PO Wynter erarbeiten ein Notfall-Morse-Kommunikationssystem zur Kommunikation zwischen Shuttle und Schiff trotz der Interferenzen.
Zusätzliche Vorbereitungen Technik an Bord der Columbia: Die Schilde werden verstärkt, die Kommunikation wird verstärkt, das Infrarot- und Morse-Kommunikations-System wird eingerichtet.


SD 23880311.120 Aussenteam nach Minos
Start des Shuttles nach Minos. Die ersten Minuten des Fluges laufen wie geplant, und wie erwartet mit starken Interferenzen durch den abflauenden Ionensturm. Die Kommunikation ist stark beeinträchtigt. Dann die Nachricht: Das Shuttle wird angegriffen! Da bereits außer Reichweite der Sensoren der Columbia wird die gesamte Shuttle-Crew direkt vom Shuttle aus von PO Drake einzeln auf die Planetenoberfläche hinuntergebeamt bevor das abstürzende Shuttle zerstört wird. Die Brücke gibt Roten Alarm! Die Columbia wird nun selbst angegriffen: Wie befürchtet ist das Waffensystem Echo Papa 607 aktiviert und stuft die Columbia und ihr Shuttle als feindlich ein.


Die OPS schickt sofort eine Nachricht an das Waffensystem: „Kennen Fähigkeiten, sind an Kauf interessiert“ – leider bleibt diese Nachricht ohne Antwort und der Columbia bleibt nichts übrig als die angreifende Drohne zu zerstören. Zur Rettung der abgestürzten Shuttle-Crew wird eilig ein zweites Aussenteam zusammengestellt:
Ich bekomme die Aussenteamleitung, mit dabei sind PO Wynter, Lt. MacPherson, PO Kassabyan, Sub-Lt. Tela, Crewman MacTavish und PO Valeris. Mir wird angeraten noch Kadett Ento von der OPS mitzunehmen , ich lehne dies jedoch ab, weil die Situation auf dem Planeten völlig unklar ist und der Kadett noch keinerlei Aussenteam-Erfahrung hat.


Bis an Bord alles geklärt und das Aussenteam ausgerüstet und bereit ist, sind bereits weit über 12 Minuten vergangen, doch aktuell befinden sich keine weiteren Drohnen im Anflug und die Columbia wird aktuell nicht angegriffen.
Die OPS schickt zunächst eine weitere Sonde hinunter, um eine Kommunikation mit dem Aussenteam zu versuchen, bevor 2. Shuttle startet. Die Kommunikation gelingt tatsächlich, unter anderem dank dem findigen PO Drake, der aus drei Standard-Kommunikatoren ein deutlich leistungsfähigeres Gerät zusammen gebastelt hat.


Die Landung des zweiten Shuttles auf dem Planeten gelingt ohne Probleme. Wir finden das erste Aussenteam dank Tricordern auch recht zügig. Allerdings ist Ensign O'Connor schwer verletzt und die beiden Systemtechniker sind verschwunden. Die Gegend wird zunächst gesichert, Ensign O’Connor mittels der mitgebrachten Transporterverstärker aufs Schiff gebeamt und PO Drake, PO Cane und PO Alenis ins zweite Aussemteam integriert.

 

Nach Rücksprache mit der Columbia macht sich das Team nun auf die Suche nach den überlebenden Technikern, die von PO Drake aus dem abstürzenden Shuttle gebeamt wurden. Bald finden wir ihre Spuren: Einer hat anscheinend stark geblutet und beide haben sich in Richtung des Wissenschaftskomplexes der Föderation bewegt. Wir folgen also vorsichtig und sehr wachsam ihren Spuren, obwohl unsere Tricorder (und meine empathischen Kräfte) im Umkreis von gut 600 Metern keine Lebewesen finden können – aber es gibt ja immer noch die Drohnen und Hologramme des Waffensystems die uns gefährlich werden könnten. Die Blutspur endet nach einigen hundert Metern, aber wir finden keinen Körper, obwohl die Blutung laut PO Alenis sehr stark gewesen sein muss. Also entweder konnte der Verletzte verarztet werden oder er wurde getragen.
Wir rücken weiter vor, weiterhin sind keine Lebenszeichen oder Energiesignaturen zu scannen. Als wir den Wissenschaftskomplex, erreichen finden wir auch hier keine Energiesignaturen oder Lebenszeichen, was mehr als ungewöhnlich ist und auf eine deutlich kritischere Situation als eine
defekte Subraum-Antenne hindeutet. Inzwischen recht alarmiert geben wir der Columbia einen kurzen Bericht ab und erhalten den Befehl, das Gebäude zu betreten und herauszufinden, was hier passiert sein könnte.


Unter maximaler Vorsicht rückt das Aussenteam also in das Gebäude vor. In den ersten Räumen finden wir niemand. Da die Energie im gesamten Komplex heruntergefahren wurde öffnen wir die Türen mit den von uns mitgebrachten Energiezellen. Wir finden den Generatorenraum und machen dort eine seltsame Entdeckung: Zum einen wurden die Generatoren manuell vor einigen Stunden heruntergefahren – zum anderen wurde an einen Generator eine Energiezelle aus dem explodierten Shuttle von Aussenteam 1 angeschlossen… und niemand findet eine auch nur annähernd plausible Erklärung, wie diese dorthin gekommen sein kann! Oder wer sie angeschlossen haben könnte. Oder zu welchem Zweck?

Wir rücken weiter ins Obergeschoss des Komplexes vor. Dort finden wir neben Abstellkammern auch einen Raum mit Computerterminals zur Steuerung des Komplexes. Allerdings sind auch diese natürlich ohne Energie. Sprich, ohne die Generatoren hochzufahren können wir nicht auf die Sensoren und Informationen der Station zugreifen. Ich beschließe zunächst den Komplex bis auf den letzten Raum zu erkunden bevor ich entscheide ob wir die Generatoren hochfahren oder nicht und lasse weiter vorrücken.
Der letzte Raum des Komplexes ist manuell verriegelt. PO Drake überbrückt die Verriegelung, PO Wynter öffnet die Tür.

 

Der Raum dahinter wabert mit warmem Nebel, der von grünlichem Licht diffus beleuchtet wird. Die Raumtemperatur beträgt 39,2°C… und nur Sekunden nach Öffnung der Tür durchschneiden rote Laser-Lichtstrahlen den Nebel. Langsam sehen wir dunkle Figuren aus dem Nebel auf uns zukommen, die eindeutig zu erkennen sind:
Borg!

Es sind mindestens sechs bis sieben, vermutlich mehr. Die Situation ist unvermittelt von unklar bis unsicher zu höchster Bedrohungsstufe gewechselt. Ich ordne den sofortigen Rückzug des Aussenteams an! Es ist zu spät die Tür wieder zu schließen, die Borg gehen sofort zum Angriff über. Wir können den Rückzug effektiv verteidigen (unter anderem dank einer antiken Klingenwaffe die wir im Raum mit dem Computerterminal gefunden haben), obwohl die Borg ihre persönlichen Schutzschilde bald an unsere Phaser adaptiert haben. Aber: Die Borg haben jetzt Zugang zu Energiegeneratoren und Computerterminals! Da unsere Phaser keine Möglichkeit zur Rotierung der Frequenzen eingebaut haben bleibt uns dennoch keine Wahl als der sofortige Rückzug mit Shuttle zur Columbia für eine Neu-Evaluierung der Situation.


Bevor das Shuttle andockt wird es sorgfältig gescannt. Nach dem Andocken werden alle Aussenteam-Mitglieder einzeln von Bord gebeamt und gescannt. Das erleichternde Ergebnis: Keiner wurde mit Nanosoden infiziert, alle Geräte die mit Systemen verbunden waren werden isoliert und gescannt, und die Waffentechniker machen sich sofort an die Remodulierung der Energiewaffen.


Die Auswertung der Tricorder des Aussenteams ergibt: Im Wissenschaftskomplex wurden noch 12 weitere Borg gescannt. Im Komplex befindet sich ein Zugang zum Waffensystem Echo Papa 607.
Die Scans der Columbia (die Effekte des Ionensturms flauen mehr und mehr ab) ergeben: Im Wissenschaftskomplex auf der Planetenoberfläche werden stand 14.15 Uhr die Energie-Generatoren hochgefahren und der Subraum-Sender im Komplex ist bereits mit einem Borgschild geschützt.
In dem versiegelten Raum, den wir geöffnet haben, befinden sich bereits zwei Borg-Assimilationskammern und zwei Alkoven.


SD 23880311.143 Crew-Besprechung zur neuen Bedrohung
Sobald das komplette Aussenteam an Bord und die Tricorder ausgelesen sind, wird eilig eine Crewbesprechung einberufen. Es gibt viele offene Fragen: Von wo und wie kamen die Borg nach
Minos und in den Wissenschaftskomplex? Haben sie möglicherweise ein Schiff in der Nähe? Können wir die Interlink-Frequenzen des Borg-Hiveminds herausfinden und eventuell stören?
Können wir medizinische Gegenmaßnahmen finden falls die Techniker, die wir noch suchen, von den Borg kürzlich assimiliert wurden – und was ist mit dem Personal der Wissenschaftsstation?

Auf all dies müssen wir Antworten finden – und die meisten davon werden wir wohl nur in dem Wissenschaftskomplex auf Minos finden.

Einfach weil es der Job der Security ist, dies vorzuschlagen gebe ich zu Protokoll, dass es sinnvoll wäre, die Schildemitter der Borg und den Subraumsender, den sie vermutlich bereits für ihre Zwecke verwenden, zu zerstören und ihnen falls noch möglich den Zugang zum Waffensystem Echo Papa 607 abzuschneiden.
Schnell steht also fest, dass wir schnellstmöglich ein weiteres, besser ausgerüstetes Aussenteam hinunter schicken müssen. Zum Einen um die genannten viralen Punkte zu attackieren, zum Anderen um zu versuchen, noch nicht ganz assimilierte Leute (z.B. Wissenschaftler / Techniker) zu retten. Ob eine Person noch zu retten ist, fällt mir dabei ein, können eventuell die Empathen auf dem Schiff herausfinden, denn die Borg gegen die wir im Komplex gekämpft haben, waren für mich empathisch nicht mehr zu spüren – sprich, ihre emotionale Individualität war bereits zerstört. Man könnte auch sagen: Sie hatten keine Seele mehr die zu spüren gewesen wäre. Wenn also bei einem der Borg noch etwas zu spüren ist, dann ist auch noch etwas da, das gerettet werden kann. Für das Protokoll: Von den Wissenschaftlern war laut den Personallisten niemand von einer Spezies, die für Empathen nicht zu spüren sind.
Als letzten Notnagel für das zweite Aussenteam werden wir eine Person mit einem Sprengsatz bei den Energie-Generatoren der Station platzieren und wenn nichts anderes mehr geht die Generatoren sprengen.


SD 23880311.150 Zweites Aussenteam nach Minos
Obwohl die Security nervös darauf drängt, schnellstmöglich wieder hinunter zu gehen bevor die Borg sich noch besser vorbereiten können, ordnet der Captain an, zunächst Kräfte zu sammeln, sorgfältige Vorbereitungen zu treffen und etwas zu essen.
Im neu aufgestellten Aussenteam habe ich wieder die Leitung, mein Vertreter ist PO Wynter, nächste in der Reihenfolge ist Lt. MacPherson. Dass die Kampffront PO Wynter, PO Cane, und ich bilden ist in Punkto Teamleitung eigentlich ungünstig, aber PO Wynter und ich haben nicht nur die größte taktische Erfahrung beim Kampf in Gebäuden sondern sind auch unter den besten Kämpfern im Fern- und Nahkampf. Die Aufstellung ist also derzeit am Erfolgversprechendsten. Sub-Lt. Tela ist zuständig für die Sicherung und Sprengung der Energie-Generatoren, PO Kassabyan für das Hacken der Computer-Konsole und den Daten-Download der Wissenschaftsstation, Lt. MacPherson, und PO Ionescu werden im laufenden Kampf die Phaser remodulieren welche ihnen Counselor Rozhenko und Chief Van Ameling anreichen und Crewman MacTavish unterstützt als Springer wo immer es gerade notwendig ist.


Der Shuttle-Anflug und die Landung sind kein Problem, auch das Vorrücken zum Komplex verläuft ohne Zwischenfall. Wir stellen die Transporterverstärker außerhalb der Gebäude auf und rücken vor. Das Untere Geschoss ist frei, Sub-Lt. Tela bezieht wie besprochen Position an den Energie-Generatoren. Wir rücken die Treppe hinauf vor – und stoßen schon im Vorraum zum Computerterminal auf die ersten Borg, welche wieder direkt zum Angriff übergehen.

Hierbei deute ich heraus, welche Borg noch empathisch zu spüren sind – diese werden betäubt. Auf die übrigen Borg schießen wir mit Kill (vom Captain autorisiert), damit wir nur einen Schuss und nicht drei brauchen – was wiederum bedeutet, dass wir die Phaser länger im Einsatz haben bevor sie remoduliert werden können.

Wir können vier vor Kurzem assimilierte Wissenschaftler betäuben, aus dem Gefecht ziehen und ins untere Stockwerk zu Sub-Lt. Tela bringen – auf eine sichere Rückzugsposition wie wir denken.
Doch dann eskaliert die bis zu diesem Moment taktisch sauber laufende Situation mit einem Mal: Die Borg nutzen Side-to-Side-Transporte um sich innerhalb des Gebäudes hinter und zwischen unsere
Teammitglieder zu beamen. Auf einmal ist der Kampf überall und nicht mehr nur an der Front! Sub-Lt. Tela im Generatorenraum und PO Kassabyan im Computerraum werden assimiliert bevor wir die Kampffront neu sortieren können. Ein Vorrücken zum Subraum-Sender ist taktisch gesehen nicht mehr möglich, auch der Download der Daten ist nicht mehr machbar.

Erneut ordne ich den sofortigen Rückzug an. Wir schaffen es, neue Ordnung ins Team zu bekommen und den Rückzug zügig durchzuführen. Wir können Sub-Lt. Tela und PO Kassabyan dabei mit uns wegführen – die beiden können stehen und laufen, sind aber willenlos wie Marionetten. Die zuvor betäubten Wissenschaftler-Borg sind jedoch beim Rückzug nicht mehr im Generatorenraum – vermutlich wurden sie von den übrigen Borg weggebeamt.
Als letzte Maßnahme bevor wir den Komplex verlassen aktiviere ich die Sprengsätze im Generatorenraum – zum Glück hat Sub-Lt. Tela es geschafft, die Kraftfelder um die Generatoren zu senken bevor er angegriffen wurde – und stecke noch seinen Tricorder ein, der auf einem der Generatoren liegt. Zwei Sekunden nachdem wir das Gebäude verlassen haben explodieren die Generatoren.
Das Team zieht sich zügig zum Shuttle zurück – wir werden nicht verfolgt. Der Rückflug zum Schiff erfolgt ereignislos.


SD 23880311.170 Crewbesprechung weiteres Vorgehen
Doktor Sanders und PO Alenis kümmern sich sofort um Sub-Lt. Tela und PO Kassabyan – und sie schaffen es tatsächlich durch brillantes medizinisches Wissen und hervorragende Arbeit die beiden Crewmitglieder zu retten und die Assimilation rückgängig zu machen! Auch an taktischer Front gibt es trotz unserer Niederlage im Gebäude bald eine gute Neuigkeit: Durch das Sprengen der Generatoren sind die Kraftfelder, die die Borg um den Gebäudekomplex errichtet hatten, erloschen.
Zudem konnten wir zwar keine Daten sichern (zumindest nicht die aus den Konsolen – die Tricorder sind noch nicht ausgewertet) aber wir haben trotzdem auch am Boden neues taktisches Wissen erhalten. Es gibt nämlich verschiedene Arten von Borg dort unten: Zum einen die erst frisch assimilierten Wissenschaftler, diese sind aus Kampfsicht die schwächsten Gegner. Dann gibt es stark gepanzerte taktische Borg, die anstelle von Händen oft Waffen verschiedener Arten haben und Schilde an den Unterarmen. Und dann gibt es noch einige Borg, die auf effektive Assimilation spezialisiert zu sein scheinen.

 

Alles in allem: Ein sehr, sehr mächtiger Gegner von dem eine sehr große Gefährdung für die Aussenteam-Mitglieder ausgeht – speziell seit wir wissen dass sie sich jederzeit überall hinbeamen können. Daher muss ich aus Security-Sicht und im Hinblick auf die Sicherheit der Crew den Vorschlag bringen, den Komplex bombardieren, nun da die Schilde gefallen sind.
Captain will aber verständlicherweise noch versuchen, die verbliebenen Wissenschaftler retten .

 

Also entwickeln wir einen Plan B:

Wir werden den dritten Anlauf mit zwei Teams starten: Eines, das den gewohnten Weg in das Gebäude nimmt und die Borg ablenkt und aus dem Gebäude lockt, und ein zweites Team, das direkt vors Gebäude beamt und dann schnellstmöglich in den Raum mit Subraumsender vorrückt und diesen deaktiviert.
In jedem Team soll ein Empath sein, der mit einer Art "Betäubungsgewehr" die zu rettenden Wissenschaftler mit Transpondern markiert, so dass diese direkt von den Transportern der Columbia erfasst werden und in Stasis-Kapseln gebeamt werden können. Um die Betäubungsgewehre kümmern sich PO Kassabyan und PO Cane.


SD 23880311.174 kleines Shuttle-Aussenteam
Lt. Reynolds leitet ein kleines Aussenteam, das mit dem Shuttle über den Wissenschaftskomplex fliegen und die Computerkonsole von dort ins Shuttle hochbeamen soll. Sein Team besteht aus Ensign Nabaar, PO Biggarth und PO Miraj. Als Sicherheits-Chefin bestehe ich auf ein Mitglied der Security im Team, auch wenn es nur ein Shuttleflug ist, ist das nun mal Vorschrift, und gehe letztlich selbst mit, weil ich gerade als einzige in keine anderen Aufgaben eingebunden bin.

Der Flug bis zum Gebäudekomplex verläuft ohne Zwischenfall und wir können die fragliche Konsole per Tachyon-Strahl-Beam (eine von PO Biggarth entwickelte Technik) tatsächlich direkt ins Shuttle beamen. Die Konsole ist allerdings komplett mit Borg-Nanosenden infiziert und auch das Display zeigt nur noch die typischen Schriftzeichen und Symbole des Borg-Kollektivs an. Die Konsole im Shuttle, Über die gebeamt wurde, ist ebenfalls infiziert, anscheinend weil sie während des Beamvorgangs mit der Software der infizierten Wissenschafts-Konsole in Kontakt gekommen ist. Ensign Nabaar und ich können den Virus aber mit vereinten Kräften per Computer-Kryptologie isolieren.

Kurz darauf, noch während des Rückflugs zum Schiff, versucht die hochgebeamte Konsole plötzlich per Tubules, die aus ihr herauswachsen, Kontakt zu anderer Technik im Shuttle zu bekommen um diese zu assimilieren. Ich schieße die Tubules mit dem Phaser ab.
Die infizierte Shuttle-Konsole wird nun manuell von Lt. Reynolds demontiert. Wir laden die Daten von der hochgebeamten Wissenschafts-Konsole per Tricorder herunter und befördern dann beide infizierte Konsolen unter höchsten Vorsichtsmaßnahmen aus der Luftschleuse, um sie anschließend mit den Waffen des Shuttles abzuschießen. Man kann in diesen Sachen nicht vorsichtig genug sein!


Zurück an Bord können die Wissenschaftler, unterstützt von Crewmitgliedern aus allen anderen Abteilungen, endlich daran gehen, die Daten von Sub-Lt. Tela‘s Tricorder und die Daten von der Wissenschaftskonsole zu entschlüsseln. Zunächst müssen die Daten defragmentiert, dann die Zeichen entschlüsselt werden. Hierbei kann PO Kassabyan helfen, der in den vergangenen Stunden nach seiner kurzen Assimilation immer wieder die Stimmen der Borg in seinem Kopf gehört hat – und auch in der Lage ist, deren Schriftzeichen zu lesen.

 

Computer: Füge entschlüsselten Text ein

4001248 – Statusübermittlung: Wurden von unbekannter Drohne abgeschossen. 5 überlebende Drohnen.

4001254 – Plan: Reparieren und Aktivieren eines Vinkulums. Herstellen Verbindung zu Kollektiv. Assimilation des Waffensystems. Weitere Anordnungen abwarten.

4001256 – Statusübermittlung:

4001258 – Gebäude infiltriert und assimiliert. Bau des Vinkulums begonnen. Subraumsender zu schwach. Ersatz benötigt.

4001264 – Beobachtung: Shuttle der Föderation von selbem Gegner abgeschossen. Exemplare von der Spezies 5618, leicht zu assimilieren. Subraumsender geortet.

4001265 – Planergänzung: Weiter Drohnen assimilieren, Subraumsender sichern

4001267 – Statusübermittlung: Subraumsender gesichert. Beginnen mit Integration ins Vinkulum.

4001269 – Statusübermittlung: Notsignal gesendet. Weitere Konfiguration nötig um 2 Wege Kommunikation aufzubauen.

4001273 – Plan: Reparieren und Aktivieren eines Vinkulums abgeschlossen! Herstellen Verbindung zu Kollektiv teilweise abgeschlossen. Assimilation des Waffensystems in Arbeit. Weitere Anordnungen abwarten.

4001276 – Beobachtung: Das Waffensystem EP607 ist mit einem fraktalen Zufalls-Algorithmus gesichert – Entschüsselung kann bis zu 73,85 Jahre dauern.

4001278 – Warnung: Angriff durch Spezies 5618 und andere. Verteidigungs- und Assimilationsmodus aktivieren

4001279 – Planergänzung: Weitere Humanoide assimilieren um Verluste auszugleichen

4001283 – Planergänzung: Waffensystemhardware mit Nanosonden infizieren um Verbreitung übert den Planeten sicherzustellen.

4001288 – Hilfesignal abgesendet

 

Die Quintessenz der Daten ist also: Die Borg haben während des Ionensturms mit einem sehr kleinen Schiff den Planeten Minos angeflogen und wurden von Echo Papa 607 mit Drohnen angegriffen. Ihr Schiff wurde zerstört, die überlebenden fünf Borg haben den Wissenschaftskomplex angesteuert und die Wissenschaftler sowie die Technik assimiliert. Sie haben den Subraumsender dann für ihre
Zwecke umgebaut und dazu verwendet, ein Notsignal zu senden (das ist der wirklich schlechte Teil der Informationen) und ein Vinkulum aufgebaut. Der Kontakt zum Kollektiv ist allerdings wohl noch nicht ganz aufgebaut – und genau das gilt es jetzt schnellstens zu verhindern!!

Die Sternenflotte ist inzwischen längst über die Situation auf Minos informiert, aber es wird wohl noch mindestens drei bis vier Tage dauern, bis Verstärkung hier sein kann.

Hoffen wir, dass sie schneller sind als das Borg-Kollektiv.


SD 23880311.192 Zerstörung des Subraum-Senders
Wir machen uns also bereit, ein drittes Mal auf den Planeten hinunter zu gehen um die Pläne der Borg doch noch so weit zu vereiteln wie möglich – außerdem sind dort noch immer assimilierte Wissenschaftler, die noch gerettet werden können – vorausgesetzt, der Plan mit den Markier-Gewehren funktioniert.


Aussenteam-Aufteilung ist wie folgt:
Team 1 wird geleitet von PO Wynter. Mit dabei sind Lt. MacPherson, Chief Van Ameling und Ensign Rozhenko.
Aussenteam 2 wird geleitet von mir. Mit dabei sind PO Cane, PO Kassabyan, PO Valeris, Crewman MacTavish und PO Ionescu.


Team 1 wird zuerst auf die Planetenoberfläche gebeamt und lockt wie geplant die Borg aus dem Komplex und von den Gebäuden fort. Sobald das geglückt ist gibt es das GO für Team 2. Wir beamen direkt vor die Gebäudetür, gehen direkt hinein und arbeiten uns so schnell wir können durch das Gebäude hindurch in den oberen Stock. Dabei können wir zwei Wissenschaftler markieren und müssen viele Borgdrohnen töten. Wir kämpfen uns aber zügig und erfolgreich zum "grünen Raum" durch, wo wir drei weitere Drohnen töten. Dann ist der Raum leer bis auf eine Drohne in einem der beiden Regenrations-Alkoven. Wir schweißen die Ausgangstür hinter uns zu um länger Ruhe vor den Borg zu haben und lassen den Borg im Alkoven erst einmal stehen – wenn auch bewacht.
Das Vinkulum (anscheinend der umgebaute Subraum-Sender) ist in einem abgesichertem kleinen Raum hinter einer Zugangsklappe. PO Ionescu schweißt die Klappe auf, geht dann hinein und platziert die Bombe. Nachdem wir sicher gehen dass die Explosion hauptsächlich nach oben gehen wird und eher das Dach als den Raum (und damit uns) zerreißt gebe ich Befehl zur Sprengung und PO Ionescu zündet per 5-Sekunden-Timer.

Die Sprengung gelingt, von uns wird dabei tatsächlich niemand verletzt, aber die Drohne im Alkoven wird natürlich sofort aktiviert – und umgehend von uns getötet.
Keine Minute später hören wir die Borg von draußen gegen die Tür einschlagen. Wir können uns gerade noch gut in eine taktische Stellung bringen, dann dringen die Borg auch schon in den Raum ein. Es sind sehr viele – genau kann ich bei der Dunkelheit nicht zählen. Wir kommen mit dem remodulieren der Phaser kaum nach, und im ungünstigsten Moment hat das Markier-Gewehr eine Ladehemmung nach zwei Schüssen auf assimilierte Wissenschaftler. Wir werden überrannt. PO Ionescu wird niedergeschlagen und assimiliert, dann dringt eine der taktischen Drohnen mit Schild und Waffe auf mich ein – ich kann mich im Nahkampf nicht ausreichend zur Wehr setzen und werde ebenfalls assimiliert.

 

Die weitere Abfolge des Gefechts kenne ich folglich nur aus Berichten:

PO Ionescu und ich werden markiert und direkt auf die Krankenstation gebeamt wo Dr. Sanders und PO Alenis sich direkt an die Arbeit machen während die Gefechte im Gebäude weitergehen.

Dem Rest von Team 2 gelingt es unter Führung von PO Cane unter Aufbietung der letzten Energiereserven, die verbliebenen Borg doch noch zu besiegen und dabei noch weitere Wissenschaftler zu retten.

Doch dann geht Team 1, das ja weiterhin außerhalb des Gebäudes gegen die Borg kämpft, langsam die Energie der Phaser und die Munition im Markiergewehr aus, und Lt. Reynolds, der die Lage von der Brücke aus überwacht, schickt ein drittes Team zur Hilfe für Team 1 hinunter. Nachdem dann bei
Team 1 alle Gegner vorerst besiegt und die Lage gesichert ist, werden Team 1 und 3 hochgebeamt, während Team 2 noch unten ist. Auch Lt. MacPherson und Crewman Funk (der in Team 3 war) wurden während der Kämpfe assimiliert und werden in Stasis gelegt bis Dr. Sanders sie behandeln kann.

Ab diesem Zeitpunkt bin ich wieder auf den Beinen: Dr. Sanders konnte die Assimilation auch bei mir Rückgängig machen und behandelt nun derzeit PO Ionescu.

Lt. Reynolds gibt den Befehl an Team 2, noch weitere zu rettende Wissenschaftler zu suchen. Team 2 meldet zurück, dass sie so gut wie keine Energie / Munition mehr haben und entweder wieder an Bord müssen oder dringend Unterstützung brauchen. Der XO weist an, zu warten. Ich lege (Zeitgleich mit PO Wynter) Protest dagegen ein, Team2 unten zu lassen, weil wir die Situation am Boden kennen, und Team 2 nicht nur so gut wie keine Energie (und Munition) mehr hat sondern auch zu unerfahren ist. Wir halten das Leben unserer Leute unten am Boden für höchst gefährdet bei praktisch keiner Chance, derzeit noch mehr Wissenschaftler zu retten. Der XO lenkt ein und Team 2 hochgebeamt.
Fazit dieses Ausseneinsatzes: Das Vinkulum / der Subraumsender sind zerstört, die Assimilationskammern und Alkoven ebenfalls, 10 von 14 Wissenschaftlern wurden gerettet und vier unserer Crewmitglieder assimiliert – zum Glück nur vorübergehend dank unseres hervorragenden Ärzteteams.


SD 23880311.213 Dienstfrei auf Abruf
Nachdem alle Crewmitglieder medizinisch versorgt sind und die Brücke alle Daten sowie die Summe der von uns getöteten Borg und geretteten Wissenschaftler mit den offiziellen Personallisten des Wissenschaftskomplexes abgeglichen hat gibt uns der Captain den aktuellen Status: Aktuell können keine Borg mehr auf dem Planet gescannt werden. Derzeit gibt es noch 2 vermisste Personen aus dem Wissenschaftskomplex mit unklarem Status: Vermutlich eine Frau und ein jüngeres Kind. Die Föderation kommt in 36h zu unserer Unterstützung – bis dahin müssen wir die Stellung halten. Der Captain gibt uns Dienstfrei bis auf weiteres, die Columbia bleibt allerdings auf Alarmstatus Gelb mit aktivierten Schilden und Scannern.


SD 23880312.900 Dienstbeginn
Die Columbia ist Nachts ein Suchmuster Über Minos geflogen um weiter nach Borg- Signaturen und den fehlenden Personen zu scannen. Zudem wurde eine Sensor-Sonde mit Warp 8 in die Richtung geschickt, in die die Borg ihren Hilferuf gesendet haben. Diese Sonde wurde nach einer Stunde Flug "vernichtet" bzw. sendet nicht mehr. Das lässt nichts gutes Hoffen.
Crewman Funk und PO Kassabyan erarbeiten ein taktisches System um vorbereitet zu sein, falls die Borg Minos vor der Sternenflotte erreichen.
Um 9.39 Uhr werden die verbliebenen Torpedos der Columbia ausgeschleust, und nehmen die defensiven Positionen ein, die Crewman Funk und PO Kassabyan als am effektivsten errechnet haben.


SD 23880312.100 Borg-Sphäre
Die Ereignisse überschlagen sich: Die Scan-Ergebnisse des Überflugs von Minos sind ausgewertet: Der ganze Planet ist durchzogen von Bunkern, Höhlensystemen und Unterständen. Teilweise sind die Anlagen untereinander verbunden, teilweise aber auch autark. In den unterirdischen Anlagen befinden sich teilweise Werften teils aber auch Kontrollstationen des Waffensystems Echo Papa 607.
Die Scans suchten gezielt nach einem der Knotenpunkte des Waffenkontrollsystems, weil dies ein lohnendes Ziel für die Borg wäre, und war erfolgreich: Es gibt einen Komplex von dem aus das Waffensystem zentral gesteuert wird.


Kaum sind die Scanergebnisse bekannt ertönt ein Warnsignal: Roter Alarm! Borg-Sphäre im Anflug!


Alle Gefechtsstationen werden besetzt und auch das verbliebene Shuttle wird mit einem kleinen Team besetzt, um im Falle von Energieausfällen während der Gefechte noch autarke Energiereserven haben und beamen zu können. Das Shuttle-Team besteht aus PO Cane, Sub-Lt. Tela, Dr. Sanders, Kadettin Bellami, sowie Crewman MacTavish


Die Borgsphäre beamt 25 Borg in das Höhlensystem direkt zum Kontrollpunkt des Waffensystems – eilig wird ein Aussenteam zusammengestellt um die Borg dort aufzuhalten!
Die Außenteamleitung liegt wieder bei mir, gemeinsam mit mir an der Kampffront (und mein Stellvertreter) ist PO Wynter. Mit dabei wieder Lt. MacPherson, Ensign Rozhenko, PO Valeris, PO Drake, PO Kassabyan, Chief VanAmeling und PO Alenis. Ausgerüstet sind wir mit Transporterverstärkern, Kraftfeldsenker, 4 Sprengsätzen, dem Phaser-Remodulator sowie allen verfügbaren Waffen an Bord, inklusive Schlagstöcken und dem antiken Kurzschwert aus dem Wissenschaftskomplex (das mir inzwischen oft gute Dienste geleistet hat).


Das Aussenteam wird hinuntergebeamt und verliert den Funkkontakt zur Columbia in dem Moment, in dem wir den gute abgeschirmten unterirdischen Komplex betreten. Wir kämpfen uns kontinuierlich über mehrere Stockwerke durch den Komplex vor, töten dabei zahlreiche Borg-Drohnen (darunter auch einige Taktische, diese fallen erst nach ca. 5 Treffern) und dringen bald in den zentralen Kontrollraum des Bunkersystems vor, in dem die Borg gerade dabei sind, ein neues Vinkulum geschützt von Kraftfeldern aufzubauen. PO Drake gelingt es, die Kraftfelder zu senken, allerdings geraten wir dabei in große Bedrängnis durch die taktischen Drohnen, welche durch ihre eigenen Kraftfelder hindurchlaufen können wann immer sie wollen um diese zu verteidigen. Beim ersten Kraftfeld direkt am Eingang des Raumes haben wir noch Glück und können PO Drake im letzten Moment aus der Gefahrenzone ziehen und einen kurzen Rückzug antreten um die nachrückenden Borg zu erschießen – beim zweiten Kraftfeld, dichter am Vinkulum, haben wir dann nicht mehr so viel Glück, da die letzten vier verbliebenen taktischen Drohnen nun gemeinsam angreifen und wir nicht genügend Phaser haben um auf alle Angreifer gleichzeitig und häufig genug zu schießen. PO Drake wird assimiliert und ich ebenfalls beim Versuch, ihn noch beiseite zu ziehen. PO Wynter übernimmt das Kommando über das Team und erledigt die Aufgabe, die übrigen Borg zu besiegen und das Vinkulum zu sprengen.

Mit Musterverstärkern wird das Außenteam zurück auf die Columbia gebeamt – die Verletzten direkt auf die Krankenstation.


Ca. SD 23880312.120 Zerstörung der USS Columbia
Während das Aussenteam in den unterirdischen Bunkersystemen gekämpft hat, ist es der Columbia dank des taktischen Torpedo-Manövers (für das ich die Bezeichnung Funk-Manöver vorschlagen würde) tatsächlich gelungen, die Borgsphäre zu besiegen bei nur moderate Schäden am eigenen Schiff.

Doch dann taucht unvermittelt Borg-Kubus auf und geht direkt zum Angriff über! Die Columbia wird durch starke Treffer geschüttelt und trägt starke Schäden davon.

Der Captain ordnet die sofortige Evakuierung des Schiffes durch Shuttle und Rettungskapseln an und verkündet, das Schiff selbst in den Kubus zu fliegen, da dies die einzige Chance ist, den Kubus zu zerstören – zumindest die einzige, die wir haben.

Die Evakuierung läuft schnell und reibungslos.

Sub-Lt. Tela modifiziert die Tarnvorrichtung so, dass sie beim Auftreffen auf den Kubus einen EMP erzeugt, der die Explosion verstärkt indem sie alle elektrischen Bauteile stört – auch die Schilde der Borg sowie die elektromagnetische Eindämmung des Warpkerns der Columbia. Die so entstehende Explosion sollte hoffentlich für den Kubus ausreichen.

Crewman Funk bittet, als taktischer Offizier auf der Brücke bleiben zu dürfen und ich bitte ebenfalls darum, auf dem Schiff bleiben zu dürfen und die OPS zu besetzen – für einen optimalen Anflugwinkel der Columbia (ich habe ohnehin noch Borg-Teile in mir, die Dr. Sanders zwar deaktivieren aber nicht entfernen konnte und wäre auf Minos eine potentielle Gefahr für die verbliebene Crew.)
Captain Gallagher lässt uns bleiben.

Die Crew ist von Bord.

Die Columbia tritt ihren letzten Flug an.

Die Sensoren erfassen die taktisch günstigste Stelle für den Aufprall des Schiffes – ich gebe die Koordinaten in den Flugcomputer.

Captain Gallagher sagt: „Es ist mir eine Ehre, mit Ihnen gedient zu haben“

Dann starte ich den Countdown bis zum Aufprall – und bis zur Zündung des EMPs.

Bei Drei Sekunden heftet der Captain Crewman Funk und mir unvermittelt Not-Transporter auf die Schultern und wir werden auf das Shuttle gebeamt.

Als wir dort materialisieren ist das letzte, das wir sehen, die Explosion als die Columbia in den Borg-Kubus einschlägt und die grelle Explosion und Erschütterung im Moment danach.

Ich war in den letzten Sekunden an Bord empathisch mit Captain Gallagher eng verbunden.

Möglicherweise ist es nur Hoffnung – oder Sehnsucht… oder ein Nachhall, aber ich glaube, ich habe noch etwas von ihm gespürt als die Explosion verglüht war.

Aber ich kann mir nicht sicher sein.
Das Shuttle und die Rettungskapseln setzen den Flug nach Minos fort.

Nun gilt es, dort durchzuhalten bis die Sternenflotte eintrifft.


Bericht Ende.
Gez. Lt. Lucille Javert


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