Mission-Log von Lt.Cmdr. Javert,
Persönliches Logfile zum Xartack-Symposium

 

[ Das Logfile ist wie immer natürlich nicht IT für die Crew einzusehen, es ist für höhere Ränge bestimmt, dient aber dazu, sich nochmal den Ablauf in Erinnerung zu rufen wenn man nicht alles mitbekommen hat. ]

Sternzeit 23850417.125, Vorabend zum Symposium mit Hasperat
Die sonst so ruhige Starbase New Horizon quillt über vor Aktivität am Vorabend des Xartack-Symposiums. Die USS Columbia hat bereits vor ein paar Tagen angedockt und ich bin freue mich sehr, meine alten Crewkollegen nach vielen Monaten endlich wieder einmal um mich zu haben. Leider bleibt nicht viel Zeit für Gespräche, denn die Sicherheitsmaßnahmen, die rund um das Symposium zu treffen sind, erfordern doch eine Menge meiner Zeit. Das Stationspersonal ist für eine solche Aufgabe unterbesetzt und ich rekrutiere die Security der Columbia als Ergänzung.
Ausserdem ist endlich die USS Tereshkova, eine Excelsior-Class mit extensivem Refit unter dem Kommando von Captain Hunter, an der Starbase angekommen. Die USS Tereshkova wird in Zukunft fest hier stationiert sein um die Erilon sowohl in den Gefechten gegen die Xartack als auch bei der Umsiedelung von weiteren Kolonien unterstützen.

Am Vorabend des Symposiums feierte PO Alenis ihren Geburtstag mit der Crew und servierte zu diesem Anlass Spezialitäten ihres Volkes, der Bajoraner: Hasperat (welches traditionsgemäß richtig ordentlich scharf war) und Pilz-Happen. Danach ging es zum Feiern in die  Bar der Station. Die Techniker haben sich etwas Neues einfallen lassen: Es gibt dort seit neuestem ein Service-Hologramm, das als Barkeeper Cocktails von angeblich so ziemlich allen Föderationswelten mixen kann.
Ich muss gestehen, ich schätze diese Neuerung… Zwar sind mir lebende Barkeeper grundsätzlich lieber als Hologramme, aber der letzte Barkeeper den wir so weit hier draussen hatten konnte nicht viel mehr als ein paar Knöpfe am Replikator zu bedienen. Und mürrisch war er obendrein. Was das angeht ist das Hologramm in beiderlei Hinsicht eine Erleuchtung!

Sternzeit 23850417.233 Keine Fünf Minuten kann man sie alleine lassen
Lag es an der schärfe des Hasperat? Oder an den ungewohnten Cocktails?
Die Offiziere hatten die Bar keine 10 Minuten für eine Besprechung verlassen, als mich ein Alarm auf dem PADD darüber infomierte, dass jemand unautorisierten Zugriff auf die Türverriegelung der Bar genommen hatte… um diese zu verriegeln.
Sofort zur Bar zurückkehrend konnte ich dank meiner Empathie (nein, sie ist nicht immer ein Segen) schon durch die schalldichten Wände spüren, dass da eine mächtige Schlägerei im Gange sein musste.  Selbstverständlich wurde in kürzester Zeit die Sperre durch meine Kommandocodes aufgehoben, derweil stießen Commander Gallagher und Captain Hunter zu mir, und zu dritt stürmten wir die Bar, den wilden Sauhaufen (namentlich die noch immer ineinander verkeilten Crews der Columbia und der Tereshkova) zur Ordnung rufend. Gewisse Stolzgefühle auf Seiten der Columbia-Crew konnten mir dabei nicht wirklich entgehen…
Nach dem gebührenden Anschiss verlangte ich also zu wissen wer für das Ganze verantwortlich sei und Crewman Funk trat sofort vor. PO McCullen folgte fast auf dem Fuße und mit einer kleinen Verzögerung dann die komplette Columbia-Crew, was nun wiederum bei mir gewisse Stolzgefühle hervorrief. Ich bat Crewman Funk und PO McCullen mir in die Sicherheitszentrale zu folgen (Ersterer für das unautorisierte Umgehen der Verriegelungsmechanismen der Bartür und Zweiterer wegen dem Beginn der Schlägerei). Zwar zeigte sich bei beiden sehr schnell, dass die Motivation rein kameradschaftlicher Natur gewesen war (Meine Jungs! Immernoch, irgendwie), aber ganz ungestraft konnte ich das Verhalten in meiner Position als Sector Chief of Security leider nicht lassen, und so wurden beide Crewmitglieder verdonnert, am nächsten Tag Protokolldienst zu schieben.

Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war führte ich in der Bar noch ein langes und sehr produktives und aufschlussreiches Gespräch mit PO Wynter über Crosstrainings und den Teamgedanken an Bord der USS Columbia. Ein Thema dass ich weiterverfolgen werde.

Sternzeit 23850418.111 Beginn des Symposiums
Pünktlich eine Stunde vor Beginn der Vorträge trafen die letzten diplomatischen Delegationen auf der Starbase ein: Major Tovan vom romulanischen Imperium und eine offizielle Botschafterin der Föderation von der Erde namens Joleen Baker. Zwei Mitglieder des Erilon-Militärs, Colonel Farmann mit dem ich in letzter Zeit schon öfters zusammengearbeitet habe, und ein weiterer Major, waren am Vorabend schon eingetroffen.
Major Tovan hatte ich seit den Verwicklungen rund um die Anomalie im klingonischen Raum nicht mehr gesehen und für die Umstehenden muss unsere Begrüßung wie die guter, alter Bekannter gewirkt haben. Eigentlich hatte es mehr etwas von einer Kobra und einem Mungo… Tovans Anwesenheit hier lässt meine inneren Alarmglocken schrillen. Ich habe Lt. MacPherson und PO Wynter darauf angesetzt ihn zu beschatten und bin gespannt, was die beiden herausfinden. Es wäre zu offensichtlich wenn ich mich selbst um Tovans Beschattung kümmere. Ein gewisser Ruf in dem Bereich hat auch echte Nachteile.

Admiral Beckett eröffnete das Symposium mit einer kurzen aber prägnanten Rede.
Die kommenden Stunden sollten dem Zweck dienen, sich ein sehr umfassendes Bild über alle bisher gesammelten Informationen rund um den Konflikt gegen die Xartack und die Situation hier im Sektor zu machen um dann gemeinsam die Optionen für ein agieren in der Zukunft zu besprechen. Admiral Becket kündigte an, die Ergebnisse der Gespräche mit dem Föderationsrat und dem Sternenflottenhauptkommando auf der Erde zu besprechen um auf Basis unserer Empfehlungen einen Kurs für die Zukunft zu bestimmen.
Ich hoffe dass diese Sätze ein paar Techniker in den hinteren Reihen geweckt haben: Wie oft bekommt die Crew eines Sternenflottenschiffs in den unteren Rängen die Möglichkeit, die Zukunft eines Sektors mitzubestimmen?

Der erste Vortrag des Symposiums wurde von Captain Hunter von der USS Tereshkova gehalten. Sein Thema war Erstkontakte, wobei er das übliche theoretische Vorgehen, die oft stark davon abweichende Realität und den mal mehr, mal weniger positiven Verlauf ausführlich und mit einer guten Balance zwischen Ernsthaftigkeit des Themas und dazugehörigem Humor beleuchtete.
Den zweiten Vortrag hielt PO Wynter, sein Thema war der Kampf und was er mit dem Körper und der Psyche macht. Ich muss gestehen dass mich der Vortrag sehr positiv überrascht hat. Er referierte sachlich darüber, wie sich ein Kampf auf den Körper Humanoider auswirkt (Einfluss von Pulsfrequenzen auf die Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeiten, Automatismen und Ausfälle), an welchen Stellen Training hilft und worüber die Anführer eines Aussenteams diesbezüglich Bescheid wissen müssen um ein möglichst effektives Team zu haben – nicht ohne wiederholt darauf hinzuweisen dass Kampf stets die letzte Möglichkeit sein muss und dass alle anderen Methoden einen Konflikt zu lösen Priorität haben müssen! Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen!  
Nach einer kurzen Kaffeepause hielt Commander Gallagher einen Vortrag über die chronologische Abfolge der Kontakte zwischen Sternenflotte, Erilon und Xartack, beginnend beim Auftauchen der NX 05 Endurance in diesem Sektor und deren Zerstören einer Xartack-Basis.
Für viele Crewmitglieder, die noch nicht so lange an Bord sind sowie die Romulaner war dieser Vortrag mit Sicherheit der interessanteste, denn ihnen waren bislang nur Teile der Historie bekannt. Dieser Vortrag  zog bereits einiges an Diskussionen mit sich in Bezug auf taktisches Vorgehen und Verantwortlichkeiten, aber Commander Gallagher wollte es nicht zu weit ausufern lassen sondern die Diskussionen auf einen späteren Zeitpunkt nach meinem Vortrag über konkretere Informationen über die Xartack verschieben.

Sternzeit 23850418.152 Der Nachmittag des Symposiums
Nach einer Mittagspause, in der es eine exzellente, würzige ferengische Suppe gab, waren schließlich meine Vorträge an der Reihe. Ich begann mit einem Vortrag über Telepathie und telepathische Völker, deren Eigenarten in der Kommunikation und den Verlauf einiger Erstkontakte mit telepathischen Völkern. Das Thema ist hauptsächlich deshalb derzeit von so hohem Interesse weil Telepathie für die meisten nicht-telepathischen Spezies (zu denen die Menschen, Erilon und auch Romulaner nun einmal gehören) ein Buch mit sieben Siegeln ist… und wie PO Wynter in seinem Vortrag zu einem anderen Thema erwähnte: Was man nicht kennt macht einem oft Angst, und Furcht ist der größte Gegner!
Tatsächlich zog bereits meine Ausführungen zum psionischen Feld, den Möglichkeiten der reinen Kommunikation ohne Worte, nur durch Emotionen und abstrakte Bilder und dem oft völlig anderen Verständnis von Privatsphäre das rein telepathische Rassen wie die Cairn und die Betazoiden es haben schon eine große Fülle an Rückfragen und Diskussionen nach sich.

Mein zweites Thema hatte noch mehr Brisanz: Es ging nun um die konkreten bisherigen Kontakte mit den Xartack. Die Entführung von Crewman Dazzor und mir während der ersten Sektor-Erkundung, die Unterwanderung unseres Geistes und die beiden invasiven Befragungen von Xartack-Gefangenen während der Rettungsmissionen für die USS Maranello und die USS Helios.
Ich gebe zu dass ich vor diesem Vortrag ziemlich nervös war.
Die Vorgehensweisen bei beiden Kommunikationsversuchen beziehungsweise Befragungen waren starke Gratwanderungen. Da in beiden Fällen die Kommunikation durch eine vulkanische Geistesverschmelzung initiiert wurde, die nicht auf gegenseitigem Einvernehmen beruhte, hätten diese Vorgehensweisen auch als Folter eines Gefangenen  gewertet werden können.
Auf der Haben-Seite standen dagegen jedoch die Fakten, dass dieses Volk persönliche Grenzen ohnehin aufgrund der Natur ihrer rein telepathischen Kommunikation nicht kennt (und wir somit gegen ihre Moralischen Vorstellungen nicht verstoßen haben), wir durch diese telepathischen Kontakte den Großteil der relevanten Informationen und Einsichten über die Xartack erringen konnten und wir aufgrund von Sternenflotten-Regularien zum Schutz der eigenen Leute in den jeweiligen Situationen bis zu einem gewissen Grat dazu berechtigt waren, diese relevanten Informationen zu erringen.
Ich gebe zu: Es war eine gehörige Portion Bauchgefühl und auch Glück dabei dass wir in beiden Situationen so gute Erfolge erringen konnten, und diese Erfolge, insbesondere der positive Ausgang der letzten Kommunikation mit dem Xartack während der Helios-Mission, haben dazu geführt dass die Vorgehensweise kein Nachspiel hatte. Der Zweck heiligt nur in sehr, sehr seltenen Fällen die Mittel, aber wie so oft beim Militär entscheidet der Ausgang einer mutigen Entscheidung zwischen Orden und Degradierung.
Wie nicht anders erwartet zog der Vortrag eine intensive, vielschichte Diskussion nach sich. Über das Vorgehen bei der Kommunikation mit den Xartack, die moralischen Aspekte, der Glaubwürdigkeit der erreichten Ergebnisse und dem Vorgehen in der Zukunft. Besonders PO T’Cadra brachte sich hier immer wieder und sehr ambivalent ein. Obwohl sie in der Vergangenheit beide Kontakte zu den Xartack ohne offen Bedenke zu äußern initiiert hatte bewertete sie dieses Vorgehen nun nachbetrachtend als Fehler den sie nicht wiederholen wollte – ungeachtet der Tatsache dass eben jenes Vorgehen uns im Kontakt mit den Xartack einen gewaltigen Schritt voran gebracht hatte und der Xartack selbst es nachträglich nicht als schlimm bewertet hatte.
Ihre Sichtweise der Dinge bewegt sich dahingehend sicherlich an einem entgegengesetzten Ende des Spektrums wie meine, und der moralische Kodex der Vulkanier ist dahingehend auch sehr strikt.
Von den restlichen Zuhörern wurde das Thema kritisch beleuchtet aber der größte Teil schien die Chancen einer Kommunikation mit den Xartack zu erkennen und zu befürworten.

Nach einer weiteren kleineren Pause folgte ein sehr ausführlicher und gut vorbereiteter Vortrag von Ensign Sanders über die medizinischen Eigenheiten der Xartack, welcher einige Fragen zu ihrem Ursprungsplaneten aufwarf und danach begann die Podiumsdiskussion, geleitet von Commander Gallagher und Admiral Beckett.
Über die Dauer von über einer Stunde wurden Ideen und Gedanken zu taktischen Vorgehensweisen, längerfristigen Strategien und den Möglichkeiten und Optionen  einer Kommunikationsaufnahme mit den Xartack gesammelt.  Hierbei kamen tatsächlich einige sehr gute Vorschläge zusammen, die Admiral Beckett gerne aufnahm. Auch für die direkte, kurzfristige Vorgehensweise hier im Sektor war einiges von Wert dabei. Die Erilon beteiligten sich natürlich rege an der Diskussion, Major Tovan spitzte eher die Ohren und hörte sich alles sehr aufmerksam an.
Besonders glücklich machte mich jedoch Crewman Valeris aus der Wissenschaft, die nach den Vorträgen zu mir kam um mir persönlich zu sagen wie gut und wichtig sie die Vorträge für ihr persönliches Verständnis der Situation mit den Xartack fand, und dass ich mit den Vorträgen und Erleuterungen ihr Vertrauen zurückgewinnen konnte, welches bei der Rettungsmission der Helios durch Mangel an Information und Erklärungsgelegenheiten stark ins Wanken gekommen war.

Sternzeit 23850418.194 Gala-Empfang mit Beförderungen  
Das Symposium ging nach einer Pause in den Gala-Empfang über ohne dass die Themen gewechselt oder die Intensität der Diskussionen nachgelassen hätte. (Vielleicht abgesehen von der obligatorischen längeren Diskussion über Sinn und Unsinn des Verbots von romulanischem Ale wie man sie immer hat sobald Romulaner anwesend sind)
Ein großer Teil der Crew erschien herausgeputzt in Gala-Uniform, was schon ein sehr gutes Bild abgab und Admiral Beckett eröffnete den Abend offiziell mit einem ganzen Stapel an Beförderungen von denen die größten Schritte die Beförderung von T’Cadra zum Chief Petty Officer und von Commander Gallagher zum Captain war (endlich ist er mir wieder einen Pin voraus…)
Das anschließende Buffet war wirklich ausgezeichnet (Klingonisches Gagh schmeckt einfach um so vieles Besser wenn sich die Würmer nicht mehr bewegen) und die Gespräche spannend. PO Wynter schien sich wie ein Bluthund an die Erilon und die Romulaner zu heften, die ihrerseits einen doch sehr intensiven Klüngel bildeten. Es war schon fast zu offensichtlich wie intensiv Major Tovan versuchte, die Sternenflotte und die Föderation bei den Erilon in ein schlechtes Licht zu rücken und selbst durch die Optionen des Verkaufs von Waffen und ähnlichem zu glänzen. Da PO Wynter an der Sache dran war und solcherlei Diskussionen ausserdem in den Bereich der Föderations-Diplomatin Baker fielen (die sich auch angemessen um die Sache kümmerte) hielt ich mich an der Front zurück und war darum auch nicht undankbar.  
Auch in den Diskussionen kam wieder und wieder heraus, dass eine Kontaktaufnahme mit den Xartack inzwischen als eine durchaus sinnvolle Option bewertet wird – natürlich einhergehend mit einer Verstärkung der Verteidigungsmöglichkeiten der Erilon. Natürlich ist das Richtig: Man kann beides gleichzeitig tun. Sollte man auch.

Sternzeit 23850418.224 Gespräche in der Bar   
Die Bar hat inzwischen einen Namen: The Neutral Zone.
Parallelen zu romulanischen Gästen und dem damit verbundenen Ausschank ihres Ales sind beabsichtigt und gewollt… Und auch unabhängig davon finde ich den Namen eigentlich recht passend, weil die Bar die Möglichkeit für zwang- und „ranglose“ Gespräche unter Crewmitgliedern bietet.

Crewman Valeris setzte sich ans Klavier und fand schnell eine wachsende Schar von Zuhörern und Mit-Musikern (ich wusste gar nicht dass Loughlin eine so musikalische Ader hat!)
Ich führte ein längeres, intensives Gespräch mit Loughlin und Chief T’Cadra über das Vorgehen in Punkto weiterer Kommunikation mit dem Xartack. Wir kamen überein, dass wir die Geistesverschmelzung vor einem Kontakt mit dem Xartack zu dritt noch einmal „üben“ wollten damit es sich vertraut anfühlte und dass dann ich die Verbindung zu dem Xartack über die den Betazoiden eigene Telepathie initiieren sollte. Letzeres vor allem auf Bitten von Chief T’Cadra, die nach wie vor moralische Bedenken hat. Mir ist nachträglich noch der Gedanke gekommen zu versuchen, über meine Kontakte auf Betazed einen Cairn für die Kontaktaufnahme gewinnen… Oder zumindest um uns bei den ersten Schritten als Dolmetscher zu dienen. Da die Cairn auch über abstrakte Gedanken und Bilder telepathisch kommunizieren könnte ein Mitglied dieser Rasse die Xartack möglicherweise einfacher verstehen als wir.

Im Anschluss setzte ich mich noch eine Weile mit Counselor Campbell zusammen um mit ihr darüber zu reden, wie gut die Crew der Columbia als Team funktioniert. Ihre Bewertung fiel eigentlich sehr positiv aus, dennoch kamen wir im Gespräch auf ein paar Punkte, die die Kommunikation und den Teamgedanken noch verbessern könnten und besprachen diese direkt mit Captain Gallagher. Er scheint es mir nicht übel zu nehmen dass ich mich in seine Schiffsangelegenheiten einmische. Zum Glück. 

Derweil entspann sich in einer Ecke der Bar eine sehr interessante Diskussionsrunde mit den Erilon, den Romulanern (welche noch immer nicht von den Fersen der Erilon wichen) sowie Captain Hunter und PO Wynter (welcher seinerseits nicht von den Fersen der Romulaner wich). Ich bin mir an der Stelle nicht ganz sicher ob Loughlin die ihr zugeteilte Aufgabe, Major Tovan auf den Zahn zu fühlen, aus zuviel Vorsicht nicht nachkam oder ob sie das Feld PO Wynter überlassen wollte, aber letzterer gab mir noch am selben Abend einen ausführlichen Bericht über die Gesprächsinhalte der Romulaner und Erilon sowie eine Einschätzung der Motivationen des Majors, die zumindest sehr gut zu meinen Befürchtungen passte. Wir werden an dieser Front sehr vorsichtig sein müssen. Das Romulanische Imperium hat seit der Ermordnung des kompletten Senats durch Shinzon massive Probleme… Unter der Hand wird gemunkelt, das Imperium würde in Einzelfraktionen zerfallen, aber das würden die Romulaner natürlich niemals zugeben. Jedenfalls ist das Gewinnen neuer Verbündeter und das Erringen von Technik wie sie die Xartack einsetzen für die Romulaner von sehr großem Wert. Wir werden da verstärkt ein Auge darauf haben müssen und haben dank den Beobachtungen von PO Wynter nun genug an der Hand um von Seiten von Starfleet Security den Major in diesem Sektor nicht unbeobachtet schalten und walten zu lassen. Er wird sich wohl damit abfinden müssen, dass der ein- oder andere Sternenflotten-Diplomat in diesem Sektor immer dieselbe Reiseroute hat wie das Schiff Tovans.

Als persönliches Fazit werte ich das Symposium als vollen Erfolg. Alle Beteiligten konnten sich gut und umfassend informieren und haben sich an den Diskussionen und Ideenfindungen rege beteiligt. Wir haben einen Weg, den wir in Zukunft gehen werden, und ich kann nur hoffen, dass das Hauptquartier die zu ergreifenden nächsten Schritte schnell abnicken wird.
Einige Vorbereitungen für eine neue Kontaktaufnahme mit den Xartack werde ich baldmöglichst treffen… Und dann werden wir sehen welchen Weg das alles nehmen wird.

End of File
gez. Cmdr. Lucille Javert,

CoS Starbase 114 „New Horizon“