Columbia Mission 28, Sternzeit 10.10./12.10.2014
Persönliches Tagebuch Keira Valeris


 

Sternzeit 23841012-1014

 

OT: Bitte nicht vergessen, daß dies kein objektiver Missionsbericht ist sondern ein höchst subjektives Tagebuch, sowohl was die Ereignisse als auch was die Eindrücke betrifft, die der SC von anderen SC bekommen hat ;-). Trotzdem viel Vergnügen beim Lesen.

Erschwert wird das Ganze diesmal dadurch, daß wir Befehl erhalten haben, alle prekären Dateien zu löschen und daß ich auch noch persönliche Einträge gelöscht habe. Das Ergebnis ist reichlich chaotisch.



Flusen im Weltraum. Nichts als Flusen im Weltraum. Seit zwei Wochen touren wir durch einen Raumsektor am äußersten Ende des Alphaquadranten und sammeln und kartographieren Flusen im Weltraum. Wenn wir Glück haben ist gelegentlich ein Stückchen Sternenstaub dabei.
Gähnende Langeweile auf der Brücke, der Captain wünscht sich vermutlich mit einer Orionerin nach Risa (wo Dr. Knight gerade auf einem Symposium ist, der Glückliche), die Taktik spielt Schiffe versenken, die Technik poliert zum hundertsten Mal den Warpkern und die Security ist kurz davor, sich aus Frust gegenseitig zu verhauen. Die Wissenschaft schaut dem bunten Lichterblinken der Computer zu und versucht, dabei keine epileptischen Anfälle zu bekommen. Die Medizin hat noch nicht einmal einen einzigen epileptischen Anfall zu verzeichnen. Dr. Sanders unterzieht mich der gefühlt hundertsten Notfallübung in drei Tagen und bläut mir wieder und wieder die wichtigsten Medikamente und ihre Dosierungen ein. Das ist noch der angenehmste Zeitvertreib.
Wir warten darauf, McPherson wieder an Bord nehmen zu können, die sich in letzter Zeit auf dem Kadettenschiff „Valiant“ befand, um dort Sternenflottenanwärter zu drillen. Bis zum Rendezvous mit der Valiant ist es nicht mehr lange hin, endlich scheint das Ende der endlosen Routinescans in Sicht.
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Ionescu nimmt es auf sich, die Mannschaft nochmal hinsichtlich der Funkdisziplin zu drillen, ein Lichtblick.
Danach analysieren wir aus lauter Verzweiflung in der Wissenschaft Kristalle, McTavishs Spezialgebiet als Geologe, und nachdem unsere Vorgesetzte T'Cadra für kurze Zeit den Raum verläßt können wir ihr bei ihrer Rückkehr voller stolz das Ergebnis von einwandfreier guter Zusammenarbeit zwischen unseren Fachgebieten vorweisen. In den winzigen Höhlen der Kristalle lebte offenbar eine intelligente winzige Spezies, die sich in Höhlenmalerei versuchte. Ganz deutlich sind auf den Scanbildern ein winziges Gesicht mit spitzen Ohren zu erkennen – offenbar hatte die Spezies Kontakt mit Vulkaniern – und ein Strichmännchen, das SOS schreit. Wie zu erwarten verzieht T'Cadra keine Miene. Ich warte einfach auf den Tag, an dem sie einmal die Fassung verliert aber noch ist der nicht in Sicht.

Jede Abwechslung ist willkommen. Jedes neue Gesicht auch und so fällt die Begrüßung der neuen Counselor an Bord, Ensign Eleanor Campbell, herzlich aus. Dr. Sanders und T'Cadra scheinen sie gut zu kennen, später erfahre ich, daß sie im selben Jahrgang an der Sternenflottenakademie waren und offenbar so einiges miteinander erlebt haben. Ein weiteres neues Gesicht ist Mr. Roy Fitzherbert, ein Arzt und Physiotherapeut, der seinen Dienst antritt. Die OPS bekommt Zuwachs in Form einer Andorianerin, P.O. Reeva Tevan wird in Zukunft Dienst auf der Brücke tun. Ich bin gespannt, ich weiß nicht viel über Andorianer, außer daß sie von einem Eisplaneten kommen und entgegen jeglicher Erwartungen über ein ziemlich hitziges Temperament verfügen.
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Nach dem Verlust seines Goldfisches Deirdre ist der Doctor sichtlich erschüttert. Mir geht es ebenso. Es ist hart genug, auf ein fremdes Schiff zu kommen, dessen Crew von den Xartak regelrecht massakriert wurde aber zu sehen, wie jemand ein Lieblingstier verliert, das ich kannte macht die Sache noch schwerer.
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O'Connor hat seinen Dienst nach einer gewissen Rehabilitationszeit wieder angetreten und ist nach allem, was ich sehen kann ruhiger geworden. Irgendwie bin ich froh, ihn wieder dabei zu haben...merkwürdig. Ich fühle mich sicherer, wenn er dabei ist. Ist vermutlich der Sinn einer Security...
Ich mache mir Sorgen um Dr. Sanders, er wirkt müde und überanstrengt. Ich glaube die neue Counselor wird alle Hände voll zu tun bekommen aber sie hat etwas an sich, das Vertrauen weckt. Möglicherweise ist es die schnell zutage tretende Angewohnheit, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Mich überkommt das Bedürfnis meinen medizinischen Offizier ein wenig zu hegen und ich bringe ihm einen heißen Tee. Meine Großmutter pflegte zu sagen, es gäbe keine Gemütslage, die ein heißer Tee verschlechtern könne...[Computer, letzten Eintrag löschen].
Währenddessen setzt das ein, was dieses Schiff zwei Wochen lang nicht gesehen hat: Hektische Betriebsamkeit und eine gewisse Art von Realitätsverdrängung, bezüglich des Todes des Goldfisches, zumindest was mich angeht.
Denn ein großer vorbeiziehender Meteoritenschwarm gibt uns Möglichkeiten, etwas mehr zu tun als nur auf Flusen im Weltall zu starren.
Nach Dienstende haben alle das Bedürfnis [file deleted] zu feiern [file deleted] und so endet der Abend nach einer bewegenden Ansprache des Captains in einer alkoholgetränkten Feier. Ich glaube, McPherson hätte als halbe Irin ihre helle Freude daran gehabt. Aber die tut ja gerade Dienst auf einem anderen Schiff. Schade.

...bin wieder in meinem Quartier, hat aber lange gedauert. Whisky und Canar sind keine gute Mischung, gehen direkt ins Hirn, ohne Umweg über den Magen, auweia. Wieso sich irgendwann die Andoriindianerin und O'Connor [edit file] die besten Kampftechniken demonstrieren [edit file] kapiere ich nicht ist aber spaßig anzusehen. Aber wieso ich von ihr einen Kinnhaken verpaßt bekomme und dabei Dr. Sanders in die Arme plumpse versteh ich genau so wenig wieso Funk ebenfalls eine kassiert. Andoridingsdas sind komisch...Bin aber nicht undankbar. War sehr gemütlich, ehrlich. Die Arme meine ich, nicht die Andorrinerin. Nachher sagen alle das Schiff sei verflucht...eng und ständig würde man gegen irgendwelche Schotts laufen...die sollten verboten werden. Oder blau angestrichen werden. So wie die Anderi...Andorra...Abdomina, scheiße Mann, die An-Do-Ri-A-Ne-Rin...okay...geht doch...muß mir eins merken: niemals Andarori...na, die scheiß Blauen halt herausfordern. Die nehmen alles verflucht wörtlich. Ehrlich! Sie meint: Ich kann Site to Site Transporte...ich sag: ehrlich?, will ich sehen und die springt auf und rennt in die Brücke. Und dann macht es Huuiiii und ich steh vor meinem Quartier. Mann. Dabei war mein Glas noch nicht mal leer. Also ich wieder runter. Dann meinen die irgendwann ich hätte genug nur weil ich fast vonner Bank falle. Und dann wollen die mich wieder beamen. Aber diesmal bin ich vorbereitet und klammere mich am Doc fest wie eine Miesmuschel an ihrem Felsen und Huuuiiii – stehen wir beide in den Quartieren. Hihi. Doktorchen schimpft aber der ist auch schon so betrunken, daß ich das nicht ernst nehme. Der will auch nur wieder zu seinem Drink. Ist nicht wirklich böse. Wir also beide wieder runter. Zum Glück ist Oberboß Galli schon lange im Bett und der Rest lacht bloß. Dann löst sich die Gesellschaft auf – schon wirklich verflucht spät und morgen ist Dienst – auweia.
[Oh Gott, ist das peinlich, Computer, letzten Absatz mit maximaler Sicherheitsstufe kodieren. Ich behalte ihn als Warnung.]

Plötzlich sind alle weg in den Quartieren. Bloß der Doc nicht. Der lehnt an der Wand des Ganges und grinst debil. Dann frag ich noch ob er allein ins Bett findet oder Hilfe braucht und er sagt wieso, melden Sie sich freiwillig und ich frag ist das ein Befehl und er sagt wenn Sie's so formulieren dann ja und dann [Himmel nein, Computer, letzten Eintrag löschen].

Weitere Anmerkung: Die Blauen laufen nicht lila an, wenn sie sich ärgern! Wichtige Erkenntnis. Nutzt auch nichts, wenn man sie zweimal ärgert. Gibt höchstens mehr blaue Flecken. Aber nur bei einem selbst! Gute Nacht!
[Computer, Sicherheitsstufe aufrechterhalten, meine Güte, Keira Valeris, das hast Du ja echt fantastisch hingekriegt!]

Medizin ist etwas Fantastisches. Mein Kater hält sich in Grenzen und ich bin dienstfähig. Zumindest glaube ich das, denn in meinen Inneren herrscht ein Aufruhr, der absolut nichts mit dem gestrigen Gelage  zu tun hat. Nach einer Weile stelle ich fest, daß ich einfach nur zufrieden bin. Nichts kann mich aus der Fassung bringen. Nicht einmal das Veilchen auf meinem Kiefer, das prächtig mit O'Connors blauem Auge harmoniert. Merkwürdigerweise scheinen alle davon überzeugt  zu sein, ich hätte mich mit O'Connor geschlagen. Das ist doch völlig absurd. Die Andorianerin hat eine gebrochene Rippe und das fällt keinem auf? Und Funk hat nur Glück gehabt. Diese herausstehenden Schotteile sind wirklich heimtückisch. Sollten verboten werden. Oder blau angestrichen werden. Oh, so weit war ich schon mal. Und kaum bin ich nüchtern kann ich auch wieder Andorianerin sagen. Vortrefflich.
[Computer einfügen: Bin in keinster Weise sicher ob ich wirklich schon wieder nüchtern bin! Es gibt glaube ich nichts Schlimmeres als sich alte Tagebucheinträge anzuhören...]

Die Krankenstation wird zum morgendlichen Treffpunkt für alle, hmmm...Schottversehrten. Was mich in die mißliche Lage bringt, Doctor Sanders gegenübertreten zu müssen. Mir geht es ziemlich gut aber ich habe keine Ahnung, was er sich denkt. Bei allen Behandlungen wahrt er eine recht professionelle Maske und es dauert lange, bis ich mit ihm alleine bin. Die Situation muß geklärt werden, sonst wird es unerträglich für uns. [Computer, letzten Eintrag löschen] Ich muß mit der Counselor reden, da gibt es einige Dinge, die ich sonst niemandem anvertrauen kann. Aber zunächst ist Sanders an der Reihe. Als ich ihm verkünde ich hätte Gesprächsbedarf merkt er nur an, er könne sich denken, worum es geht und bittet mich, Platz zu nehmen. [Computer, letzten Eintrag löschen] Zum Glück hat er vollstes Verständnis für mein Benehmen am letzten Abend und trägt mir nichts nach. Vermutlich fehlt ihm immer noch sein Goldfisch.

[Computer, letzten Eintrag löschen] Warum will jemand wissen, wie schnell man Uniformen an- und wieder ausziehen kann? Du meine Güte.
Übrigens geht das in nur zwei Minuten und 13 Sekunden. Ist aber sicher optimierbar.
Noch schlimmer, ich laufe trotz Langeweile mit einem festgeklebten Grinsen [Computer, letzten Eintrag löschen] durch die Gegend, so daß Councelor Campbell schon nach einer Minute Lunte riecht und das sogar den Captain mehrfach dazu veranlaßt, mich mit kritischen Blicken zu mustern. Vermutlich halten sie mich für gestört. Dürfte die reine Hysterie sein.
Ich muß wirklich besser aufpassen. Außerdem haben wir viel zu tun, ich kann es mir nicht erlauben unkonzentriert zu sein.
Ergebnisse gibt es viele aber sie sind nicht sonderlich spannend. Nach Auswertungen sämtlicher Informationen und Ressourcen sieht der Stand der Dinge folgendermaßen aus:
[file deleted] Die Meteoriten enthalten Spuren von sonderbaren Kristallen.

Die Kristalle stellten sich als eine Abart von Vertion Chronotit heraus. Ein Mineral das in unseren Warpspulen Verwendung findet.  Allerdings waren die Kristalle auf eine Art und Weise verändert, daß sie in der Lage wären, den Warpspulen Energie  zu entziehen. [file deleted]. Ein faszinierendes Forschungsfeld. Ein solcherart beeinträchtigtes Schiff wäre sozusagen an Ort und Stelle gefangen, Impulsantrieb ist möglich aber kein Warp.
[file deleted] Das könnte man bei Gelegenheit genauer untersuchen. Aber die nur minimal vorhandenen Spuren sind restlos verbraucht.

[file deleted] Die Meteoriten verursachen unerwartete Schäden und es ist zwingend sie aufzuspüren und zu reparieren, so gut das möglich ist. Es ist nötig das Schiff zu reparieren und wieder herzustellen. Besser kann ich es nicht erklären. Es ist zu wirr. Was wir dafür  zu tun haben ist  einmal [file deleted] den größen Meteoriten zu zerstören. Danach soll die Columbia in der Lage sein, uns mit Hilfe ihrer Technologie  mit einem weiteren Warpsprung wieder an den Punkt  zu setzen, an dem wir dann sein sollten...[file deleted] damit wir McPherson und die Crew der Valiant unbeschadet wiedersehen [file deleted].
Das scheint den Preis der ganzen Arbeit wert zu sein. [file deleted] Wir haben nichts weiter getan haben, als einen gigantischen Meteoritenschwarm zu erforschen und vor allem Funk dabei die Gelegenheit zu geben, das Waffenarsenal der Columbia ordentlich zu testen, damit der Mann endlich mal zielen und schießen lernt. Außerdem haben wir eine Menge Sonden abgesetzt und ein paar merkwürdige Kristalle analysiert. [file deleted]
Funk hat dabei eine brillante Idee bezüglich einiger Sonden entwickelt, die aber mein technisches Verständnis übersteigt. Er besteht darauf, daß dieses Manöver, sobald er es ausgefeilt hat als „Funk Sierra Manöver“ in die Geschichte eingehen wird.

Fürs erste aber arbeiten die Abteilungen [file deleted] an der Simulation eines Enterkommandos auf dem Holodeck.
[file deleted] Also macht sich ein Team bereit, ein Enterkommando unter O' Connor und Wynter durchzuführen. Sanders fordert mich als Sanitäterin an. Verdammt. Ich hasse das. Was zur Hölle soll ich in einem Enterkommando? Natürlich weiß ich, daß so etwas von Crewmitgliedern erwartet wird und auf so einem kleinen Schiff kommt man nicht drumherum, bei allen möglichen, auch gefährlichen Missionen dabei zu sein aber ehrlich, ich weiß jedes mal kaum, wie ich meine Angst in den Griff bekommen soll. Ich wurde für so etwas nicht ausgebildet. Das einzige was mich freut, ist, daß er genug Vertrauen in mich setzt, gleichzeitig drücke ich nur alle Daumen, daß [file deleted] ich mich nicht blamiere. Das Enterkommando ist erfolgreich. Wir kehren [file deleted] vom Holodeck auf die Columbia zurück. [file deleted] Lediglich Mc'Cullen hat mehr solche simulierten Treffer abbekommen, als gesund sein können und muß sich einem medizinischen Check unterziehen.
Ich bin O'Connor wirklich dankbar, daß er sich zuvor noch einmal die Zeit genommen hat, die medizinische Crew einem speziellen Sicherheitstraining für die Medics zu unterziehen.

[file deleted] Kaum bin ich wieder da, erfahre ich, daß während derselben Zeit ein Frachter aufgetaucht ist, mit einer gewissen Miss Connelly an Bord. Miss Connelly ist irgendwie zwischen die Meteoritentrümmer geraten und wurde dabei verletzt. Sie ist die Händlerin, der wir damals auf der Suche nach der Bibliothek des alten untergegangenen Volkes eine gewissen Speicherkristall abgekauft haben. Sie war nicht unsympathisch und dementsprechend fällt die Begrüßung recht herzlich aus. Was sie hier will entzieht sich meiner Kenntnis aber [file deleted] sie hat unter anderem Champagner und Pralinen an Bord.

Counselor Campbell hat währenddessen einiges  zu tun. Sowohl Kassabian als auch Wynter scheinen zum Gespräch mit ihr bereit, bzw. werden dazu genötigt aber wie Cambell zu Beginn sofort sagte, sie sei hier um zu helfen und nicht etwa der Feind. Ich weiß nicht, warum viele die Counselor der Sternenflotte in etwas negativer Sicht haben aber ich suche das Gespräch mit ihr.
Es ist eine sehr persönliche Angelegenheit und deswegen kann ich mit niemandem, schon gar nicht mit [Computer, letzten Eintrag löschen] jemand anderem darüber reden. Seit Damians Verschwinden und seinem offiziellen Tod habe ich viel daran gesetzt, die offensichtliche Realität  zu verdrängen und es nicht wahrhaben zu wollen. [Computer, letzten Eintrag löschen] Nichts war mir  zu schade, um in Erfahrung  zu bringen, ob etwas vertuscht wurde...nach der schockierenden Erkenntnis, daß mich Damian die ganze Zeit über angelogen hatte, was seinen Beruf betraf. Jetzt ist er seit so vielen Jahren verschwunden und trotzdem bin ich seinem Andenken treu geblieben, auch wenn es Grund zum Zweifeln gab. Und jetzt [Computer, letzten Eintrag löschen] herrscht in meinem Kopf Chaos. Kann man jemanden hintergehen, der tot ist [Computer, letzten Eintrag löschen]  Muß ich darüber ein schlechtes Gewissen haben? Counselor Campell ist sehr verständnisvoll und kann mich ein wenig beruhigen. Die Gedankengänge sind so chaotisch und lächerlich, daß ich sie niemandem anvertrauen mag, aber es hilft, so etwas einem Counselor darzulegen.
Ein Rest an Zweifel bleibt. Was, wenn ich recht hatte und Damian doch nicht tot ist? Wenn ich nicht genug getan habe? Wenn es noch nicht einmal gereicht hat, sich mit [Computer, letzten Eintrag löschen] allen möglichen Leuten anzulegen und obendrein einen Posten auf einem Forschungsschiff anzunehmen, weil die Wahrscheinlichkeit, einen Hinweis  zu erhalten, mitten im Weltraum immer noch größer ist als auf der Erde? Ich weiß es nicht, aber [Computer, letzten Eintrag löschen] allein die Erkenntnis, daß ich noch in der Lage bin, zu fühlen ist gleichzeitig erschreckend und belebend. [Computer, letzten Eintrag löschen]

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Überhaupt kommen wir dazu, einige interessante Gespräche  zu führen. Er erzählt mir von seiner Zeit in der Akademie und seiner alten Freundschaft zu T'Cadra und Eleanor Campbell. [Computer, letzten Eintrag löschen] Aber das erwähnte ich schon.
[Computer, letzten Eintrag löschen] Gefühle scheren sich nicht um Alter oder Vernunft. Momentan bin ich sehr glücklich und hoffe, daß dieser Zustand noch einige Zeit anhalten wird.[Computer, letzten Eintrag löschen] Das war auch der Rat von Counselor Campbell. Verdammt – ich glaube, die Dame weiß viel zu genau Bescheid...

Nach einer Vollversammlung, in der uns der Captain auf unseren Kurs einschwört, wobei er keinen glücklichen Eindruck macht – natürlich nicht, er ist nicht der Mann, der sich von [file deleted] einem Meteoritenschwarm gerne vorschreiben läßt was er zu tun hat – machen wir uns daran, das letzte Meteoritentrümmerteil zu finden und aufzubringen [file deleted] Die Schlacht gelingt.
Erschwert wird das Ganze noch dadurch, daß [file deleted] wir Versuche starten, uns unauffälliger  zu bewegen, weswegen unter anderem Quantentorpedos auf eine Art modifiziert wurden, daß sie ein Subraumphänomen nachahmen, welches unsere Anwesenheit verschleiert. Die Technik leistet Herausragendes und arbeitet unermüdlich an Optimierungen der Sonden und Torpedos.
Nach einem letzten Angriffsmanöver auf die Meteoriten sind wir angekommen – und treffen auf die Valiant, mit [file deleted] McPherson an Bord, die später zu uns stoßen wird. Sie wiederzusehen ist [file deleted] sehr erfreulich.

Der Captain schwört uns noch einmal darauf ein [file deleted] das Schiff so minutiös zu reinigen, daß noch nicht einmal ein Mikropartikel hätte überleben können und sämtliche Daten [file deleted] auf den neuesten Stand zu bringen. Bezaubernd, nachdem er den ausdrücklichen Befehl dazu gegeben hat, wir sollten vergessen, daß wir jemals derartig zum Putzen gezwungen waren hätte er uns genau so gut befehlen können, nicht an tanzende rosa Elefanten zu denken! Zwecklos. Aber natürlich bleiben wir den Vorgaben treu.

Auch dieser Abend klingt mit einer lange andauernden Feier in der Messe aus. Wieder fließt reichlich Alkohol. Das muß aufhören. Ich glaube ich habe noch nie eine so wirren Tagebucheintrag verfaßt. Sicher ist der viele Alkohol daran schuld.
Meine Güte, ich bin noch nie darauf gekommen, daß man aus Buchstabenkeksen heimliche Botschaften formen kann. Und wenn man sich kurz faßt braucht man wirklich nur sehr wenige Kekse...
Es war die langweiligste Mission aller Zeiten.
Es hat keine anderen Vorfälle gegeben als erfolgreiche, aber materialverschwendende taktische Schießübungen in einem Meteoritenschwarm und endlose Routinescans von Flusen im Weltraum. Nichts als Flusen im Weltraum. Zwei endlose Wochen lang!