Bericht von Ensign Loughlin MacPherson
betr.  Mission zur Befreiung von Lt. Javert aus den Händen des Orion-Syndikats

 


SD 23831205.223 Entführung von Lt. Javert

 

Die Columbia befand sich bereits seit einigen Tagen bei Starbase 514, wo sie größeren Umbaumaßnahmen unterzogen wurde. Einiges an Sonderausstattung war bewilligt worden und wurde nun eingebaut. Cmdr. Gallagher hatte zu diesem Zeitpunkt das Kommando, mit Lt. Javert als XO und Ens. Linnert als 2. Offizier. Ich trat erstmals meinen neuen Posten als Sicherheitschef der Columbia an.
Ensign Reynolds hielt noch einmal seinen Vortrag über die Verbesserung der Computersysteme der Columbia, bevor dann die letzten Umbaumaßnahmen in Angriff genommen werden sollten.
Mangels Arbeit in der Sicherheit half ich dabei in der Technik aus, jedenfalls so lange, bis in der Bar der Station ein Streit ausbrach, der so laut war, dass man ihn durch die offene Schleuse sogar im Schiff hören konnte. Ich holte mir einen Typ 2 Phaser aus der Sicherheitszentrale und ging nachsehen.
In der Bar angekommen sah ich Crewman Dazzor einem offensichtlich betrunkenen Mann gegenüber, der mit einem abgebrochenen Stuhlbein als Waffe offensichtlich Streit suchte. Um die Situation schnell zu klären betäubte ich ihn und übergab ihn der Stationssicherheit, damit er seinen Rausch ausschlafen konnte.
Cmdr. Gallagher bat mich festzustellen, ob alle in Ordnung sind. Ich verschaffte mir also einen Überblick, aber da keiner verletzt zu sein schien ging ich zurück zur Columbia.
Mit hätte wohl schon da auffallen können, dass Lt. Javert fehlte... Allerdings hatte ich nicht mit Sicherheit gewußt, ob sie sich auf der Station befand.

Als jedenfalls Lt. Javert kurz danach gesucht wurde, antwortete sie nicht auf ihren Kommunikator und ein Scan ergab keine Lebenszeichen, woraufhin ein sofortiger Transport auf die Krankenstation veranlaßt wurde. Dort zeigte sich jedoch, dass die fehlenden Lebenszeichen daher rührten, dass Lt. Javert ihren Kommunikator nicht mehr trug. Das Gerät materialisierte in der Krankenstation, aber sie selbst blieb verschwunden. Nun war klar, dass etwas vorgefallen sein musste. Cmdr. Gallagher übertrug mir die Leitung der Ermittlung.

 

SD 23831205.230 Erste Ermittlungen

 

Zusammen mit Crewman Dazzor und Kadett Deirdre McCullen, einem neuen Mitglied der Sicherheit, machte ich mich an die Untersuchung des Verschwindens von Lt. Javert. An dem Ort, wo ihr Kommunikator gefunden wurde, einer Luftschleuse der Station, waren außer einer Transportersignatur keine brauchbaren Spuren zu finden. Die Befragung der Leute in der Bar ergab, dass sie den Raum kurz vor dem Tumult zusammen mit einem Mann verlassen hatte, der wohl vorgegeben hatte, Interesse an einer Sternenflottenkarriere zu haben.
Der Barkeeper war sehr kooperativ, er fügte seiner Aussage gleich noch ein Überwachungsvideo aus der Schleuse hinzu. Darauf war zu sehen, wie der Mann Lt. Javert überwältigte und sich dann mit ihr von Bord beamte.


[ Der Barkeeper macht seine Aussage]

Mit diesen Erkenntnissen kehrten wir aufs Schiff zurück und setzten die Ermittlungen dort fort. Während die Techniker auf Anweisung von Cmdr. Gallagher hastig versuchten, das Schiff startklar zu machen, stellten wir fest, welche Schiffe die Station in der fraglichen Zeit verlassen hatten.
Darunter befand sich ein Frachter der Polaris-Klasse, die Geronimo, deren eingetragener Besitzer James Edison bekanntermaßen seit ca. 15 Jahren tot war. Der aktuelle Besitzer war nicht bekannt, nur zwei Besatzungsmitglieder, Israel Swanson und Miza Kasim. Es ließ sich nicht mehr feststellen, wohin dieser Frachter geflogen war.
Außerdem werteten wir das Überwachungsvideo aus. Dem Computer gelang es, das Gesicht des Angreifers zu identifizieren. Es handelte sich dabei um Nelson Shaw, der als bekannter Hitman des Orion-Syndikats auf der Fahndungsliste der Sternenflotte stand. Der Computer spuckte noch ein paar weitere Dossiers von Personen aus, die irgendwie mit der Sache in Zusammenhang stehen könnten. Mir fiel sofort der Name Sean Wilkins ins Auge, einem alten Bekannten der, wie ich wusste, mit Lt. Javert noch die ein oder andere Rechnung offen hatte. Über die Fahndungsliste fanden wir auch heraus, dass Nelson Shaw ab und an mit Israel Swanson und Miza Kasim gesehen wurde. Diese beiden waren auch dafür bekannt, hin und wieder für das Orion-Syndikat zu arbeiten. Es schien also klar, welches Schiff Lt. Javert entführt hatte, aber leider fehlten uns die Mittel um dieses Schiff zu finden.

Lt. Kane vom Geheimdienst der Sternenflotte wurde daraufhin verständigt und über die Vorfälle und unsere Erkenntnisse in Kenntnis gesetzt. Er gab uns einen Rendezvous-Punkt, und nachdem die Technik grünes Licht gegeben hatte machte die Columbia sich auf den Weg.
Cmdr. Gallagher führte weiterhin das Kommando, nun mit Ens. Linnert als XO und mir als 2. Offizier.

 

SD 23831206.003 Kommandowechsel

 

Am Rendezvous-Punkt kam Lt. Kane an Bord und brachte zu meiner freudigen Überraschung PO O'Connor mit, der an der Akademie einen Kurs in Bodenkampf-Taktik gegeben hatte. In Anbetracht der Tatsache, dass wir Lt. Javert vielleicht mit Gewalt würden befreien müssen, war mir ein Mann mit seiner Kampferfahrung, der uns zudem für diese Aufgabe trainieren konnte, sehr willkommen.
Außerdem hatte Lt. Kane Informationen für uns. Er berichtete uns von einer Orionerin, Adira Tyree, die einmal die Favoritin eines hohen Capos des Orion-Synikats gewesen war. Als er sie irgendwann durch eine Jüngere ersetzte, beschloss sie, sich zu rächen. Sie ließ einige wertvolle Daten mitgehen – die Position eines toten Briefkastens, der vom Syndikat zum Verschicken geheimer Informationen genutzt wurde – und bot sich der Sternenflotte als Informantin an... gegen einen entsprechenden Preis, natürlich. Lt. Kane meinte, dass die Daten aus diesem Briefkasten uns eventuell weiterhelfen konnten. Es würde also unsere Aufgabe sein, sie zu kontaktieren und die Informationen zu beschaffen.
Vorher galt es jedoch noch etwas anderes zu klären...
Ich erfuhr, dass Cmdr. Gallagher durch das Verschwinden von Lt. Javert nach Paragraph 121 Abschnitt A sehr wahrscheinlich emotional kompromittiert war.

Die Diskussion darüber, ob man ihn deshalb seines Kommandos entheben sollte, erübrigte sich jedoch, da er nach einem Gespräch mit Counselor Hunter das Kommando freiwillig an Ensign Linnert abgab. Ich rückte damit auf den Posten des XO auf, 2. Offizier wurde Ens. Reynolds. Cmdr. Gallagher blieb als Berater an Bord.
Bevor Lt. Kane das Schiff verließ übergab er mir noch eine Tasche mit mehr Latinum als ich je in meinem Leben gesehen hatte. Es handelte sich um die ausgemachte Summe für die Informantin. Ich schloss die Tasche in der Sicherheitszentrale ein und wir machten uns auf den Weg zu der Raumstation, auf der die Orionerin als exotische Tänzerin arbeitete.
Es erwies sich derweil als Herausforderung, die Crew auf das vorzubereiten, was uns erwartete... der brisante Mix aus Geheimdienstinformationen und Erinnerungen an frühere Missionen, über die wir nicht sprechen durften, machte das etwas schwierig. Es blieben nur Andeutungen, die nur weitere Fragen aufwarfen, die wir ebenfalls nicht beantworten durften...

 

SD 23831206.120 Undercover-Einsatz in der Fireside-Bar

 

Ich hasse spontane Undercover-Missionen...
Undercover zu arbeiten ist immer mit gewissen Risiken verbunden, aber das ohne jede Vorbereitung zu tun, in völlig unbekanntem Gebiet, ist etwas, das ich unter normalen Umständen auf jeden Fall vermeiden würde. Allerdings drängte die Zeit, so blieb uns keine Wahl. Ich stellte das Team deshalb nach dem Gesichtspunkt zusammen, Leute zu haben, die sich notfalls den Weg freikämpfen können.
So warfen sich dann PO O'Connor, Crewman Dazzor, Crewman Miller und außerdem noch Counselor Hunter, deren empathische Fähigkeiten sich als nützlich erweisen könnten, in Zivilkluft. Alle wurden mit verdeckt getragenen Typ1-Phasern ausgerüstet, obwohl wir natürlich hofften, den Einsatz ruhig und unauffällig über die Bühne bringen zu können.
Es begann eigentlich recht vielversprechend. Wir betraten ohne Aufsehen zu erregen die Bar, wo wir nicht lange auf das Auftauchen der Orionerin warten mussten. Sie kam in Begleitung von zwei Männern mit schwarzen Anzügen und Sonnenbrillen, offensichtlich ihre Leibwächter/Türsteher, und machte ihren Job... Tanzen und den Männern den Kopf verdrehen.

Als sie sich anschließend unter die Leute mischte, gelang es Crewman Dazzor, einen ersten Kontakt herzustellen. So schaffte ich es schließlich auch, sie wissen zu lassen, wer wir sind und dass wir auf ihr Angebot eingehen wollen. Sie sagte uns, sie würde mit uns kommen, wenn wir zunächst die beiden Leibwächter und einen weiteren Mann in der Bar ausschalten würden. Ich sprach mich kurz mit PO O'Connor und Crewman Dazzor ab, um die Ziele aufzuteilen. Ich übernahm den dritten Mann, da er mit einem Getränk an einem Stehtisch stand, wo ich ihn sehr unauffällig würde ausschalten können. Das sollte dann auch der Startschuss für den Zugriff sein.
Ich trat zu ihm, fing kurz ein Gespräch an und wandte unter dem Vorwand, ihm den Arm um die Schultern zu legen, den vulkanischen Nervengriff an. Seine plötzliche Bewusstlosigkeit wurde wie erwartet dem Alkohol zugeschrieben.

Bei den anderen beiden lief es leider nicht so unproblematisch, da es sich hier um Leibwächter handelte, die natürlich auch bewaffnet waren. Ich konnte nicht sehen, wie Crewman Dazzor den Kampf begann. Als ich hinsah hatte der Leibwächter gerade ein kurzes Messer gezogen das er Dazzor in den Bauch rammte. Dann merkte ich, dass sich jemand hinter mir befand und drehte mich gerade rechtzeitig um, um zu sehen, wie PO O'Connor den Waffenarm des zweiten Leibwächters zur Seite bog. Der für meinen Kopf bestimmte Schuss verfehlte mich dadurch um ca. 10cm...

Für kurze Zeit wurde es ziemlich chaotisch, so dass ich leider nicht genau wiedergeben kann, was passiert ist. Counselor Hunter und Crewman Miller brachten schon zu Beginn des Kampfes wie abgesprochen die Orionerin nach draußen, sie wurden an Bord der Columbia gebeamt. Einer der Leibwächter flüchtete in den Korridor, schoss dabei mehrmals mit einer Projektilwaffe auf mich und traf mich dabei einmal in die linke Schulter. Letztendlich gelang es uns, beide zu betäuben und ich ließ sie zusammen mit dem dritten Mann mit an Bord beamen. Mir ging es dabei weniger um die Möglichkeit, sie zu verhören, sondern vielmehr darum, dass sie niemanden über unsere Aktion unterrichten konnten. So ging dieser Außeneinsatz nicht ganz wie geplant aber zumindest erfolgreich zu ende.

 

SD 23831206.135 Orionischer Besuch

 

Während ich meine Verletzung behandeln ließ sorgte die Orionerin an Bord schon für einigen Wirbel. Es schien ihr Spaß zu machen, mit den Männern der Besatzung zu spielen (die speziellen 'Waffen' orionischer Frauen sind bekannt...), aber Informationen wie „Man erklärt ihr die Stationen auf der Brücke“ oder „Sie sitzt gerade im Captains-Chair“ fand ich dann doch ein wenig irritierend... schließlich ging es darum, dass wir von ihr Informationen erhalten, nicht umgekehrt...
Ich fühlte mich von ihr in keiner Weise beeinflusst (eine Frau und zudem teils Vulkanier zu sein war dafür sicherlich hilfreich) und setzte mich deshalb mit ihr im Besprechungsraum zusammen, um die letzten Details des vereinbarten Handels zu klären. Sie verzichtete auf einen Anteil im Voraus, vertraute der Sternenflotte dahingehend, und gab uns die Koordinaten des besagten toten Briefkastens. Wir machten uns auf dem Weg.


[ Die Orionerin verdreht den Männern den Kopf ]

Um das durch sie verursachte Chaos an Bord etwas einzudämmen bestand ich darauf, dass sie im Besprechungsraum bleiben sollte, und stellte Kadett McCullen ab um das zu gewährleisten. Leider wurde auch sie irgendwann durch die Pheromone in Mitleidenschaft gezogen und bekam starke Kopfschmerzen, sie wurde dann von einem anderen weiblichen Crewmitglied abgelöst. Jedoch wurde es zunehmend schwieriger, die Langeweile der Orionerin im Zaum zu halten... Zeit, diesen Briefkasten zu finden.

Medizin und Wissenschaft arbeiteten derweil fieberhaft daran, eine „Impfung“ gegen diese Pheromone zu entwickeln, was ihnen auch gelang. Nachdem alle an Bord diese erhalten hatten war mir wieder etwas wohler... ein Unsicherheitsfaktor weniger.

 

SD 23831206.150 Der Tote Briefkasten

 

An den Koordinaten, die wir erhalten hatten, befand sich eine alte Relaisstation. Sie schien weitgehend außer Betrieb zu sein, doch es gab auch eine Energieanzeige. Es wurde rasch klar, dass wir vom Schiff aus nichts herausfinden würden, also wies Ens. Linnert mich an, ein Außenteam zusammenzustellen.
Ich ging mit PO O'Connor und Kadett McCullen von der Sicherheit und Crewman Tucker von der Technik auf die Station, wo wir gleich vor einem sehr starken Kraftfeld standen. Auch mit dem mitgebrachten Kraftfeld-Neutralisator ließ es sich nicht ausschalten. Die Quelle des Feldes lag in seinem Inneren und es durchdrang auch die Wände, war wahrscheinlich kugelförmig um den ganzen Bereich gelegt, der uns interessierte. Wir nahmen also Kontakt zur Columbia auf, damit man unseren orionischen Gast fragen konnte, ob sie zufällig den Zugangscode für das Kraftfeld kannte. Wir hatten Glück. Mit der neuen Information war das Kraftfeld schnell deaktiviert und wir konnten weiter in die Station vordringen. Ein weiteres Kraftfeld versperrte uns den Weg, aber dieses ließ sich schnell mit unserer Ausrüstung deaktivieren. Dann entdeckten wir weiter vorne im Korridor etwas, das auf Überwachungssysteme schließen ließ, möglicherweise auch Verteidigungsmaßnahmen. Die Tricorder lieferten keine genauen Daten darüber, deshalb warfen wir zum Test erst einmal PO O'Connors Jacke hin. Wie sich dann herausstellte handelte es sich um einen Bewegungsmelder. Die Station setzte einen Alarm ab, worüber wir die Columbia umgehend informierten. Nun war Eile geboten.

Wir fanden schnell das Ziel unseres Ausflugs, den Computerkern der Station. Crewman Tucker war der Ansicht, am schnellsten ginge es, den Kern einfach auszubauen, mitzunehmen und an Bord zu analysieren. Da wir ohnehin schon Alarm ausgelöst hatten war es auch eher zweitrangig, keine Spuren zu hinterlassen, also beschlossen wir, es so zu machen. Kurz darauf kehrten wir mit dem Computerkern an Bord zurück und versteckten uns mithilfe des neuen Sensor-Störsystems vor einem Schiff des Orion-Syndikats, das wohl auf den Alarm reagiert hatte. Diese extrem kurze Reaktionszeit ließ uns hoffen, hier wirklich einen großen Fang an Daten gemacht zu haben.

Die Daten wurden ausgewertet. Es handelte sich um mehrere Subroutinen. Am interessantesten waren folgende:

Subroutine 3
Frachter mit der Kennung 355972 passiert die Station
Zeitindex 1607
Route nach Epsilon 243 bestätigt

Subroutine 6
Lieferung 8 MK 10 Dual Plasma Beam bestätigt
Lieferung verstärktes EPS-Gitter Typ 7 bestätigt
Lieferung Warpkern MK 8 bestätigt
Lieferung 20 Phasenspulen bestätigt

Ersteres war die erhoffte Information. Es handelte sich dabei mit großer Wahrscheinlichkeit um den Frachter, auf dem sich Lt. Javert befand, wir wussten also endlich, wo wir ihn vermutlich finden konnten.

Letzteres war... besorgniserregend. Es erweckte den Anschein, dass das Orion-Syndikat dabei war, ein Schlachtschiff zu bauen, groß und schlagkräftig, eine Entwicklung, der die Sternenflotte sicher nicht tatenlos zusehen wollte. Wir leiteten die Informationen an die entsprechenden Stellen weiter und machten uns auf den Weg nach Epsilon 243.
Unterwegs trafen wir uns mit Lt. Kane, der die Orionerin und die Gefangenen aus der Bar mitnahm... jedoch nicht, bevor wir ihm nicht auch die Impfung verpasst hatten.

 

SD 23831207.073 Der Frachter Geronimo

 

Im Orbit von Epsilon 243 fanden wir tatsächlich den Frachter Geronimo und statteten ihm einen Besuch ab. Die beiden Personen an Bord, Israel Swanson und Miza Kasim, waren darüber nicht allzu glücklich. Wir beschränkten uns zunächst auf eine oberflächliche Durchsuchung. Als wir dabei allerdings Blut von Lt. Javert im Frachtraum fanden änderte das die Sachlage. Um an die Daten des Schiffes heranzukommen wurde einmal mehr der Computerkern einfach ausgebaut, die beiden Besatzungsmitglieder wurden verhaftet.


[ Die Verhaftung des Frachterpiloten Swanson ]

Kasim verhielt sich dabei einigermaßen kooperativ, aber Swanson hielt einen verzierten Gehstock hoch und behauptete, einen Dead-Man-Switch zu haben, mit dem er das Schiff in die Luft jagen konnte. Wir besprachen kurz unser Vorgehen, dann gab ich dem Schiff Bescheid, dass sie sich darauf vorbereiten sollten, uns auf meine Zeichen hin sofort zurückzubeamen. PO O'Connor schlich sich derweil von hinten an den Mann heran. Er stürzte sich auf ihn und hielt seine Hand fest, damit er den Stock nicht loslassen konnte, gleichzeitig ging das Zeichen ans Schiff, um uns zurückzubeamen, für den Fall dass doch etwas explodieren würde. Wir kamen sicher auf der Columbia an und stellten fest, dass der Aufwand nicht nötig gewesen wäre. Der Stock war nur ein Stock und die Behauptung mit dem Dead-Man-Switch ein reiner Bluff.
Wir sperrten die beiden in die Brig und erfuhren, dass Nelson Shaw den Frachter vor einiger Zeit zusammen mit Lt. Javert verlassen hatte, um an Bord eines sehr großen Schlachtkreuzers des Orionsyndikats zu gehen. Wir erfuhren auch, dass tatsächlich Wilkins hinter der Entführung steckte. Um genaueres herauszufinden brauchten wir die Daten aus dem Bordcomputer des Frachters.

Diese wurden von den Technikern heruntergeladen, waren allerdings verschlüsselt. Die Techniker versuchten dann, die Verschlüsselung zu knacken, während ich versuchte, Swanson zu überreden, mir den Zugangscode zu geben. Mehr oder weniger zeitgleich waren beide Versuche, an die Daten heranzukommen, erfolgreich.
So wussten wir nun, dass Lt. Javert auf den Schlachtkreuzer gebracht worden war, für den wir die Material-Listen gefunden hatten. Dieser hatte das System auf einem Kurs verlassen, der ihn in den Paulson Nebel führen würde.
Die Vermutung lag nahe, dass sich dort die orionische Basis befand. Wir gaben diese Informationen weiter. Die Sternenflotte autorisierte daraufhin einen direkten Angriff und schickte entsprechende Verstärkung.

 

SD 23831207.146 Letzte Vorbereitungen für die Schlacht

 

Während des Fluges zum Paulson Nebel wurden hektisch letzte Vorbereitungen getroffen. Der Plan sah vor, ein 8-Mann-Team (aufgeteilt in zwei 4-Mann-Teams) auf den neuen Schlachtkreuzer zu schicken, um Lt. Javert zu lokalisieren und zu befreien. Solange es die Zeit zuließ wurden Übungen mit beiden Teams durchgeführt. O'Connor würde Team 1 anführen, zu dem noch Crewman Dazzor, Dr. Kröll und Kadett McCullen gehörten, ich würde Team 2, bestehend aus Kadett Zas, Crewman Kassabyan und PO van Ameling, sowie die Mission leiten.
Die Technik arbeitete derweil an einer Möglichkeit, mithilfe des Hauptdeflektors einen Impuls auszusenden, der zu starken Fluktuationen im Energienetz (dessen Typ uns dank der Materiallisten bekannt war) des Schlachtkreuzers führen würde.


[ Taktiktraining mit PO O'Connor ]

 

SD 23831207.182 Flottenoperation

 

Wir schlossen uns vor Ort der Flotte an. Angeführt wurde sie von der USS Foch, eine Sovereign Class und das Flaggschiff von Admiral Beckett. Außerdem gehörten zwei Schiffe der Quasar-Klasse, eins der Akira-Klasse und zwei der Dakota-Klasse zu dem Verband. Und eben die Columbia, die den Spezial-Auftrag hatte, die Rettungsission durchzuführen.
Auf der Gegenseite stand das Orionsyndikat mit zwei Marauder-Schlachtschiffen, sechs Corvetten, vier Brigant Cruisern, diversen Interceptors und dem großen Schlachtschiff.
Admiral Beckett gab den Angriffsbefehl.

Das Außenteam hielt sich im hinteren Bereich der Brücke bereit, während in einem recht holprigen Anflug versucht wurde, in eine Position zu kommen, von der aus sie uns auf den Schlachtkreuzer beamen könnten. Dies erwies sich zunächst als schwierig, weil die Schilde des Kreuzers aktiviert waren.

Nachdem der Kampf schon einige Minuten tobte meldete sich überraschend Bob und teilte uns mit, dass er in sieben Minuten für etwa drei Sekunden ein Transportfenster für uns öffnen könnte. Es gab eine kurze Diskussion, in der ich erklären musste, warum ich denke, dass wir Bob soweit vertrauen können... ohne zu erläutern, woher ich Bob kenne. Da waren sie wieder, die Nachteile der Geheimhaltung... Es schien jedenfalls erst einmal die einzige Chance zu sein, also wurde beschlossen, es zu versuchen.
Wir nahmen Aufstellung und wurden planmäßig hinüber gebeamt.


[ Raumkampf gegen die Orionischen Verteidiger ]

 

SD 23831207.191 Enterkommando

Wir kamen in einem zunächst leeren Korridor an, doch der erste Feindkontakt ließ nicht lange auf sich warten. Wir mussten uns den Weg durch den Korridor freischießen und kamen dann zu einer Tür. In dem Raum dahinter befanden sich mehrere Gegner. Die ersten Versuche, den Raum zu stürmen, schlugen fehl und endeten damit, dass PO O'Conner, Dr. Kröll und Kadett McCullen am Boden waren und Crewman Dazzor zwar noch auf den Beinen, aber auch erheblich verletzt war. An diesem Punkt war ich drauf und dran, den Rückzug zu befehlen, da O'Conner mir Zeichen gab, dass sich immer noch Gegner im Raum befanden, mir aber nur noch Techniker und Wissenschaftler für einen weiteren Angriff zur Verfügung standen. Dann sah ich, wie O'Conner seine Waffe zu sich heranzog und auf Überlastung stellte. Ich befahl dem verbleibenden Team sofort in Deckung zu gehen und wartete die Explosion ab.

Ob diese alle Gegner in dem Raum ausgeschaltet hatte wussten wir zunächst nicht.
Ich gab die Namen der Verletzten an die Columbia durch in der Hoffnung, dass sie sie schnell zurückbeamen konnten. Dann drangen wir weiter vor.
Wir fanden einen Wartungsschacht, der uns ans andere Ende des Raumes bringen konnte. Sicherheitshalber nahmen wir diesen Weg, trafen aber in dem Raum nicht mehr auf Gegenwehr.
Die erwartete uns dafür im nächsten Korridor. Bis wir diesen sichern konnten waren auch Kadett Zas und PO van Ameling am Boden. Ich gab auch das an die Columbia durch, bevor wir den Weg fortsetzten.

Mit Crewman Dazzor und Crewman Kassabyan (den letzten verbliebenen des Teams) stürmte ich den Raum, in dem Lt. Javert sich befand... wo unsere Schüsse allerdings auf ein Kraftfeld trafen. Hinter dem Kraftfeld befanden sich Wilkins und Lt. Javert. Letztere wurde durch ein weiteres Kraftfeld auf einer Liege festgehalten. Wilkins hatte er ihr wohl gerade eine Infusion gelegt, mit unbekanntem Inhalt. Auf einem Tisch hinter der Liege befanden sich weitere Gegenstände, wie sie für primitivere Formen der Folter verwendet werden...

Ich wies Crewman Kassabyan an, mit dem Kraftfeld-Neutralisator sein Glück zu versuchen, während ich das Gespräch mit Wilkins suchte, um ihn davon abzulenken. Er gab sich uns gegenüber sehr arrogant, war sich seiner Sache sehr sicher.


[ Befreiung von Lt. Javert ]

Dann machte die Columbia ihren zweiten Anflug und setzte den vorbereiteten Impuls ein. Die Energie in weiten Teilen des Schiffes brach zusammen. Es wurde dunkel.
In dem Moment, als das Kraftfeld fiel, eröffneten wir sofort das Feuer; da der Energieausfall mit einer heftigen Erschütterung einher ging allerdings nicht sehr effektiv.
Zeitgleich griff sich Lt. Javert – das Kraftfeld der Liege war auch ausgefallen – einen Gegenstand von dem anderen Tisch und setzte diesen (es handelte sich dabei um ein Messer) gegen Wilkins ein. Sie erwischte ihn damit am Hals.

Gleich darauf hatte die Columbia die Möglichkeit, uns zurückzubeamen. Ich stellte sicher, dass Wilkins auch mit hinüber gebeamt wird. Lebend hätte man vielleicht noch die ein oder andere Information von ihm bekommen können, und ich konnte zunächst nicht erkennen, wie schwer seine Verletzung war. Sie erwies sich dann allerdings als tödlich.

 

SD 23831207.202 Nachlese

Zurück auf der Columbia galt es erst einmal, sich um die diversen Folgen des Einsatzes zu kümmern. Umfangreiche Reparaturen am Schiff waren ebenso notwendig wie die Versorgung der vielen Verletzten vom Außeneinsatz. Aber wir hatten Glück... Keiner war tödlich verletzt (auch wenn bei einigen nicht viel gefehlt hätte), alle würden sich wieder erholen, und auch das Schiff konnte repariert werden.

Admiral Beckett kam an Bord, um sich einen Überblick zu verschaffen. Er setzte Lt. Javert auf „non active“ bis geklärt werden konnte, was genau während ihrer Gefangenschaft beim Syndikat geschehen war. Und er gab den Befehl für die Rückkehr zur Starbase Omega, wo einmal mehr umfangreiche Reparaturen am Schiff anstehen würden.

Nach der Ankunft dort gab es noch einen offiziellen Teil.

Folgende Personen wurden befördert:

Crewman 2nd Dazzor zum Crewman 1st
Petty Officer 3rd Dana Miller zum Petty Officer 2nd
Petty Officer 2nd Van Ameling zum Petty Officer 1st
Ensign Linnert zum Lieutenant JG
Lt. Cmdr. Gallagher zum Commander

Außerdem wurden Auszeichnung ausgegeben an:

PO O'Connor für seine Verdienste bei der Außenmission
PO van Ameling, Crewman Miller und Crewman Lyen für Verdienste um die Wissenschaft bei der Entwicklung des Impfstoffes gegen die orionischen Pheromone
Lt. Javert das Purple Heart für Verwundung im Dienst

Alles in allem war die Mission ein Erfolg, auch wenn einige Punkte noch zu klären sind. Es ist der Föderation jedenfalls gelungen, einen entscheidenden Schlag gegen das Orion-Syndikat zu führen. Es bleibt zu hoffen, dass es sich davon niemals erholen wird.

 

Gez. Ensign Loughlin MacPherson,
Chief of Security, USS Columbia