Privates Logfile von Lt.SG Javert
betr. dem Holodeckprogramm "CSI"


Sternzeit 23830104.085
Dienstfrei


Ein neues Jahr hat begonnen - und ich glaube, es ist der ruhigste Jahresbeginn seit meinem Eintritt in die Sternenflotte. Wir haben nicht wenig zu tun... wir haben gar nichts zu tun. Gerüchte machen die Runde, dass größere Politische Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen, aber der einzige Beweis für diese Theorien ist die Abwesenheit von ca. 90% des befehlshabenden Kommandopersonals der Starbase Omega und der ihr zugewiesenen Schiffe.

Eigentlich sind fast nur noch Stellvertreter auf der Basis - und XOs so wie ich. Wichtig genug um dafür zu sorgen, dass kein Crewmitglied während der vielen Freizeit übermütig wird und unwichtig genug um keine Ahnung zu haben, weshalb genau alle wichtigen Offiziere zu irgendwelchen Besprechungen auf die Erde abkommandiert worden sind.

Es gibt keine Routineüberprüfung oder Übung, die wir nicht schon gemacht haben und da ich keine Lust habe, die unterbeschäftigte Crew durch die nächste Trainingswiederholung zu schicken, habe ich mir etwas neues ausgedacht.

Ein Bekannter aus Akademie-Zeiten hat mir ein Holodeck-Abenteuer zukommen lassen, das im Multiplayer-Modus gespielt werden kann. Ich kann mehrere Spieler mit ins Programm nehmen und sie können dort verschiedene Rollen übernehmen... das Thema des Programms sagt mir auch zu: Es geht um Kriminalistik. Die Spieler übernehmen die Rollen eines Ermittlerteams, das Mordfälle untersuchen und aufklären soll. Das erscheint mir wunderbar geeignet, um die Crew zum einen spielerisch zu beschäftigen und zum anderen den Ein- oder Anderen auf mögliche bisher unerkannte Talente zu testen.

Heute abend wenn sich die Crewmitglieder wieder zum Pokern in der Messhall treffen, werde ich mal sehen, wer Lust hat auf das Programm.

Sternheit 23830104.213
Poker

Poker in der Messhall - es ist einfach nicht mein Spiel, da ich ja fairnesshalber meine Empathie nicht einsetzen darf. Von daher bin ich gar nicht böse, dass das Eintreffen eines neuen, lange erwarteten Crewmitgliedes meine weitere Teilnahme am Spiel ausschließt.
Das neue Crewmitglied ist Thomas Freytag, Unteroffizier in der Abteilung Sicherheit mit der Fachrichtung Forensik und Kriminalistik. Da ich ja nun nicht mehr in der Sicherheit bin habe ich mir die Freiheit genommen, als neuer XO einen entsprechenden "Nachfolger" für meine Fachgebiete für die Sicherheit zu suchen - und mit PO Freytag wurde meinem Antrag genau entsprochen!

Tatsächlich ist es sehr praktisch, dass er ausgerechnet heute Abend an Bord eintrifft und er ist der erste, den ich als Mitspieler für das neue Programm gewinnen konnte - eine wunderbare Gelegenheit, die kriminologischen Fähigkeiten meines neuesten Sicherheits-Mitgliedes zu testen!

Ausser PO Freytag konnte ich Lt. Kröll, Ens. Linnert, PO Bjelstroem, PO Tara und PO Keeve für das Programm gewinnen... später stießen noch PO vanAmeling und Crewman Dazzor hinzu. Für PO Tara, die meine Nachfolgerin als Chief of Security sein wird, eine gute Gelegenheit unter spielerischen Bedingungen mit ihren neuen Untergebenen zusammenzuarbeiten.

Sternzeit 23830105.112
Programmstart


Manchmal sind ausführliche Erklärungen eines Holodeckprogramms sehr nützlich - vor allem wenn man ein Programm spielt, dessen Setting die Erde des 21. Jahrhunderts ist und unter den Mitspielern Klingonen, Bajoraner und Bekarianer sind.
Die Einführung in dieses Programm war sehr gründlich: Wir wurden in die damaligen Ermittlungstaktiken eingeführt und bekamen eine Erklärung der darzustellenden Einheit (NYPD - New York Police Department) sowie der Ränge, die wir darstellen sollten.
Nach Klärung aller Fragen und diversen Kommentaren über die Ineffizienz der Kriminalistik im 21. Jahrhundert der Erde (sowie meinen Erläuterungen, dass es bei diesem Spiel ja nicht um Effizienz gehe) begannen wir endlich das Programm...


[ Das Ermittlerteam ]

Und zwar mit einem äußerst schlechtgelaunten Departmentleiter, der seine neue Crew zu einem New-York-typischen Polizieibesprechungsfrühstück mit unmengen Kaffee und Doughnuts zusammentrommelte.
Es hatte gleich zwei Mordfälle gegeben, die es aufzunehmen (und natürlich aufzuklären) galt:

Zum einen war ein Mann namens Jack Cunning von seiner Haushälterin am Morgen tot in seiner Wohnung aufgefunden worden als diese gerade mit putzen begonnen hatte...
Zum anderen war ein unbekannter Mann ermordet im Park aufgefunden worden.

Aufgrund von Personalknappheit beschlossen wir, das Team in zwei Gruppen aufzuteilen, von denen jede einen Mordfall aufnehmen sollte um dann mit den gesammelten Beweisstücken zu einer gemeinsamen Besprechung zurückzukehren.
Im Team "Cunning" ermittelten nun also Detective Javert, Officer Linnert und Labortechnikerin Bjelstroem.
Im Team "Doe" ermittelten Detective Tara, sowie die Officers Keeve und Freytag sowie Labormediziner Kröll.

Sternzeit 23830105.132
Mordfall Jack Cunning


Team 1 begibt sich also zügig zur Wohnung von Jack Cunning, des ersten Mordopfers. Die Spuren sind recht einfach festzuhalten:
Cunning wurde in seiner Wohnung erschossen als er offenbar gerade in der Küche dabei war, Gemüse zu schneiden. Am Gemüsemesser findet sich allerdings recht viel Blut... Um herauszufinden, wessen Blut das ist, nimmt Ms. Bjelstroem Proben.


[ Mordopfer Jack Cunning ]

Es werden auch an Türklinken und anderen Stellen im Raum Spuren gesucht - leider hatte die Putzfrau, die Cunning gefunden hat, jedoch schon mit dem Saubermachen begonnen und somit effizient Spuren beseitigt.
Wir finden Cunnings Börse bei ihm - voller Geld. Ein Raubüberfall kann also höchstwahrscheinlich ausgeschlossen werden.

Als wir gerade noch dabei sind, die Spuren zu sichern, klingelt es an der Tür und ein Paketdienstmitarbeiter liefert ein Päckchen für Jack Cunning an. In der Hoffnung auf einen Hinweis nehmen wir das Päckchen an und öffnen es... leider nicht vorsichtig genug denn in diesem Moment explodiert eine Bombe, alles um uns herum wird Schwarz, dann weiß und eine freundliche, neutrale Stimme erkundigt sich, ob wir den letzten Spielstand noch einmal laden möchten...

Natürlich möchten wir und so liefert der freundliche Paketdienstmitarbeiter ein zweites Mal das Päckchen aus.
Er muss dies auch noch ein drittes Mal tun bevor wir es endlich schaffen, die Bombe rechtzeitig zu entschärfen - ein Glück ist dies nur ein Holodeckprogramm!

Die messerscharfe Schlussfolgerung aus der Bombenepisode: Offenbar war Jack Cunning ein Mann mit vielen guten Freunden, die ihm allesamt nach dem Leben trachteten. Das riecht nach einer größeren Sache!
Neugierig auf den weiteren Verlauf kehren wir mit den Beweismitteln, der entschärften Bombe und der Leiche von Cunning (für die Autopsie) ins Department zurück.

 

Sternzeit 23830105.135
Mordfall John Doe aka Sonny Burnett


Derweil macht sich das zweite Team auf den Weg zur Fundstelle der zweiten Leiche, welche im Park unter einer Brücke gefunden wurde...


[ Mordopfer Sonny Burnett ]

Auch hier ist die Todesursache recht schnell geklärt: Burnett starb offensichtlich an einer stark blutenden Messerwunde im Unterleib, auf die er einen Pullover gedrückt hatte.
Interessant ist, dass unweit von Burnett eine Schusswaffe in einer Pfütze gefunden wird.
Sonnys Geldbörse wird ein Stück entfernt in einem Busch gefunden - leer.

Das Team vermisst den Tatort, sammelt Fingerabdrücke von Pistole und Geldbörse und kehr dann ebenfalls mit Fundstücken und Leiche für die Autopsie ins Department zurück.

Sternzeit 23830105.143
Laborarbeit


Nach einem kurzen Debriefing über die Funde an beiden Tatorten beginnt die Laborarbeit... der Teil der Ermittlungen mit den meisten Erkenntnissen!

Labortechnikerin Bjelstroem untersucht die Fingerabdrücke vom Messer in Cunnings Küche - diese stammen von Jack Cunning selbst.
Das Blut auf dem Messer von Cunning stammt jedoch von Sonny Burnett!
Entsprechend ist es nicht schwierig, die durch Autopsie aus Cunning extrahierten Projektile der Schusswaffe zuzuordnen, die neben Burnett gefunden worde.
Die Fingerabdrücke auf der Schusswaffe sind passenderweise die von Burnett.


[ Die Autopsie von Jack Cunning ]

Es ist also mehr als offensichtlich, dass zwischen den beiden Toten nicht nur eine Verbindung besteht sondern dass sie sich zudem auch gegenseitig getötet haben.
Fehlt nur der Zusammenhang - und der Absender des explosiven Pakets!

Eine Untersuchung der entschärften Bombe durch Ms. Bjelstroem bringt neue Erkenntnisse:
In der Bombe wird ein Haar gefunden und einige Rußpartikel mit einem bestimmten Stoff darin, der später der Schwerölverbrennungsanlage in einer bestimmten Gegend des Hafens zugewiesen werden kann.
Es gibt noch eine weitere Spur, die Ms. Bjelstroem findet: Auf dem leeren Geldbeutel von Sonny Burnett finden sich Fingerabdrücke!

Ms. Bjelstroem beginnt eine Datenbanksuche nach der DNA-Probe des Haares aus der Bombe und den Fingerabdrücken auf dem Geldbeutel - und wird in beiden Fällen fündig!

Die Fingerabdrücke stammen von einem mehrfach vorbestraften Landstreichers namens Lenard Cooper aus Detroit.
Die Akte über denjenigen oder diejenige der das Haar gehörte ist ebenfalls vorhanden - jedoch mit wesentlich höheren Zugriffscodes versehen als wir sie haben!
Uns in den Ermittlungen leicht behindert fühlend entscheiden wir uns erst einmal für den einfacheren Weg und schreiben den Landstreicher Len zur Fahndung aus - was nur eine halbe Stunde später schon von Erfolg gekrönt ist!!

Der äußerst widerstrebende, laute und nach Alkohol stinkende Landstreicher Len wird von Polizisten ins Department zum Verhör gebracht. Nachdem die üblichen Befragungsmethoden nur freche Kommentare zum Ergebnis haben, versuchen wir es mit etwas unüblicheren Verhörmethoden: Einem Bier als Bestechung. Das hilft und bald haben wir eine verwertbare Aussage von Len.
Als dieser Sonny Burnett unter der Brücke fand war er schon tot. Und da Tote in aller Regel kein Geld mehr brauchen, leerte Len einfach seinen Geldbeutel und zog seines Weges.
Nachdem keinerle Querverweise zwischen Len und Jack Cunning gezogen werden können und Lens Aussage auch durchaus plausibel ist, lassen wir den Landstreicher schließlich wieder gehen.

 

Die Ermittlung scheint an einem toten Punkt angekommen als wir unverhoffen Besuch bekommen!

Ein Mann vom NSA und seine Partnerin kommen vorbei und bringen die Akte der Person, der das Haar gehört, gleich mit! Es handelt sich um eine landesweit gesuchte Terroristin namens Dawn Bixon, hinter der das NSA schon eine ganze Weile her ist - und weil wir die neuesten Erkenntnisse in ihre Ermittlungen gebracht haben, dürfen sie sich nun also an unseren Ermittlungen beteiligen. Logik des 21. Jahrhunderts...

Klar ist nun, dass eine Terroristin namens Dawn Bixton versucht hat, Jack Cunning zu ermorden - bleibt die Frage weswegen.
Ms. Bjelstroem gelingt es derweil, mithilfe der NSA-Daten die Spur der Rußpartikel genauer zu verfolgen und es wird ein Lagerhaus am Hafen als mutmaßlicher Stützpunkt von Dawn Bixtons Terrorzelle ausgemacht.

Das Team beschließt kurzerhand, das nächstliegende zu tun: Nämlich so schwer gepanzert und bewaffnet wie zu damaliger Zeit möglich das besagte Lagerhaus zu stürmen um Bixton und ihre Komplizen zu fassen.

 

Sternzeit 23830105.161
Feuergefecht im Lagerhaus


[ Das Einsatzteam gefechtsbereit ]

Gut bewaffnet und geschützt macht sich das Einsatzteam also auf den Weg zum Lagerhaus.
Dieses wird fachgerecht gestürmt - und da die Terroristenzelle nicht leicht zu beeindrucken ist entwickelt sich ein handfestes Feuergefecht an dessen Ende fast alle Mitglieder von Dawn Bixtons Team tot sind. Fast alle. Ein Mann hat verletzt überlebt und wird zum Verhör abgeführt.

In dem Lagerhaus befindet sich jedoch leider neben den ganzen Toten noch eine scharfe Bombe, die schnellstens entschärft werden muss. Ich übernehme diese heikle Aufgabe und schaffe es im letzten Moment. Bomben gehören nicht zu meinem Alltagsgeschäft an Bord der Columbia - schade, dass PO McPherson nicht dabei ist.

Immerhin findet sich in dem Lagerhaus ein Hinweis auf die Wohnung von Dawn Bixton und ein geschredderter Zettel, den Ms. Bjelstroem mitnimmt und im Labor zusammensetzt: Es ist eine "Einkaufsliste" der notwendigen Materialien für die Bombe, die Cunning umbringen sollte. Ein weiterer Beweis - aber immernoch kein Motiv!
In der Hoffnung, in Bixtons Wohnung einen Hinweis auf den Zusammenhang zwischen ihr und Jack Cunning zu finden, macht sich das Team also auf den Weg dorthin, nachdem das Verhör des recht renitenten Terroristen wenig ergeben hat (Unter anderem Dank seines übereifrigen Strafverteidigers, dem mehr an korrekten Formen als an Verbrechensaufklärung gelegen scheint).

Dawn Bixtons Wohnung ist recht spartanisch... An Interessantem findet sich dort eigentlich nur ein Computer, den zu knacken schon eher in meinem Expertisengebiet liegt aber dennoch nicht ganz einfach ist... doch der Rechner liefert neue Hinweise!

 

Wir finden ein Jahrgangs- Klassenfoto von Dawn Bixton, auf dem neben ihr auch Jack Cunning zu sehen ist und eine weitere Person, die zumindest öffentlich bekannt ist: Ein gewisser Peter Lansing, der derzeit für ein Senatorenamt kandidiert.

Da Lansing derzeit die einzige mögliche Verbindung zwischen Bixton und Cunning ist beschließen wir, dieser Spur nachzugehen und begeben uns zu Lansings Adresse um mit ihm zu reden.

Sternzeit 23830105.182
Erstes Gespräch mit Peter Lansing


Peter Lansing, so stellt sich heraus, ist ein denkbar geeigneter Kandidat für einen Senatorenposten. Aalglatt, herablassend, unterkühlt höflich und mit stets perfekter Fassade.
Er lässt sich ein wenig über den armen alten Cunning aus, der immer der Versagertyp war und zu dem er Jahre keinen Kontakt hatte. Natürlich bestreitet er auch jegliche Verbindung zu Bixton. Alles in allem hinterlässt das erste Gespräch zwar das sichere Gefühl, dass niemand, der so aalglatt ist, unschuldig sein kann, aber wir bekommen keine Handfesten Hinweise und kehren so erst einmal ins Department zurück.

Dort ist mittlerweile ein IT-Spezialist vom NSA aufgetaucht, der Bixtons Computer nochmals näher unter die Lupe genommen hat... und auf etwas Interessantes gestoßen ist!
Auf dem Rechner befanden sich noch gelöschte Dateien mit Adressbucheinträgen, die der Experte wieder herstellen kann. Unter Bixtons Kontaktadressen befindet sich - oh Wunder - auch die von Peter Lansing. Das ist nun Hinweis genug um einen Durchsuchungsbefehl und einen vorläufigen Haftbefehl für Lansing zu bekommen und mit diesem in der Tasche fahren wir erneut zu Lansings Adresse!

Wir treffen gerade ein, als Lansing offenbar schon fleißig dabei war, Beweise zu vernichten - also gerade noch Rechtzeitig. Mit Genuss lese ich dem Mann seine Rechte vor (um übermotivierten Strafverteidigern weniger Angriffsfläche zu bieten) und dann führen wir Lansing erst einmal ab.

Sternzeit 23830105.191
Die Verhaftung!


Während Lansing schon im Department auf seinen Anwalt wartet, wird erst einmal seine Wohnung durchsucht und alte Briefe, Dokumente und sein Rechner sichergestellt.
In den Dokumenten findet sich genau das Beweisstück, das wir noch gebraucht haben: Ein Erpresserbrief von Jack Cunning an Peter Lansing mit folgendem Inhalt:

"Hallo Peter!
Hab gehört du hast es ganz schön weit gebracht.
Ich würde vorschlagen, du lässt mich mal ein wenig an deinem Glück teilhaben, sonst erzähl ich der Presse mal so ein paar Geschichten von damals.
100.000 Dollar sollten für den Anfang genügen. Soviel sollte dir deine Karriere schon wert sein, denke ich.
Ich ruf dich an um einen Treffpunkt auszumachen.
Freue mich schon darauf.
Jack"

Nun ist also das Motiv für das Bombenattentat auf Cunning klar - fehlt nurnoch der Beweis, dass Lansing Bixton wirklich dafür beauftragt hat.
Wir setzen den Computerexperten der NSA auf Lansings Computer an.

Derweil trifft Lansings Anwalt ein und die Vernehmung kann beginnen... oder fast beginnen. Denn Lansings Anwalt und unser Experte von der NSA werfen sich zunächst eine runde halbe Stunde juristische Fachbegriffe des 21. Jahrhunderts in einem Tempo um die Ohren, dass einem schwindelig werden kann. Normalerweise hätte ich so ein Vorgehen (zielstrebig wie ich nunmal bin) versucht abzukürzen - doch in diesem Falle kommen mir die Formalitäten ganz gelegen, weil wir ja ohnehin Zeit schinden müssen, um notwendige Beweismittel aus Lansings Computer sicherzustellen.

Der Computerexperte der NSA leistet schließlich ganze Arbeit: Aus dem Computer extrahiert er eine gelöschte Mail von Lansing an Bixton mit der Beauftragung!
Damit steht der letzte Beweis: Peter Lansing hat tatsächlich Dawn Bixton beauftragt, Jack Cunning zu töten bevor dieser mit seiner Erpressung tatsächlich an die Presse gegangen wäre.
Auch der Anwalt kann nichts mehr machen: Peter Lansing wird verhaftet!

Damit endet das Holodeck-Spiel und das Programm wird beendet.

Sternzeit 23830105.195
Die Auflösung


Zugegeben, ich hätte gerne noch bis zur Verurteilung Lansings durch einen Richter weitergespielt (ist nun einmal mein Steckenpferd, Verbrecher ihrer gerechten Strafe zukommen zu lassen) aber dieser Teil wäre vermutlich nur für mich interessant gewesen.

So gibt uns das Programm zu guter Letzt noch eine finale Auflösung der Mordfälle mit allen Zusammenhängen:

Tatsächlich war es so, dass Peter Lansing zu College-Zeiten versucht hatte, eine Kommilitonin zu vergewaltigen und Jack Cunning kam dazwischen und verhinderte das Ganze. Cunning schwieg jahrelang, doch als er Beruflich und privat immer mehr Pech hatte während sein ehemaliger Klassenkamerad Lansing auf einer Welle des Erfolgs zu reiten schien beschloss Cunning, diesen zu erpressen.

Lansing hatte noch aus Schulzeiten Kontakt zu Dawn Bixton und wusste um ihre "Talente". Er kontaktierte sie heimlich und beauftragte sie, Cunning aus dem Weg zu räumen. Ein Auftrag, dem Bixton nachkam: Sie bastelte eine Bombe und schickte sie zu Cunning.

Nur, dass dieser bei Erhalt schon tot war: Getötet durch einen simplen Raubmörder, nämlich Sonny Burnett. Dieser hatte tatsächlich nur vorgehabt, Cunning wegen Geld zu überfallen. Doch als dieser in Gegenwehr Sonny das Messer in den Körper gerammt hatte, war Geld zu Sonnys geringstem Problem geworden und er hatte Cunnings Geldbörse an Ort und Stelle zurückgelassen.
Das letzte Glied in der Kette, der Landstreicher Len, hatte tatsächlich mit der ganzen Geschichte gar nichts zu tun gehabt: Er hatte lediglich Sonnys Geld genommen - als günstige Gelegenheitsbereicherung - nachdem dieser schon tot gewesen war.

Zufrieden verlassen nun alle das Holodeck: Ein Spiel ganz nach meinem Geschmack mit schön vielen Verwicklungen, Befragungen, Actionanteil und zu guter letzt der Überführung des Schuldigen.

Eintrag Ende
gez.
Lt. Sg. Lucille Javert
XO