Bericht von Lieutenant SG Lucille Javert
über die Omega Ralley


Sternzeit 23821103.233
Am Vorabend der Omega-Ralley


Vier Monate sind vergangen, seit wir aus dem Xorat-System zurückgekehrt sind. Unsere "Diplomatische Vorarbeit" mit den Nygoth wurde zum besprochenen Ende gebracht: Der Planet ist nun offiziell Sperrgebiet, die Nygoth bekommen von der Sternenflotte, was sie benötigen um ihr Volk vor dem Aussterben zu bewahren, werden ansonsten in Ruhe gelassen und verlassen ihre Zone im Gegenzug ebenfalls nicht mehr.

Chief Benz wurde einige Tage nach Lieutenant di Medici wieder freigesetzt und sah zu unserer Beruhigung beiweitem nicht so übel zugerichtet aus. Der Lieutenant befindet sich noch immer in medizinischer Rehabilitation, wird aber bald wieder ganz genesen sein. Der Chief ist seit drei Wochen wieder auf der Starbase Omega und hat sich in die Arbeit gestürzt um die Columbia für die anstehende Ralley fit zu bekommen.

Wir haben eine neue Reaktionskammer bekommen, sehr zur Zufriedenheit des Chiefs und PO McPherson, die, wie ich glaube, doch ein etwas schlechtes Gewissen hatte, als sie dem Chief die Spuren der Bombe zeigen musste. Nun arbeiten die Beiden im Maschinenraum mit Hochdruck daran, die Plasma-Magnetlinse einzubauen, die wir von einer Mission vor wenigen Monaten mitgebracht haben. Laut dem Chief könnte uns dieses kleine Bauteil sehr nützlich werden, denn es modifiziert die Materie-Antimaterie-Reaktion irgendwie dahingehend, dass der Energieoutput deutlich erhöht wird. Ich verstehe davon nichts, aber wenn der Chief es sagt, wird es schon stimmen.

Für mich waren die letzten Monate mit Fortbildungen über Fortbildungen überhäuft. Theoretisch fühle ich mich nun halbwegs fit für den Job, den ich seit über einem halben Jahr praktisch ausübe.

Weitere Veränderungen sind personeller Natur:
Crewman A'Gon hat sich auf sein altes Schiff, die USS Pathfinder, versetzen lassen, um aktiver nach seinen Wurzeln, seinem alten Planeten und möglicherweise überlebenden Mitgliedern seiner Familie zu suchen.
PO Watson hat sich dauerhaft auf ein anderes Schiff versetzen lassen und wird meines Wissens nach auf eine Tiefenraum-Forschungsmission gehen. Ich finde das bedauerlich, aber vielleicht waren die Missionsparameter der Columbia nicht wissenschaftslastig genug. Dennoch werden wir ihre Fähigkeiten hier vermissen.

Momentan habe ich die Brücke, während das Schiff auf die Ralley vorbereitet wird. Wir haben nur eine Minimalbesatzung an Bord: Chief Benz, PO McPherson, Ensign Kröll, PO Cube, Kadett Tichy.

Sternzeit 23821104.001
Ralley-Briefing & neue Crewmitglieder

Lieutenant Navok, der XO der USS Texas, welche die Ralley-Leitung übernehmen wird, ruft die Crew der Columbia zur Ralley-Vorbesprechung in einen Besprechungsraum der Starbase Omega. Dort erwartet er uns mit den diesjährigen Ralley-Reglements und neuen Crewmitgliedern!

Zunächst zu den neuen Crewmitgliedern:

Ensign Ole Linnert, CONN-Offizier, der sich neben jeglicher Art von Flugkontrolle auch mit taktischen Systemen und stellarer Kartographie gut auskennt.
Crewman 2nd Class Mia Yllin, Abteilung Medizin, Sanitäterin und Biologin,
Crewman 3rd Class Gabrial Ray Deckard, Abteilung Technik, der sich gut auskennt mit Energiefeldern, Sensortechnik aber auch Erfahrung hat im Nahkampf und eine Schulung als Feldsanitäter.
Kadett Tam Jarok, Abteilung Medizin, in der Ausbildung zum Counselor. Kennst sich zudem mit Astrophysik aus und hat eine Grundlegende Pilotenausbildung.

Sosehr wir uns über die neue Crew freuen, die Freude wird bei der Erklärung der Ralley-Reglements schnell wieder gedämpft - vor allem bei Chief Benz und mir.

An der Ralley nehmen dieses Jahr 4 Schiffe der Defiant-Class teil: Die USS Hornet, die USS Pegasus, die USS Maranello und die USS Columbia. Da Admiral Quintus einer wichtigen Konferenz auf der Erde beiwohnen muss, haben die Ralleyleitung dieses Jahr Commander Gallagher und Lieutenant Navok. Dennoch hat sich der Admiral im Vorfeld wieder etwas besonderes ausgedacht: Die Ralley dient dieses Jahr der "Nachwuchsförderung", was nichts andere heißt, als dass die Cheftechniker aller Schiffe die Ralley vom 10-Vorne der USS Texas beobachten dürfen - aber nicht selbst teilnehmen werden. Chief Benz ist kurz vor dem Explodieren...
Zudem bekommen alle Crews neue, unbekannte Crewmitglieder, mit denen sie zusammenarbeiten müssen und zu allem Überfluss erfahre ich, dass ich die Columbia während der Ralley kommandieren soll. Ich gestehe, dass ich mich ein bisschen auf eine entspannte Zeit gefreut hatte - weit gefehlt, wie mir scheint.

Der Ablauf der Ralley ist wie folgt: Alle Schiffe starten gleichzeitig und müssen auf unterschiedlichen Kursen verschiedene Aufgaben erledigen, welche nach einem Punktesystem bewertet werden. Die vorgegebenen Kurse müssen exakt eingehalten und in einer präzisen Zeit geflogen werden. Als sei dies alles noch nicht Herausforderung genug, bekommen wir auch noch ein neues CONN-Programm, in das unser neuer CONN-Offiziert, Ensign Linnert, noch an diesem Abend eingearbeitet werden muss. Nicht genug, dass er noch nie eine Defiant-Class geflogen hat. Ich gestehe, ich bin ein klein wenig besorgt, was den morgigen Tag angeht...

Sternzeit 23821104.004
Letzte Vorbereitungen

Zurück an Bord des Schiffes geht Chief Benz mit PO McPherson und Crewman Deckard fieberhaft an die letzten Vorbereitungen des Warpkerns. PO Cube installiert die Steuerungssoftware der Plasmamagnetlinse. Lieutenant Navok hat uns an Bord begleitet und arbeitet alle Interessierten Crewmitglieder in das neue CONN-Programm ein. Im Anschluss erklärt Kadett Tichy selbständig Ensign Linnert die Taktik-Konsole und Ensign Kröll arbeitet derweil seine neue Sanitäterin ein.


[ Ens. Navok arbeitet die Crew ins neue CONN-Programm ein ]

Ensign Kröll erhält mit einem Mal unerwarteten Besuch: Ein gewisser General Kel'Lok, Da'har-Meister des Hauses Mertek, wünscht mit ihm zu sprechen und ich überlasse beiden den Besprechungsraum. Das Ergebnis des Gespräches ist für den Ensign sehr positiv: Der Da'har-Meister gibt Kröll nach der Ralley die Chance, den klingonischen Ritus des 2. Aufstiegs zu absolvieren. Besteht er das Ritual, wird er als vollwertiger Krieger seines Hauses anerkannt werden. Hierfür soll sich Kröll zwei seiner engsten Freunde als Sekundanten wählen, die das Ritual mit ihm bestreiten.
Krölls Wahl fällt auf mich, was mich sehr ehrt, und er bittet mich, ihm bei der Wahl des zweiten Sekundanten zu helfen, da seine eigentliche Wahl, Chief Benz, nicht mehr an Bord ist. Ich schlage PO McPherson vor, da ich weiß, dass sie eine mutige Frau und entschlossene Kämpferin ist, auf die als Kampfgefährtin verlaß sein wird.

Der Da'har-Meister erklärt uns beiden den Ablauf des Ritus und unsere Aufgabe dabei... wir sollen Krölls Taten als Krieger preisen. Das wird allerdings interessant, denn obwohl Kröll durchaus einige aus Klingonensicht heldenhafte Taten vollbracht hat, waren das bisher immer welche, für die er mindestens von mir einen ordentlichen Rüffel erhalten hat, weil sie den Vorgehensweisen der Sternenflotte nicht wirklich entsprachen. Ich bin etwas besorgt, ob es nicht einen ungewünschten Nebeneffekt in der Zukunft haben könnte, diese Taten jetzt zu preisen.

Sternzeit 23821104.013
Besuch von der USS Maranello

Und ich hatte schon auf eine Sportliche, entspannte Ralley gehofft...
Gerade hatten wir Besuch von der USS Maranello: Lt. Hamilton, Captain der Maranello, und Lt. Williams, ihr XO. Beide waren so offensichtlich sauer und schlecht auf uns zu sprechen, dass ich meine Empathie fast nicht einsetzen musste. Sie kamen schnell zur Sache: Der XO begann mich zu provozieren, versuchte, mir Regelverstöße wegen der Verwendung illegaler Schwarzmarkt-Bauteile zu unterstellen. Ich glaube, mir ist kurz das Gesicht entgleist. Ich? eine Betrügerin? Jemand, der die Regeln umgeht? Ausgerechnet... Wo man mir schon nachgesagt hat, mit den Protokollen unterm Kopfkissen zu schlafen. Um nicht beleidigend zu werden komplimentierte ich die beiden recht frostig von Bord, ging danach in den Maschinenraum und gab für morgen eine neue Weisung aus: Die Maranello nach Strich und Faden versägen!
... Und eine gute Abschirmung für unsere Plasmamagnetlinse einrichten. Obwohl ich recht sicher bin, dass das Bauteil keineswegs illegal ist, denn Lieutenant Navok hat es schließlich im Maschinenraum gesehen. Jetzt bin ICH sauer.

Sternzeit 23821104.141
Start der Omega-Ralley!

Wir haben die Startposition 3, die Maranello hat die 2. Laut Cmdr. Gallagher, der die Rennleitung hat, wurden die Positionen ausgelost. Meine Crew ist gut vorbereitet, alle Systeme laufen sauber und glatt und Ensign Linnert hat sich die halbe Nacht mit der Einarbeitung in das neue CONN-System um die Ohren geschlagen.
Lt. Navok kontaktiert uns, teilt uns die ersten Koordinaten und die Route der ersten Flugstrecke der Ralley mit (Es geht zum Regulus-Minor-System) und informiert mich nebenbei, dass die Führungscrew der USS Maranello tatsächlich die Dreistigkeit besessen hat, einen Antrag auf Disqualifikation der USS Columbia wegen illegaler Bauteile zu stellen. Ich nehme kurz dazu Stellung (natürlich ist der Vorwurf lächerlich) und verzichte auf eine Antwort an die Maranello. Auf dieses Niveau will ich mich denn doch nicht herunterbegeben.

Der Start verläuft sauber und problemlos. Auf der Brücke herrscht konzentriertes Schweigen während Ensign Linnert die Columbia präzise auf dem vorgegebenen Kurs steuert.
Laut PO Cube schlägt die Maranello einen anderen Kurs ein, hat aber wohl die gleichen Zielkoordinaten wie wir. Immerhin kommen wir eine halbe Minute vor der Maranello an den vorgegebenen Koordinaten an und Ensign Linnert sichert uns mit einer Flugeffizienz von 108,9% eine gute Punktzahl.

Sternzeit 23821104.142
Die erste Aufgabe: Schützenparcours

Über KOMM gibt Lieutenant Navok die erste Aufgabe den Schiffen bekannt:
Ein Aussenteam von 5 guten Schützen soll nach 5 Minuten auf die USS Texas hinüberbeamen um dort eine Prüfung im Zielschießen mit neuartigen Waffen auszutragen. Da es eine Ralley ist, und ich das nach wie vor sportlich sehe, gebe ich den Crewmitgliedern die Möglichkeit, sich freiwillig für diese Aufgabe zu melden. Im Team sind neben mir: Ensign Kröll, PO McPherson, Crewman Deckard und Kadett Tichy.

Zunächst werden wir gemeinsam mit dem Team der Maranello in den Besprechungsraum der USS Texas gebracht, wo Commander Gallagher uns die Regeln erklärt: Es gibt einen Parcours mit roten und grünen Zielen, die in unterschiedlicher Entfernung stehen. Manche der Ziele schießen zurück und können so Teammitglieder aus dem Rennen nehmen. Nur die roten Ziele dürfen getroffen werden - die grünen geben bei Treffer Punktabzug.

Jedes Team hat einen Probedurchlauf und einen Wertungsdurchlauf.
Schon beim Probedurchlauf schneidet unser Team ganz gut ab - keine Ausfälle, gutes, taktisches vorgehen, jeder deckt den Anderen, es wird gemeinsam vorgerückt und eigenständig Deckung gesucht. Anscheinend haben die Taktik-Trainings doch etwas gebracht!
Der Wertungsdurchlauf verläuft optimal: Alle roten Ziele getroffen, kein Grünes erwischt, keine Teammitglieder durch die zurückschießenden Ziele verloren, und nur 2,5 Minuten für den Durchlauf gebraucht! Ich bin sehr stolz auf das Team!

Im Anschluß an diese Aufgabe beamen wir zurück auf die USS Columbia und erhalten neue Koordinaten: Es geht ins Regus Minor-System. Wieder hat die Maranello einen anderen Kurs aber den gleichen Zielpunkt. Diesmal fliegt Ensign Linnert souverän mit einer Effektivität von 107,8% und steuert die Koordinaten erneut punktgenau an. Bisher bin ich mit unserem neuen Piloten äußerst zufrieden!

Sternzeit 23821104.171
Die zweite Aufgabe: Effektivität der Warptriebwerke

Wieder kontaktiert Lt. Navok die teilnehmenden Schiffe über KOMM und teilt ihnen die zweite Aufgabe mit: Das Schiff in einem bestimmten Flugkorridor so lange wie möglich so schnell wie möglich zu fliegen.

Dies ist unsere Paradedisziplin! Wir haben einen besseren Warpkern als die anderen Schiffe, ein stabileres Energiegitter und die Plasmamagnetlinse. Allerdings ist mit Chief Benz unser spezialist für Antriebstechnik nicht an Bord uns die spannende Frage ist, ob PO McPherson und Crewman Deckard die Maschine auf Höchstleistung bringen und dort halten können.

Wir bekommen einen Flugkorridor zugewiesen, den Ensign Linnert genau einzuhalten hat, und dann geht es los. Vorsichtshalber werden alle nicht benötigten Systeme heruntergefahren (Taktik, Wissenschaftssensoren, Interne Kraftfeldversorgung) um mehr Energie für den Antrieb freizustellen. Wieder herrscht höchste Konzentration auf der Brücke bei der Beschleunigung zur Startgeschwindigkeit von Warp 9,99. Die Plasma-Magnetlinse wird zugeschaltet und langsam hochgefahren. Und dann wird es wirklich spannend! PO Cube registriert bei der USS Maranello einen sprunghaften Geschwindigkeitsanstieg und eine anhaltende, starke Fluktuation im Warpfeld.


[ Die Columbia beim Hochgeschwindigkeitstest ]

Auf der Columbia sieht es derweil eine Zeitlang nicht sehr rosig aus: Das Warpfeld fluktuiert, das Schiff beginnt bei Warp 9,998 zu vibrieren und es dauert einige Zeit, bis PO McPherson und Crewman Deckard die Eindämmungsfelder gemeinsam und mit Hilfe von Kadett Tichys Computerkenntnissen wieder ausreichend stabilisiert haben, um das Schiff zu noch größerer Geschwindigkeit anzutreiben. Immerhin reicht die Zeit, die für diese Arbeit benötigt wird, um einen Neuen Dauergeschwindigkeitsrekort aufzustellen: Noch nie ist eine Defiant-Class so lange mit Warp 9,998 unterwegs gewesen.

Doch das reicht unseren Technikern natürlich nicht aus! Unter Chief Benz ist die Columbia bislang einmal Warp 9,999 geflogen - und das soll auch diesmal geschafft werden um den Chief nicht zu enttäuschen! Schließlich schaffen es die Techniker, das Schiff tatsächlich mit glühendem Energiegitter auf Warp 9,9991 zu beschleunigen! Und damit ist das interne Ralley-Ziel bereits erreicht: Der neue Geschwindigkeitsrekord für eine Defiant-Class!

Vorsichtig und sachte wird das Schiff wieder auf normale Geschwindigkeit abgebremst und wir kehren zur USS Texas zurück. Das Energienetz hat an der ein- oder anderen Stelle Haarrisse bekommen aber immerhin: Es ist keine einzige Konsole explodiert. Entsprechend vorsichtig gehen die Techniker ab diesem Zeitpunkt mit der Maschine um.

Nach den Gratulationen zum Geschwindigkeitsrekord bekommen wir die neuen Koordinaten: Es geht in eine Aussenregion des Regus Minor Systems. Erneut fliegt Ensign Linnert mit hoher Präzision und Effektivität und trifft die Zielkoordinaten Punktgenau. Ich hoffe so langsam, dass er uns auch nach der Ralley erhalten bleiben wird!

Sternzeit 23821104.182
Die dritte Aufgabe: Klingonendiplomatie

Unsere dritte Aufgabe ist diplomatischer Natur: Es geht um ein fiktives Szenario. Das Sternsystem Regus Minor stellt hierbei das fiktive, klingonische Qua'lek-System dar, das in klingonischem Territorium an der Grenze zur Föderation liegt und militärisches Sperrgebiet ist.

Eine Wissenschaftliche Sonde vom Typ 7 ist nach der Vermessung einer Supernova ganz in der Nähe (aber noch in Föderationsraum) nach einem Antriebsschaden ins Qua'lek-System gedriftet, ins Gravitationsfeld des 4. Planeten gelangt und auf dem Planeten abgestürzt.
Aufgabe ist es nun, die Sonde wiederzuerlangen, ohne die diplomatischen Beziehungen zum klingonischen Reich zu gefährden - obwohl bislang jegliche Versuche, mit der klingonischen Garnison im System Kontakt aufzunehmen gescheitert sind und das ebenfalls kontaktiert Klingonische Oberkommando sich für das Sperrgebiet nicht verantwortlich sieht.

Ich gestehe, dass mir die Aufgabe nicht sehr zusagt. Obwohl ich Kröll sehr schätze, finde ich Klingonen meist... kompliziert. Und trotz meiner Diplomatic Achievement Medal sind meine Kenntnisse über Klingonische Gepflogenheiten eher mager.

Nach Anfänglichen Überlegungen, dass Kröll temporär das Kommando über die Columbia übernehmen könnte (um das Schiff so zu einem de facto klingonischen Schiff zu machen um in das Sperrgebiet zu dürfen) entscheiden wir uns doch für den Standard-Sternenflotten-Approach. Wir fliegen einfach mit offenen Grußfrequenzen in das System hinein - und provozieren damit prompt eine Antwort in Form eines Warnschusses vor den Bug, abgefeuert von einem Klingonischen Schiff der K'Vort-Klasse, das sich direkt vor uns enttarnt!

Nur Sekunden darauf werden wir von dem Schiff vor uns auch über die Grußfrequenzen kontaktiert. Eine sehr erboste Klingonin namens Vod'Ka, ihres Zeichens Captain der Ra'Kesh, verlangt zu wissen, was wir im Sperrgebiet zu suchen haben. Ich erkläre ihr die Situation, stelle die Aufzeichnungen darüber, was mit der Sonde passiert ist, zur Verfügung... und dann wird die Situation irgendwie skurril.

Captain Vod'Ka erklärt, der militärische Befehlshaber dieses Sperrgebiets, General Ta'Resh wolle zu uns an Bord kommen um sich selbst von der Wahrheit unserer Worte zu überzeugen - und beamt prompt hinüber, da ich befohlen hatte, die Schilde gesenkt zu lassen um keinen feindseligen Eindruck zu erwecken.

Leider beamt er nicht alleine hinüber sondern in Begleitung von Captain Vod'Ka und einem weiteren klingonischen General namens Mo'Tosh, seines Zeichens Gouverneur dieser Region und offenbar eine Art Lieblingsfeind von General Ta'Resh. Ich bemühe mich redlich, unterbrochen von den ständigen Streitereien der beiden Generäle und des Captains, die Aufmerksamkeit des zerstrittenen Trios auf die Sonde zu lenken - vergeblich. Schließlich verliert auch Ensign Kröll die Beherrschung und mischt in dem Streit kräftig mit und ich finde etwas zu harsche Worte um die Aufmerksamkeit der Generäle zurückzufinden - mit dem Ergebnis, dass der Gouverneur beleidigt von Bord rauscht. Irgendwie hätte ich eher eine handfeste Prügelei erwartet...


[ General Ta'Resh vs. General Mo'Tosh ]

Immerhin wird es nun etwas ruhiger an Bord und General Ta'Resh ist durchaus Verhandlungsbereiter nachdem der Gouverneur von Bord ist. Mittels eines Ehrenduells auf erste Blut (das ich zu meiner eigenen Überraschung gewinne) kann ich den General von der Warhheit und Ehrenhaftigkeit meiner Worte überzeugen. Er verspricht, uns die Sonde zu bringen, nachdem wir der zwischenzeitlich erfolgten Aufforderung der Gouverneurs, das System binnen 5 Minuten zu verlassen, nachgekommen sind. Ich willige ein.

Gerade wollen wir diesen Plan genau so umsetzen, als Gouverneur Mo'Tosh mit einem Mal wieder auf der Columbia erscheint und mit mir sprechen möchte. Ich willige auch einem Gespräch mit ihm zu und auch er bietet schließlich an, uns die Sonde zu geben, wenn ich mich bei ihm entschuldige (was ich natürlich tue) und wir ihm bei seinen Internen Fehden (ich vermute gegen General Ta'Resh) helfen. Ich leite seinen Antrag an das Diplomatische Korps der Sternenflotte weiter (ebenfalls fiktiv natürlich - wie das ganze Szenario), was den Gouverneur immerhin soweit zufrieden stimmt, dass er uns die Sonde zusichert.

Als wir gerade aus dem Besprechungsraum herauskommen, erfahre ich, dass die Columbia inzwischen nicht nur das Qua'Lek-System wie angekündigt verlassen hat, sondern dass General Ta'Resh uns die Sonde mittlerweile geborgen und gebracht hat, was den Gouverneur zwar wieder wütend stimmt, aber mich nicht weiter interessiert, denn die Mission ist hiermit erfolgreich abgeschlossen! Zwar nicht glorreich, aber immerhin.

Wir bekommen von Lt. Navok wieder einen neuen Kurs, der uns diesmal zum Planeten Regus Minor 2 führt. Erneut hat die USS Maranello denselben Zielpunkt - und erneut erstaunt Ensin Linnert mit hoher Flugeffektivität - er übertrifft sich sogar selbst und schafft eine Effektivität von 109,9%!

Sternzeit 23821104.200
Die vierte Aufgabe: Taktisches Gefechtszenario

Bei Regulus Minor 2 angekommen erklärt Lieutenant Navok die neue Aufgabe. In einem taktischen Gefechtszenario soll ein 5-köpfiges Team der Columbia gegen ein 5-köpfiges Team der Maranello antreten. Beide Teams beamen auf den Planeten hinunter in einen Gebäudekomples und sollen, mit den neuen Trainingswaffen bewaffnet, den Komplex für sich gewinnen. Es geht im Prinzip also darum, das gegnerische Team auszuschalten. Eine Aufgabe, die beiden Crews derzeit wohl sehr gelegen kommt!


[ Die Columbia über Regulus Minor 2 ]

Unser Team besteht nach freiwilliger Meldung erneut aus Ensign Kröll, PO McPherson, Crewman Deckard, Kadett Tichy und mir. Immerhin sind wir schon gut eingespielt. Allerdings ist das Szenario nicht sehr einfach... es gibt in dem Gebäudekomplex einen größeren Raum mit einer Trennwand, die beide Gruppen als Deckung wählen. Man versucht also, sich über die Trennwand hinweg und um die Trennwand herum gegenseitig abzuschießen und am Ende ist es mehr Glück, dass unser Team 2:1 gewinnt. Immerhin: Die zweite taktische Aufgabe innerhalb dieser Ralley, bei der wir im direkten Vergleich zur Crew der Maranello gewinnen. Ich bin stolz auf meine Leute!

Zurück auf der Columbia gibt es die neuen Koordinaten, die gewohnt souverän angeflogen werden - diesmal geht es durch ein Asteroidenfeld, was Ensign Linnert sichtlich Spaß macht.

Sternzeit 23821104.220
Die fünfte Aufgabe: Suchen von Gegenständen ohne Hilfsmittel

Als Lieutenant Navok uns die fünfte Aufgabe mitteilt bin ich zunächst irritiert. Ohne Bewaffnung oder Tricorder soll ein erneut fünfköpfiges Team auf den Planeten herunterbeamen und in einem abgesteckten Areal innerhalb von 10 Minuten mindestens 20 Gegenstände suchen - fiktive Teile einer zerbrochenen Sonde.

Die Aufgabenstellung zwingt uns jedoch dazu, die Protokolle für Aussenteams zu missachten, was mir gar nicht gefällt. Keine Waffen? Keine Trikorder? Und um die Aufgabe in der vorgegebenen Zeit zu schaffen müssen wir uns auf jeden Fall aufteilen! Unter reellen Bedingungen würde ich eine solche Aussenmission nicht genehmigen! Aber es ist ja "nur" eine Ralley und so spielen wir eben mit. Das Aussenteam setzt sich fast aus denselben Crewmitgliedern zusammen - PO McPherson, PO Cube (anstelle von Ensign Kröll), Crewman Deckard, Kadett Tichy und ich - und auch diesmal setzen wir neue Maßstäbe! Innerhalb von knapp 7 Minuten finden wir durch unsere Strategie (Auffächern und Gelände durchkämmen) alle 23 versteckten Gegenstände. Besser geht's nicht! Allerdings stehe ich so langsam vor dem Problem, dass man ja als Captain seine Crew nicht ständig über den grünen Klee loben sollte, weil man in den gängigen Seminaren sagt, dass diese sich sonst daran gewöhnt und es ihnen eventuell zu Kopf steigt. Aber was soll ich denn sonst machen bei solchen Leistungen? Ich werde nach der Ralley mit Commander Gallagher darüber reden...

Wir bekommen einen neuen Kurs - und eine neue Aufgabe, denn diesmal soll der Kurs nicht vom CONN-Offizier geflogen werden! PO Cube, der ebenfalls ein wenig Erfahrung im Fliegen hat und der Programmschulung ebenfalls beigewohnt hat, fliegt diese Aufgabe. Er bleibt ruhig und konzentriert und manövriert die Columbia zielgenau mit einer Effektivität von 100% durch den Kurs.

Sternzeit 23821104.224
Die sechste Aufgabe: Flug durch die Hades-Verwerfung

Für die letzte Aufgabe der Ralley darf Ensign Linner wieder die CONN übernehmen, und diesmal geht es um alles! Vor uns liegt ein Raumgebiet, das die Hades-Verwerfung genannt wird. Das Gebiet ist voller schwarzer Löcher, Wurmlöcher, Raumverzerrungen und Energieballungen - ein extrem schwer und riskant zu navigierendes Gebiet.
Durch diese Verwerfung führt der letzte Teil der Ralley, und alle Schiffe werden hier noch einmal direkt gegeneinander antreten. Hier kann sich alles entscheiden! Obwohl wir in den vorherigen Übungen gut abgeschnitten haben wissen wir nicht, wie gut die anderen Schiffe waren. Wenn alle vom Punktestand her eng beeinander liegen, kann dieses letzte Rennen Ralleyentscheidend sein.

PO McPherson und Crewman Deckard prüfen die Stabilität des Energiegitters. Erneut werden alle nicht benötigten Systeme auf ein Minimum heruntergefahren. PO Cube leitet zusätzliche energie in die Trägheitsdämpfer und die Strukturelle Integrität und Ensign Linnert beschäftigt sich so gut er auf die Schnelle kann mit den stellaren Phänomen auf dem vor uns liegenden Kurs.


[ Die Hades-Verwerfung ]

Von Lieutenant Navok bekommen wir drei Kurswechsel, die genau eingehalten werden müssen. Die zu fliegende Geschwindigkeit wird jedem Schiff selbst überlassen. Wer langsamer fliegt, kann vorsichtiger navigieren, aber nur das schnellste Schiff wird gewinnen!

Lt. Navok zählt den Countdown herunter - dann geht es los! Die Columbia beschleunigt auf Warp 9,99 und unter höchster Konzentration steuert Ensign Linnert das Schiff durch die Anomalien - tatkräftig unterstützt von PO Cube und der Technik.

Nur kurze Zeit nach dem Start und noch auf dem ersten Kurs scannt PO Cube bei der USS Maranello wieder die seltsamen Fluktuationen im Warpfeld, kombiniert mit einem gewaltigen Beschleunigungsschub, der sie weit vor die Columbia setht. PO Cube ist sicher: Auch die Maranello hat irgendwelche nicht-serienmäßigen Bauteile an ihrer Maschine! Doch diesmal geht das riskante Beschleunigungsmanöver fast schief: Die Maranello fliegt viel zu dicht und viel zu schnell an den Rand eines schwarzen Loches heran und verschwindet für einige Zeit von den Sensoren.
Als sie wieder auftaucht, ist sie deutlich verlangsamt und wir haben sie um Längen überholt.

Die USS Pegasus fliegt derweil weit abgeschlagen mit Warp 9,6 am Ende des Feldes und die USS Hornet schlägt sich tapfer hinter der Maranello. Für die Columbia ist der Rest der Ralley, nachdem die Maranello sich durch den Navigationsfehler quasi aus der Konkurrenz katapultiert hat, noch immer ein anspruchsvoller Flug, aber schon als wir den letzten Kurs anlegen ist klar, dass die Maranello uns nicht mehr überholen wird. Der dritte direkte Contest, den wir gegen die Maranello gewinnen! Nicht ohne Stolz fliegen wir punktgenau auf den Zielkoordinaten ein - quasi durch die Ziellinie!

Die Reihenfolge Schiffe bei der Ankunft am Ziel sieht aus wie folgt:
Die USS Columbia als erstes Schiff
Die USS Maranello als zweites Schiff
Die USS Hornet als drittes Schiff
Und die USS Pegasus kommt als letztes Schiff durchs Ziel.

Lt. Navok gratuliert uns zu dem excellenten Flug und allen Schiffen zum erfolgreichen Abschließen der diesjährigen Ralley. Alle werden eingeladen, zum Empfang und zur Verkündung der Ergebnisse (denn noch steht der Sieger nicht fest!) auf die USS Texas hinüberzubeamen. Eine Einladung, die die Crew nach einem kurzen Frischmachen gerne annimmt!

Sternzeit 23821104.232
Siegesfeier auf der USS Texas

Der Empfang auf der USS Texas beginnt sehr feierlich! Commander Gallagher in Paradeuniform hält eine Rede, der auch die klingonischen Gäste, Botschafter Ram'Boq und seine Begleiterin Lieutenant Vod'Ka beiwohnen (Der Botschafter hatte während des Diplomatie-Szenarios den Gouverneur "gespielt" und Vod'Ka die gleichnamige Captain der Ra'Kesh).
Ich vermisse die Anwesenheit von Chief Benz, erfahre jedoch, dass sich dieser nach dem neuen Geschwindigkeitsrekord der Columbia wohl etwas zu aktiv gefreut hatte, dabei mit dem Chefingenieur der Maranello tätlich aneinandergeraten war und nun mit diesem zum abkühlen in der Brig der USS Texas sitzt, wo er aber immerhin mitbekommen wird, wer die Ralley gewonnen hat.
Nach der Rede, in der die Leistungen aller Schiffscrews gelobt und gewürdigt wurden, verkündet Lieutenant Navok die mittlerweile errechneten und mit Spannung erwarteten Ergebnisse:

Der vierte Platz der diesjährigen Ralley geht mit 71 von 100 Punkten an die USS Hornet.
Der dritte Platz geht mit 79 Punkten an die USS Pegasus,
der zweite Platz mit 83 Punkten an die USS Maranello... und das bedeutet: Wir haben gewonnen! Und zwar mit 90 Punkten! Obwohl wir im Angetreten stehen, kann sich der ein- oder andere (mich eingeschlossen) einen kleinen Juchzer nicht verkneifen.

Commander Gallagher gratuliert uns sichtlich stolz und erfreut über den Sieg der Columbia, eröffnet den Empfang, hält noch ein wenig Smalltalk und zieht sich dann zurück um den Sicherheitschef der USS Texas davon zu überzeugen, unseren Chief zur Siegesfeier gehen zu lassen.
Es dauert keine 5 Minuten, bis ein jubelnder Chief Benz, Luftsprünge vollführend, in den Raum gestürmt kommt und stürmisch PO McPherson um den Hals fällt!

Nach Benz' begeistertem Auftritt verläuft der Empfang eigentlich recht ruhig und entspannt. Die Klingonen scharen sich mit Lieutenant Navok um die Schoko-Fountain und das frische Obst (was mich etwas erstaunt) und Ensign Kröll holt sich bei mir eine Meinung zur Begleiterin von Botschafter Ram'Boq ein - und Ratschläge, wie weit er auf einem Sternenflottenempfang mit Klingonischen Paarungsriten gehen kann. Unser Arzt schüchtern verliebt? Ich bin noch erstaunter.
Dazwischen sitzt unser neuer Kadett Jarok, beobachtet Crewmitglieder und macht sich Notizen.
Nachdem Krölls Annäherungsversuche bei der Klingonin Vod'Ka sehr ruhig und irgendwie erfolglos verlaufen, lässt sich unser Arzt schließlich gezielt vollaufen - dank der Gäste gibt es genügend echten Blutwein - ganz ohne Synthohol.

Als er hinter der Bar zu Boden geht geselle ich mich schließlich zu ihm. Meine Aufmunterungsversuche enden mit einem Schwips meinerseits und schließlich bringen Chief Benz und ich den unglücklich verliebten Kröll auf sein Quartier. Schließlich hat er morgen eine Kriegerprüfung zu bestehen!

Sternzeit 23821105.151
Ensign Krölls Ritual des Aufstiegs!

Nachdem alle Crewmitglieder ihren Blutweinbedingten Siegessrausch ordentlich ausgeschlafen haben, steht am nächsten Tag endlich das Kriegerritual von Ensign Kröll an. Gerade bin ich auf der Brücke dabei, die Crew noch einmal auf die Wichtigkeit des Rituals einzuschwören, als sich Lieutenant Navok zu Besuch an Bord ankündigt.
Er schafft es, mich perplex zu machen: Als er auf der Brücke ankommt, beginnt er, vom bevorstehenden Kriegerritual Ensign Krölls zu reden, davon, wie wichtig das ist und will allen Ernstes auf der Brücke mit der Crew klingonisches Jubeln üben. Davon kann ich ihn immerhin mit dem Arguemtn abbringen dass die Crew nach dem gestrigen Sieg wohl wissen sollte, wie man jubelt, denn den Gesichtern der Anderen nach zu urteilen bin ich nicht die Einzige, die diesen Vorschlag etwas lächerlich findet.

Was mich an der Situation etwas stört ist, dass Kröll mir nicht einmal gesagt hatte, dass er Navok zu dieser eigentlich Crewinternen Zeremonie eingeladen hat und dass Navok hier auf meine Brücke (noch habe ich ja das Kommando) spaziert und quasi die Regie übernimmt. Denn nach dem abgeblasenen Jubelkurs erklärt er, dass die Klingonen in unserem Holodeck die Vorbereitungen nun abgeschlossen hätten und wir die Zeremonie beginnen könnten. Weshalb weiß der Lieutenant vor mir, wann die Klingonen auf meinem Schiff soweit sind? Das wird immer besser. Ensign Kröll zuliebe lasse ich die Sache auf sich beruhen, aber die feine Art ist das wirklich nicht.

Die Klingonen haben das Holodeck in eine klingonische Zeremonienhalle verwandelt. Anwesend sind Da'Har-Meister Kel'Lok, Botschafter Ram'Boq und seine Begleiterin Vod'Ka. Als erste betreten die als Gäste anwesenden Crewmitglieder den Raum und stellen sich an den Wänden auf. Es folgt Kröll, flankiert von Po McPherson und mir.

Zuerst kommt der Part, in dem wir Krölls Heldentaten preisen müssen. Abwechselnd schmücken PO McPherson und ich vier Episoden seiner Zeit auf der Columbia reichlich klingonisch-heldenmütig aus, ohne zuviel von den genauen Umständen der Begebenheiten zu verraten, die sich fast ausschließlich während Top-Secret-Missionen abgespielt haben. Der Da'Har-Meister scheint zufrieden zu sein mit den Geschichten und geht über zum nächsten Teil des Rituals. PO McPherson und ich müssen beweisen, dass wir zu Kröll stehen und mit ihm als seine Kampfgefährten bluten - symbolisiert durch einen Schnitt in die Hand und das fliessenlassen von Blut in ein Rituelles Gefäß. Nachdem McPherson, Kröll und ich Blut in den Kelch haben fließen lassen müssen wir den Kelch austrinken. Manche Ritualteile der Klingonen sind schon rech... barbarisch, aber wir schaffen diesen Teil ohne das Gesicht allzusehr zu verziehen.

Es folgt ein Zweikampf mit Schwertern zwischen Kröll und Ram'Boq bei dem beide ordentlich einstecken müssen. Nach diesem kommt ein Teil des Rituals, der "Weg des Schmerzes" genannt wird. Kröll muss Schritt für Schritt in fünf Stufen Mut, Entschlossenheit, Ehre und Stärke beweisen, indem er auf gestellte Fragen die entsprechenden Antworten gibt und die durch Schockstöcke zugefügten Schmerzen erträgt und weitergeht.
Kröll besteht auch diese Prüfung und wird vom Da'Har-Meister schließlich zum vollwertigen Krieger des Hauses Mertek erklärt. Zum Abschluß wird der neue Krieger noch mit ordentlich Blutwein gefeiert.


[ Da'har-Meister Kel'Lok ]

Sternzeit 23821105.163
Abschlußantreten und Beförderungen

Als wir vom klingonischen Ritual kommen, lässt Commander Gallagher die Crew nochmals antreten. Zum Glück hat keiner zuviel Blutwein getrunken und PO McPherson und ich haben "nur" in die linke Hand geschnitten, so dass es nicht allzusehr auffällt, dass wir hinter unseren Rücken etwas auf den Boden tropfen. Die Klingonische Delegation gesellt sich ebenfalls hinzu.

Commander Gallagher lobt die Leistungen der Crew bei der Ralley und nimmt einige Beförderungen vor: PO Cube wird zum PO 2nd Class befördert, Ensign Kröll wird zum Lieutenant Junior Grade befördert und ich zum Lieutenant Senior Grade. Für mich ist das jedoch noch nicht alles: Mit der Beförderung geht einher, dass ich endgültig in die Abteilung Kommando versetzt werde und damit offiziell Erster Offizier der USS Columbia werde.

Ich habe nun maximal zwei Monate Zeit, eine(n) Nachfolger(in) als Chief of Security zu finden und empfinde nicht die Hochstimmung, die mit einer solchen Beförderung vielleicht einhergehen sollte. Vielleicht liegt das daran, dass ich meinen Wechsel ins Kommando noch immer ein wenig als Notlösung empfinde und meine wahre Leidenschaft nunmal noch immer der Kriminalistik und der Security gilt. Ich hoffe nur, ich bin der Aufgabe auch wirklich gewachsen, denn die Crew der Columbia hat gutes Führungspersonal mehr als verdient!

Aber immerhin bin ich nun nicht mehr gezwungen, selbst diverse Protokolle zu übergehen indem ich zuviele Positionen in Personalunion vereine, etwas Positives hat es also. Auf jeden Fall wird es einige Zeit dauern, bis ich mich an die neue Abteilung und die neue Position gewöhnt habe.

Nach den Beförderungen tritt Lt. Navok noch einmal auf mich zu und spricht mich auf die Situation vor dem Ritual an. Offenbar hatte Lt. Kröll ihn am Vorabend des Rituals auf dem Empfang noch zum Ritual eingeladen und der Da'har Meister hatte anscheinend ebenfalls um seine Anwesenheit gebeten, damit es zu keinen diplomatischen Verwicklungen gekommen wäre, falls Kröll das Ritual nicht bestanden hätte. Es hatte also Absprachen zwischen Lt. Navok und den Klingonen gegeben und dieser hatte lediglich versäumt, mich darüber zu unterrichten - wofür er sich im Nachhinein entschuldigte. Ich nehme an, uns allen steckte der Empfang noch etwas in den Knochen an diesem Morgen.

Bericht Ende
gez.
Lt. Sg. Lucille Javert
XO