Persönliches Logfile
Crewman 3rd Class A'Gon

Auf dem Flug zur Föderationkolonie Haven, ist einiges passiert, zumindest, erinnere ich mich nun an einiges.

Chief Benz und wir waren gerade dabei den neuen Warpkern zu testen, als wir feststellen mussten... zwar funktionierte alles, nur der Dilithiumkristall wurde nicht mitgeliefert. Somit war Feierabend für diesen Tag. Inzwischen bekam ich erneut ein Medikment das hilft, mich an mehr aus meinem Leben zu erinnern, bevor ich von der U.S.S Pathfinder auf einem unwirklichen Planeten in einem zerstörten Scoutschiff gefunden wurde.

Es wirkte - jedoch nicht wie erwartet. Statt Erinnerungen, erhielt ich Tagträume - Flashbacks... ich sah eine Wüste, ein Strand, eine Frau lief viele Meter vor mir, ich versuchte Sie einzuholen, ohne zu wissen, wer sie war, oder wann dies geschah.

Die Konzentration auf die Computerdiagnosen verminderte sich stark und rasant, Dr. Kröll setzte mich daher auf leichten Dienst und später vorrübergehend in den Status eines Zivilisten... Erneut sah ich die Frau, dieses mal direkt neber mir stehend - wir heirateten!

Ich küsste sie und umarmte sie danach innig - in Wirklichkeit war es jedoch der Warpkern, der einen Schmatzer abbekam und den ich wohlig umklammerte. Zum Glück bekam es im hektischen Treiben niemand mit - hoffe ich zumindest. Dr. Kröll war inzwischen sehr besorgt, auch war ich hin und hergerissen ob ich nach meiner Frau suchen solle, dafür evtl. sogar Starfleet verlassen.

Ich blieb an Bord, in der gewöhnten Umgebung - weitere Flashbacks schienen unausweichlich.

Es dauerte, doch dafür war er um so intensiver... Ich stand auf der Brücke, sah jedoch ein Haus... es brannte, starke Schäden verunklimpften das Angesicht. Plötzlich begriff ich, es war mein Haus! Unser Haus... ich rannte los, die Frage was passiert war brannte in mir - doch noch mehr: Wie ging es meiner Frau? Ich fand sie kurz darauf, sie lag im Wohnzimmer, schwarz, verbrannt, Blut war bereits sehr viel ausgeströmt, sie war definitiv tot. Die Kinder... ich erinnerte mich an die Kinder, im Schlafzimmer fand ich beide, bewusstlos - wohl vom Rauch - ich trug die Kleinen, so schnell ich konnte heraus. Ein Heiler war draußen anzutreffen... ich übergab ihm beide... erst jetzt erkannte ich was in der Gemeinde los war - alle waren in heller Aufruhr! Viele rannten, weinten, fast alle Häuser zerstört. Der Blick nach oben zeigte grüne und rote Blitze über den Rauchschwaden. Unsere Space Force kämpfte gegen die Aliens aus dem Nachbarsystem, die vor kurzem einem Krieg begonnen hatten.

Langsam verblasste die Erinnerung, ich nahm wahr dass ich in der Krankenstation war, bei Kröll, Javert und einer Person der Sicherheit, ich war in der Zwischenzeit durchs halbe Schiff gerannt.

Etwas Ruhe kehrte in mir ein, Javert bemerkte dass dies alles schon lang vorbei sei. Das war in der Tat richtig. 10-20 Jahre war es her. Unsere Gegner griffen uns an, weil Sie das Isodisium eines unserer Monde für sich halben wollten. Also gab es Krieg, ohne Ankündigung, ohne Warnung. Alle unsere Diplomaten stießen auf taube Ohren. Tatsächlich wurden fast alle umgebracht. Wir, die Anikago fanden immer einen Weg unsere interen Kriege sehr schnell zu beenden, wir kamen immer zu einer Übereinkunft, es gab immer einen Weg. Nicht so bei unseren Feinden. Sieg und Niederlage waren die einzigen Optionen.

Wir gewannen tatsächlich. Wir festigten die Grenze wieder. Doch um welchen Preis? Ich kann nicht um meine Frau trauern. Noch nicht. Der Hass und die Wut auf die die es getan haben verhinderen es. Ich kann nicht begreifen, warum sie etwas für so etwas wie das Isodisium getan haben - und es somit auch nicht verzeihen.

Damals wie heute, verzicht ich auf Rache, wie Javert richtig sagte... der Tod im Krieg, trifft immer die falschen.

A´Gon, Crewman, U.S.S. Columbia