Bericht von Ensign Lucille Javert,
betreffend die Ereignisse im Osius-System,
Sternzeit 23820201.230

Sternzeit 23820201.221

Die USS Columbia ist noch an der Starbase Omega angedockt. Alle Befragungen und Untersuchungen sind weitestgehend abgeschlossen. PO McDowell ist noch vom Dienst befreit und wartet auf seine Anhörung.

Commander Donovan von der USS Trinity besucht die Columbia um seine beiden Waffen wieder abzuholen. Kurze Besprechung mit Lt. Ryan und Cmdr. Donovan.
Informationen von Cmdr. Donovan über die Osteria-Prime-Mission: Damals gab es Verandlungen, wonach Osteria in die Föderation eintreten wollte. Die Bruderschaft war auch bei den Verhandlungen („Bob“ war auch dort mit einem Koffer Sprengmaterialien) und wollte, dass Osteria in die Bruderschaft eintritt.
Während der Verhandlungen stellte sich heraus, dass die Osterianer Genozid an einer zweiten auf ihrem Planeten angesiedelten Rasse begangen hatten, was ihre Aufnahme in die Föderation praktisch ausschloß.
Zu einem späteren Zeitpunkt trat Osteria dann der Bruderschaft bei.

Cmdr. Donovan schließt einen Zusammenhang zwischen der Bruderschaft und der schwarzen Hand nicht aus, hat aber auch keine Beweise.

Zwei Reporterinnen sind an Bord und sehen sich um. Ihre Anwesenheit ist vom 1. Offizier bestätigt. Stellen Fragen über die Bruderschaft (zu viele Fragen!) Der Captain lehnt es ab, mit ihnen zu reden und lässt sie später von Bord beamen. Immerhin waren sie zu keinem Zeitpunkt unbeaufsichtigt.
PO McDowell hat seine Anhörung bei Dr. Raven, Chefcounsellor der Starbase Omega ehemals auf der USS Trinity. Ergebnis: Weitere Counselling-Sessions für McDowell und eingeschränkte Dienstfähigkeit. Vorläufig keine Kampfeinsätze.
Dr. Ensign Tarek kommt bis auf weiteres ohne Strafe davon. > Werde Überprüfung einleiten, wie er da ungeschoren herausgekommen ist! Eventuell eine Wiederaufnahme des Verfahrens einleiten.

Sternzeit 23820202.004
neue Missionsbefehle von Commodore Quintus, SB Omega

Wir sollen ins Osius-System fliegen, nach Osius Prime. Die Osianer sind eine Prä-Warp Zivilisation auf dem Schritt zum ersten Warpflug. Die USS Enterprise soll den Erstkontakt durchführen, wir sollen die vorbereitenden Informationen in einer entsprechend unauffälligen Mission sammeln.
Über die Osianer ist recht wenig bekannt. Ein Betazoidisches Forschungsschiff hat die Anzeichen für die Entwicklung von Warp-Technologie gefunden, aber über die Zivilisation ist wenig bekannt.

Informationen über Osius:

Das Osius-System wurde vor ca. 60 Jahren entdeckt und nach dem Captain des teleriadischen Schiffes benannt, der das System entdeckte.

Die USS Derak, ein Schiff der Oberth-Klasse mit einer zivilen Besatzung (Betazoiden) hat vor drei Monaten im Rahmen einer Kartografierungs-Mission das Osius-System angeflogen. Im Rahmen dieser Mission wurde festgestellt, dass auf Osius Prime gewisse Energiesignaturen vorhanden sind, die auf die Konstruktion eines Materie-Antimaterie-Reaktors hindeuten. Daraufhin wurde eine genauere Sensorenuntersuchung eingeleitet.

In einer großen Forschungseinrichtung auf einem der Kontinente erfolgt die Konstruktion des Prototyps eines Warpschiffes. Aktuelle Raumfahrkapazität ist vergleichbar mit der Erde des 21. Jahrhunderts, Satelliten sind voranden, keine größeren Orbitalkonstruktionen. Flug zu den Trabanten ist möglich.
(Informationen von PO O’Liery)



Sternzeit 23820202.014
Nachricht von Commander Sahen, SB Omega:

„Bob“ wird nach Betazed überstellt werden und dort einer Gehirnsondierung unterzogen. Aufgrund meiner Empfehlungen wird sein Vorschlag, als Doppelagent zu fungieren, vorerst nicht in Betracht gezogen.

Weitere Planung:

Ich werde bis auf weiteres die Pflichten des 2. Offiziers zusätzlich übernehmen, bis Lt. Di Medici wieder an Bord ist.
Soll morgen zudem eine Vorlesung über die Direktiven halten und eine Einsatzübung führen.
Besprechung mit PO O’Liery zur Annäherung an Osius Prime:

1. Ausgedehnte Sensorenscans aus mehreren LJ Entfernungen. Prüfen, ob es einen Trabanten gibt.
2. Im niedrigen Warp so dicht wie möglich an Osius annähern. Wenn es einen Trabanten gibt, von diesem aus herunterbeamen.

Zu 1.) Sensorenaufzeichnungen, die Aufschluß über Art der Zivilisation geben können:
- Architekturstil
- Fortbewegungsmittel
- Anzahl an Tempeln o.ä.
- Bevölkerungsdichte + Verteilung,
- Radioaufzeichnungen
- Bild- und Tonträgeremissionen.

Sternzeit 23820202.111
Rendevouz mit Shuttle

Auf dem Weg nach Osius Prime hat die USS Columbia noch ein Rendevouz mit einem Shuttel. Die Crewmitglieder PO Nevenka, Crwm. John Doe (Techniker) und Crwm. van Hassel (Medizin, ehem. Technik) kommen an Bord.

Sternzeit 23820202.135
Aussenmissionstraining

Während des Fluges findet das Aussenmissionstraining auf dem Holodeck statt.
Briefing von Lt. Ryan: Ein Planet der Föderation wurde durch die Bruderschaft angegriffen. Es sind Bodenkämpfe im Gange. Ein Jäger der Paragreen-Klasse musste notlanden. Die Pilotin (Trill) soll geborgen werden und hat ein Notsignal abgesetzt. Da die Schiffe der Bruderschaft im Anflug sind, bleibt lediglich ein Zeitfenster von 30 Minuten um die Pilotin zu bergen.
Zusätzlich erschwerend: Die Bruderschaft hat Sensorenscrambler verteilt, das Notsignal kann nur auf ein Areal von 2km genau geortet werden. Zeit für die Zusammenstellung des Teams und das Briefing: 15 Minuten

Meine Teamzusammenstellung:
- Chief Benz (ENG) > Tricorderanpassungen, Tricordermessungen
- PO O’Liery (OPS) > Tricordermessungen, Geländeevaluierung
- Crwm Dazzor (SEC) > Taktische Sicherung
- PO McDowell (SEC) > Taktische Sicherung
- Ensign Tark (MED) > Medizinische Versorgung, Tricorder
- PO Gunner (CONN) > Unterstützung Sicherung
- Crwm van Hassel (MED) > Unterstützung Medizin / Technik

Die Teamleitung obliegt mir. Ich stelle mein Team zusammen, Briefing und Ausrüstungszusammenstellung erfolgt im vorgegebenen Zeitrahmen. Anweisungen lauten zusammenzubleiben, nach dem hinunterbeamen sofort in Deckung zu gehen. O’Liery soll nach dem hinunterbeamen zunächst seinen Tricorder als Scrambler für die Sensoren der Bruderschaft verwenden damit wir unentdeckt bleiben. Die Techniker sollen die anderen Tricorder so umprogrammieren, dass sie die Scrambler umgehen und den abgestürzten Jäger orten können.

Es wird hinuntergebeamt (sprich: das Holodeckprogramm gestartet). Die technischen Anpassungen werden vorgenommen und wir können den Jäger orten. Drei Bruderschaftler laufen in dem Gelände Kontrollgänge, wir können dennoch bis kurz vor dem Jäger unbemerkt bleiben, dann fallen wir wegen des morschen Holzes im Wald doch auf. Der Jäger brennt lichterloh. Ich gebe ein Zeitfenster von 10 Minuten die Pilotin zu finden, deren Lebenszeichen nicht mehr am Jäger sind. Derweil wird das Aussenteam in Feuergefechte mit der Bruderschaft verwickelt.
Manko hier: das Team zieht sich viel zu weit auseinander. Die Sicherheit rückt zu weit vor, dazu auch Chief Benz und PO Gunner. Ich muß selbst vorrennen und laut werden um das Team wieder zur Ordnung zu rufen. PO McDowell wird verletzt und muß behandelt werden.

Die Lebenszeichen der Pilotin werden nicht gefunden. Wir versuchen, einen betäubten Bruderschaftler zu befragen, ohne Erfolg. Er nimmt sich das Leben. Aufgrund des engen Zeitrahmens befehle ich den sofortigen Rückzug zum Beampunkt. PO Gunner wird in einem Feuergefecht noch tödlich verwundet. Dr. Tarek trägt ihn zum Beampunkt. Das gesamte Aussenteam beamt erfolgreich und drei Minuten vor dem Ende der 30-minütigen Frist wieder an Bord. Die Simulation wird beendet.

Debriefing durch Lieutenant Ryan:
Der Missionsverlauf war erfolgreich aber etwas unkoordiniert. Es gibt Verbesserungsmöglichkeiten bei der Sicherheit und PO Gunner, die sich zu weit verstreut haben.
Es gab zudem nie einen Piloten, den wir hätten bergen können. Die Mission war eine Falle der Bruderschaft um ein Aussenteam der Föderation anzulocken und gefangenzunehmen. Die angeordneten Tricordermodifikationen waren erfolgreich und haben dafür gesort, dass wir nicht entdeckt wurden. Alles in allem zeigt sich Lieutenant Ryan mit unserer Leistung und meiner Missionsleitung zufrieden.

Sternzeit 23820202.144
Annäherung an das Osius-System

Es gibt keinen Mond, dafür eine Orbitalstation. Auf der Planetenoberfläche und der Orbitalstation gibt es Bewaffnung mit Nuklearraketen.
Die Satellitentelemetrie wird lokalisiert. Verschiedene Algorythmen, nichts spezifisches. Ca. 1 Million Gespräche werden aufgezeichnet. Aus diesen Daten wird die Sprache der Osianer entschlüsselt und in die Universaltranslatoren eingespeist.

Besonderheit des Planeten: Es gibt drei Kontinente mit drei verschiedenen Staatsformen: Auf Tramalla herrscht eine Republik, auf Quesiatia herrscht der Kommunismus, auf Retalia herrscht Anarchie. Es ist anzunehmen, dass die Orbitalstation zu dem Kontinent Tramalla gehört. Die dort stationierten Nuklearraketen dienen vermutlich der Verteidigung des Kontinents gegen die anderen Kontinente. Auf dem Kontinent Tramalla finden zudem die Warp-Forschungen statt.
Die Sichtung der Satellitenübertragungen weist zudem auf, daß in letzter Zeit auf Tramalla zahlreiche Erdbeben stattgefunden haben. Ursache unbekannt, aber für die Bevölkerung sind dies große Katastrophen.

Ich soll ein erstes Ausstenteam zusammenstellen und leiten, das sich unbemerkt unter die Bevölkerung mischt um sich ein Bild von der Zivilisation zu machen und Daten für den späteren Erstkontakt durch die Enterprise zu sammeln.

Mein Aussenteam:
PO Nevenka als Diplomatin
Ens Tarek für medizinische Tricorderscans
Crwm Doe für technische Tricorderscans
PO O’Liery für Umwelt – Tricorderscans
Die Missionsleitung obliegt mir.

Wir sammeln so viele Informationen über die Gegend wie nur möglich und beamen dann hinunter. Das erste Zusammentreffen mit den Einheimischen verläuft recht gut. Sie sind offen und aufgeschlossen, plaudern freundlich und bereitwillig.
Die Bevölkerung des Dorfes in dem wir hinuntergebeamt haben, ist tendentiell eher technikfeindlich und den Warpforschungen gegenüber sehr negativ und misstrauisch eingestellt. Die paranoideren unter ihnen ziehen sogar Zusammehänge zwischen der Warpforschung und den schlimmen Erdbeben.

Besonderes Ereignis: Eine Priesterin betritt den Platz mit einer Schale aus der halluzinogene, Euphorie hervorrufende Dämpfe aufsteigen. Alle müssen ihr folgen, wir ebenfalls. Die Priesterin lädt zur Universumsstunde ein...
In einem Raum, in dem alle Beteiligten in zunehmend euphorische und Glückliche Stimmung geraten, steht ein Apparat, der das Universum an die Decke zu projizieren scheint. Ich öffne mich der Situation emotional, die Erfahrungen sind überwältigend!
Die Anwesenden stellen verschiedene Fragen, manche davon beantwortet die Priesterin, andere nicht. Die Frage nach dem Ursprung der Erdbeben zum Beispiel erhält die Antwort, der Ursprung läge im Inneren.

Aufgrund verschiedener kleiner Fehler von Ensign Tarek wird die Bevölkerung jedoch etwas misstrauisch uns gegenüber und ich breche die Mission nach der Universumsstunde ab.
Mit einer Fülle an Tricorderdaten und Informationen über die Bevölkerung kehren wir an Bord der USS Columbia zurück.

Beim folgenden Debriefing geben wir alle Informationen an Lieutenant Ryan weiter.

Sternzeit 23820202.172
Entdeckung des Supervulkans

Die genauere Überprüfung der Erdbeben nach unseren Informationen, dass sie aus dem Inneren kämen, ergeben Erschreckendes:
Unter einem dicht besiedelten Bereich des Kontinentes Tramalla befindet sich ein sogenannter Supervulkan, der hoch aktiv ist und dessen Ausbruch nicht allzu lange entfernt ist. Die Ausmaße des unterirdisch gelegenen Vulkans sind immens! Sollte er ausbrechen ist wird eine Fläche von 7850 qkm sofort zur Todeszone. Die nachfolgende Staubwolke könnte sich sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem globalen Killer entwickeln.

Wir kontaktieren sofort Commodore Quintus auf der Starbase Omega, da der geplante Zeitrahmen bis zur geplanten Erstkontaktsmission vermutlich nicht ausreicht. Der Vulkan wird in jedem Falle vorher ausbrechen. Während wir auf Antwort vom Commodore warten, ergeben die Hochrechnungen der OPS, dass der Vulkan mit 99%iger Wahrscheinlichkeit in den nächsten 3h ausbrechen wird.
Commodore Quintus erteilt uns hierauf die Erlaubnis, den Erstkontakt herzustellen und Hilfe anzubieten.

Sternzeit 23820202.191
Der Erstkontakt

Captain Allenby erleidet einen Darmdurchbruch und wir sofort zur Notoperation auf die Krankenstation eingeliefert. Mit sofortiger Wirkung wird Lt. Ryan zum stellv. Captain und ich zum stellv. ersten Offizier. Lt. Ryan weist mich an, den Erstkontakt mit den Osianern durchzuführen während er selbst alle Vorbereitungen für die Evakuierungsmaßnahmen des Gebietes vornimmt. Mir stehen PO Nevenka, Chief Benz und PO Gunner zur Seite. Dazu das Sicherheitspersonal und Crwm. Doe als Ehrengarde.

Die Vorbereitungszeit für meine erste Erstkontaktsmission beträgt ca. 15 Minuten.
Vorbereitungen: Die USS Columbia kann maximal 1000 Personen / h per Side to Side-Transport aus der Gefahrenzone bringen. In der Gefahrenzone befinden sich 7,8 Mio Menschen.
Der Supervulkan hat eine Magmablase mit 38.000 Kubikkilometer an Magma. Eine Entlastung der Magmablase ist nicht möglich, da es sich bei dieser um einen sog. Hot Spot handelt, d.h. die Magmablase wird durch Kernmagma gespeist, das immer nachfließen kann.

In weitere Entfernung befindet sich ein Föderationsfrachter mit einer Transporterkapazität von 6000 Pers / h, allerdings wird dieser erst nach dem Ausbruch in Reichweite sein. Bei der Starbase Omega wird soviel Hilfe wie nur möglich mit größtmöglicher Eile angefordert, jedoch wird es kein Schiff rechtzeitig zum Osius-System schaffen.

Der Erstkontakt mit der Orbitalstation erfolgt per Radiokommunikation. Mein Kontakt erfolgt mit einer PR-Managerin namens Cara Melun, die der Situation gemäß verwirrt und verunsichert aber doch recht gefasst reagiert. Mit größtmöglicher Ruhe und Sicherheit kündige ich die USS Columbia als Warpfähiges Raumschiff der vereinten Föderation der Planeten an um jegliche Mißverständnisse so früh wie möglich im Keim zu ersticken.
Wir erhalten die Erlaubnis anzudocken und Cara Melun kommt mit zwei Wissenschaftlern an Bord. Wir erklären die Dringlichkeit der Situation und präsentieren unsere Forschungsergebnisse. Die Osianische Gesandschaft ist schockiert: Sie wussten von der Existenz des Supervulkans, hatten dessen Ausbruch jedoch auf frühestens in ein paar Monaten datiert.

Ms. Melun kontaktiert daraufhin zwei Mitglieder des Rates von der religiösen Kaste. Die beiden Ratsmitglieder reagieren verständlicherweise mit Vorsicht und Misstrauen. Die Erklärungen und Erstkontaktsverhandlungen ziehen sich entsprechend in die Länge. Bis wir den Rat überzeugen können die Evakuierung des Gebietes einzuleiten bleiben nur noch wenig mehr als 60 Minuten bis zum Ausbruch des Vulkans.

Vom Planeten aus leitet das Militär die Evakuierung der Region ein. Wir erbitten, dass ein Militärberater an Bord unseres Schiffes kommen darf um von dort aus die Evakuierung besser koordinieren zu können. Ein General des Osianischen Militärs wird abgestellt und verstärkt die Bemühungen der Evakuierung von Bord aus.
Als noch 40 Minuten bis zum Ausbruch bleiben erwirkt der General endlich das offizielle Hilfsgesuch der Regierung des Planeten und wir beginnen mit dem Herausbeamen von Osianern aus der Gefahrenzone.


Sternzeit 23820202.224
Ausbruch des Supervulkans

Der erste Ausbruch erfolgt. Wir setzen unsere Evakuierungsbemühungen fort.
Es gelingt, 2,5 Millionen Menschen rechtzeitig aus dem Gebiet zu evakuieren. 5,4 Millionen Menschen sterben als Folge des ersten Ausbruchs. Die Stimmung an Bord des Schiffes ist nahe der Verzweiflung. So viele Osianer sterben zu sehen obwohl man viel mehr hätte tun können, wenn nur die Erlaubnis früher hätte erlangt werden können, ist emotional mehr als belastend für den größten Teil der Crew.

Meine eigenen Fähigkeiten, meine Betazoidische Empathische Begabung zu blocken versagt angsichts der Millionen von leidenden, trauernden und sterbenden Osianern und ich werde für einige Stunden von ihren Emotionen schwer beeinträchtigt.



Lt. Ryan bittet mich zu einem Gespräch ins Sicherheits-Büro und gibt dort offiziell zu Protokoll, daß Ensign Tarek ihm während meiner Erstkontakts-Gespräche unterbreitete, den Osianern ohne Hilfsgesuch ihrer Regierung zu helfen und ihm das medizinische Backup für diesen Direktivenverstoß zu geben. De fakto versuchte der Ensign, den acting Captain zu einem Bruch der Direktiven anzustiften. Lt. Ryan war mehr als erschüttert. Angesichts der Situation beschließe ich jedoch, dieser Angelegenheit erst nach einer deutlichen Entspannung der Lage nachzugehen.



Zahlreiche Verwundete werden auf die Krankenstation und die Notbehelfs-Krankenstationen gebeamt und dort versorgt.
Ensign Tarek sorgt in einem Falle für negative Publicity und zusätzliche Panik, als er einem der Vulkanausbruchs-Opfer auf eine Frage nach dem Grund für seine seltsamen Ohrenspitzen antwortet, daß er ein Vulkanier sei. Der panische Verletzt macht uns nachfolgend für den Vulkanausbruch verantwortlich.

Im Lauf der nächsten zwei Stunden öffnen sich insgesamt 12 Ausbruchschlote, die Aschewolke breitet sich mit hoher Geschwindigkeit aus.



Die Columbia beamt weiterhin Überlebende aus der Gefahrenzone und bildet parallel Korridore in der Aschewolke um Evakuierungsflugzeugen einen sicheren Flug zu ermöglichen. Chief Benz benutzt hierfür negativ Geladenen Energiefelder und Traktorstrahlen und als dies die Energiekapazitäten des Schiffes zu überschreiten beginnt, benutzt er die Deflektorschüssel um den Flugzeugen einen kleinen Fluchkanal freizuräumen.
Diese Arbeiten dauern bis ca. 5.00 Uhr Ortszeit an.


Sternzeit 23820203.105
Das Schmugglerschiff

Endlich sind weitere Schiffe der Sternenflotte im Osius-System eingetroffen und beginnen mithilfe eines von Chief Benz entwickelten polarisierten Netz-Systems die Aschewolke einzugrenzen und abzutragen. Das Gebiet ist evakuiert und die USS Merrimac löst die USS Columbia bei der Koordination der Hilfsmaßnahmen ab.
Für die Crew der Columbia ist diese Ablösung aufgrund des starken Streß höchste Zeit. Ich selbst habe maximal zwei Stunden unruhig mithilfe von Schlafmitteln geschlafen. Ensign Tarek hat mir wiederholt Adrenalin verabreicht, damit ich meine Aufgaben als erster Offizier weiterhin erfüllen kann. Captain Allenby ist noch immer nicht einsatzfähig.

PO O'Liery entdeckt ein unbekanntes Raumschiff im Asteroidengürtel des Osius-Systems. Das Schiff verschwindet als es uns entdeckt. PO O'Liery sendet Sonden aus um es wiederzufinden. Wir vermuten ein Schmugglerschiff.
Nach einiger Zeit gelingt es, das Schiff wieder zu orten. Wiederholt wird das Raumschiff gerufen, es erfolgt jedoch keine Antwort. Die USS Columbia nimmt die Verfolgung schließlich auf, es kommt zu einem kurzen Raumgefecht bei dem die Columbia leichte Schäden davonträgt, letztlich jedoch die Schilde des fremden Schiffes funktionsunfähig machen kann. Die beiden Besatzungsmitglieder werden unfreiwillig von Bord und in unseren Transporterraum gebeamt, wo Crwm. Dazzor und ich die beiden in Empfang und gefangen nehmen. Sie werden unverzüglich ins Brig gesperrt. Nur wenige Minuten nach ihrer Gefangennahme explodiert das Schmugglerschiff durch einen Selbstzerstörungsmechanismus.

Beim Verhör der beiden Schmuggler namens McDerk und McBannister kommt heraus, daß diese lediglich Kleinkriminelle auf der Suche nach einem guten Versteck sind. Sie wollen weder mit der Föderation noch mit der Bruderschaft in übermäßigen Kontakt kommen, hatten jedoch keine Schmuggelware an Bord. Der Selbstzerstörungsmechanismus war eine von der Pilotin installierte Eigenkonstruktion.

Sternzeit 23820203.142
JAG an Bord

Kurz bevor wir das Osius-System endgültig verlassen, erhält die USS Columbia eine Anfrage von der Orbitalstation des Planeten mit der Anfrage, ob wir die beiden Wissenschaftler an Bord nehmen könnten. Es handelt sich hierbei um die Wissenschaftler, die schon während der Erstkontaktsgespräche anwesend waren und deutliche Begeisterung gezeigt hatten. Ich bin persönlich dagegen und halte es für verfrüht, aber eine Rückfrage zur Starbase Omega ergibt, daß wir die beiden an Bord nehmen sollen.

Zwei Ermittler des JAG kommen von der USS Merrimac an Bord um sich der Anklage gegenüber Ens. Tarek anzunehmen und Lt. Ryan weist mich an, Ens. Tarek in Gewahrsam zu nehmen, sobald die USS Columbia das Osius-System verlassen hat und in Warp gegangen ist.
Ich komme dem Befehl nach. Ensign Tarek leistet keinen Widerstand sondern zeigt sich für vulkanische Verhältnisse erstaunt über seine Festnahme, mit der er scheinbar nicht gerechnet hat.

Lt. Ryan und ich geben unsere Aussagen über die Verfehlungen von Ens. Tarek zu Protokoll. Die JAG-Ermittler befragen den Ensign separat und geben Befehl, ihn bis auf weiteres im Brig zu lassen und bei der Ankunft an der Starbase der dortigen Sicherheit zu überstellen.
(Ich hoffe, daß es zu keiner Regelmäßigkeit wird, daß ich nach Abschluß jeder Mission ein Crewmitglied im Brig mit zurück zur Raumstation bringe...)

Sternzeit 59094.0
Lt. Ryan gibt mir (endlich) Dienstfrei. Ich habe zwei wirklich anstrengende Tage hinter mir und werde nun in mein Quartier gehen und mindestens 48h schlafen. Hoffe nur, daß die Rückreise zur Starbase Omega ereignislos verläuft.

Gez. Ensign Lucille Javert,
Chief of Security,