Columbia 51
where no one has gone before...
November 2024
Wir schreiben das Jahr 2391 – Es ist momentan relativ ruhig, nach den Kriegen und Wirrungen der letzten Jahre – die Föderation hat endlich wieder Zeit und Ressourcen, sich um ihren Forschungsauftrag zu kümmern.
Das riesige Gebiet der Shackleton Expanse ist momentan noch reichlich unerforscht, und nach allem, was man weiß, sozusagen Niemandsland. Niemand hat bislang Anspruch auf die Region erhoben. Niemand kam heraus, um sich als dort ansässige, vorherrschende Spezies zu etablieren. Die Informationslage ist bestenfalls dürftig und stützt sich auf Berichte von Schiffen, die sich irgendwann dort hinein gewagt haben, auf ein paar wenige Prospektoren und Abenteurer.
Man kennt Berichte von merkwürdigen Space Phänomenen, die die Warpantriebe der älteren Schiffsmodelle überlastet haben. Mittlerweile ist die Technologie aber soweit fortgeschritten, dass die entsprechend ausgerüsteten Schiffe bessere Chancen haben dürften, mit den Phänomenen fertig zu werden.
Nicht nur die Sternenflotte schickt ein Kontingent an Schiffen in die Shackleton Expanse – die Klingonen schließen sich der Exploration an.
Die Romulaner haben zwar massiv an Bedeutung verloren, aber auch da können sich abgespaltene Truppen, Imperialisten, Abtrünnige etc. in die SE zurückgezogen haben oder jetzt auf eigene Faust losfliegen.
Wo es Ressourcen zu ergattern gibt, ist das Orion Syndicate meistens nicht weit, und Raumpiraten ebenfalls nicht.
Und natürlich gibt es Leben in der SE.
De facto hat aber noch niemand systematisch die SE erschlossen, erforscht oder sich näher damit beschäftigt, also sind alle Wege offen. Und jeder Flug dort hinein wird tatsächlich ein erster sein.
„Where no one has gone before“
Die Crew der Columbia befindet sich noch auf Sol, Sternenbasis 1 - neue Crewmitglieder werden aufgenommen. Nach einem kurzen Missionsbriefing bricht die Columbia auf. Das Schiff ist Teil der 20. Flotte, die mit einigen Schiffen von der Starbase 364 aus Erkundungs- und Forschungsflüge in die SE fliegen soll.
Die Abteilungsleiter kümmern sich um ihre Neuen, es gibt ein allgemeines Kennenlernen und Personalgespräche.
Die Abteilungsleister finden sich im Captainsbüro zu einer kurzen Besprechung zusammen.
Das Ziel ist Starbase 364, als Ehrung an den irdischen Forscher Ernest Shackleton, nach dem auch die Shackleton Expanse benannt ist, auch Polaris Station genannt.
Es handelt sich um eine mittelgroße, im Aufbau befindliche Station am Rand der SE, in taktisch wichtiger Lage für Ausflüge in die Expanse.
Es gibt regelmäßig geplante Versorgungsflüge mit schnellen Schiffen, die für die sonst sehr lange Strecke nur kurze Zeit mit Maximalwarp brauchen. Mit sparsamem Antrieb in niedrigem Warp braucht man mehrere Wochen.
Die lange Flugzeit ist momentan sehr willkommen, um die Teams neu zusammen zu fügen.
Bei der Ankunft auf Polaris Station werden sie von Commodore Wallace begrüßt, der das derzeit noch herrschende Chaos der im Aufbau befindlichen Station beherrscht.
Die wichtigsten Bereiche sind fertig und funktionieren. Aber alles, was die Station später noch den Föderationsmitgliedern und deren Familien, Forschern, Zivilisten und Besuchern an Annehmlichkeiten bieten soll, befindet sich noch im Aufbau.
Die Station wird später eine respektable Größe haben, derzeit fühlt es sich an wie ein Super GAU – Grösste Anzunehmende Unternehmung.
Nun, der Commodore und sein Stab kennen es momentan nicht anders, nehmen die Dinge mit Gelassenheit hin, die sie nicht ändern können, arbeiten an allem, was sich beeinflussen lässt, und besitzen die Weisheit und Erfahrung, das eine vom anderen zu unterscheiden. Alles andere wäre Wahnsinn.
Die wichtigsten Quartier-, Technik- und Kontrollbereiche funktionieren soweit, aber alles andere wird noch gebaut und fertiggestellt.
Alles was fehlt kommt bestimmt nächsten Dienstag.
Auf der anderen Seite wird alles stetig besser und immerhin hat man so die Chance, alles von Anfang an mitzuerleben. Und die Aussichten sind aufregend. Eine gänzlich unbekannte, riesige Region des Universums erwartet die Föderation. Buchstäblich noch jungfräulich und was man gesichert darüber weiß ist...nichts!
Und das ist ja gerade das Aufregende. Jedes Schiff, das sich in die Expanse aufmacht, wird eine Fülle an neuen Daten mitbringen, die es auszuwerten gilt. Alles wird neu sein. Jeder Träumer, der den Blick zu den Sternen gerichtet hat und sich die unglaublichsten Dinge ausgemalt hat, die es dort geben könnte, könnte hier die Erfüllung seiner wildesten Träume erleben.
Die Pläne der Station Polaris sehen für später ungefähr so aus:
Level 1: Ops, Kommandocenter, ein Auditorium und die Verwaltungsbüros
Level 3: Die Galerie, auch Level 2 und 4, weil hier ein zentrales mehrstöckiges Areal für Geschäfte, Restaurants, Dienstleister, Kioske, Bars etc. entsteht
Level 5: Die Wissenschaft. Versuchslabore, ein Labor für experimentelle Quantenmechanik, eine kartographische Installation, Computerräume, Asservatenkammer, Lagerräume, Vorlesungsräume, usw.
Level 8: Quartiere von Einzel- bis Familiengröße. Diplomatensuiten, Erholungszentren, Holodecks, Arboretum, Spielplätze für groß und klein, Sporteinrichtungen
Level 7: Medizin – Quarantänestation, Krankenhaus, Operationssäle Behandlungszimmer, Kryostasekammern, Reha Zentren – alles, was man eben so braucht um irgendwann das stationäre Personal und die 20. Flotte zu versorgen.
Hangardeck und Laderäume mit den entsprechenden Shuttles und Raumschiffen
Technik: Ein großes Areal, das alles beinhaltet, was mit Wartung, Reparatur und Technik, Lebenserhaltung, den Computern etc. zu tun hat.
Fusionsgeneratoren im untersten Bereich – 3 Generatoren mit je 4 Fusionsreaktorkammern. 2 Generatoren reichen, um die Station vollständig zu versorgen, also wird immer rotiert. Sie sind einzeln auswerfbar im Falle einer Katastrophe.
Noch sind nicht alle Module vorhanden, der Innenausbau ist noch nicht komplett, alles ist noch nicht voll besetzt und wie immer sind Pläne dazu da, um verworfen zu werden.
Irgendwann soll die Besatzung der Station bei ca. 2000-3000 Personen liegen (ja, das ist nicht übermäßig viel, die Station ist nicht riesig, soll aber wie eine Kleinstadt über alles verfügen, was benötigt wird).
Wichtigste Stationsmitglieder:
Commodore James Wallace – Master and Commander
Dr. Taliaferro – Wissenschaftliche Leitung
Lt. S.G. Doveli – Sicherheitschef
Lt. J.G. Olok – Cheftechniker
Lt. S.G. Ria – Chefmediziner
Master Chief PO Khaled – Cheflogistiker
Lt. Comm. Cross – OPS
Tribblealarm:
Direkt beim ersten Betreten der Station bekommt die Klingonin, die die Columbia als eine Art Gesandte im Sinne der vereinbarten gegenseitigen Kooperation begleitet, direkter weise die Niesanfälle aus der Hölle.
Der Doktor stellt fest: Allergie. Spuren von Tribblehaaren.
Offenbar war eine der vielen Lieferungen vom letzten Dienstag mit einem Nest Tribbles kontaminiert und diese gilt es zu finden.
Kaum sind die haarigen Plagegeister entfernt geht es der Klingonin besser.
Willkommen auf Polaris Station.
Die Brücke muss mit dem neuen System trainieren.
Die Security muss trainieren.
Die Abteilung Wissenschaft hält eine Präsentation über die Shackleton Expanse als Pflichtprogramm für alle.
Notruf:
Der Kommandant empfängt einen Hilferuf. Ein Prospektorenschiff sendet einen Notruf aus der SE – die Columbia wird vom Kommandanten gebeten, danach zu sehen, sie sind derzeit das einzig verfügbare Schiff.
Der erste Flug in die Expanse verläuft holperig. Sie machen Bekanntschaft mit den Phänomenen der Expanse – z.B. dem sogenannte Washboardeffekt, eine Art heranrollende Welle, die das Schiff und seine Sensoren, die künstliche Schwerkraft und die Systeme durcheinanderbringt wie in der buchstäblichen Waschtrommel. Rauf, runter, links, rechts, einmal im Kreis und das Ganze von vorne und rückwärts.
Immerhin kann man jetzt an Möglichkeiten arbeiten, einen heranrollenden Washboardeffekt vielleicht zu erkennen und die Auswirkungen zu minimieren.
Eintreffen bei den Koordinaten:
Ein kleineres Psospektorenschiff wird von zwei Piratenschiffen belagert. Zwei Entershuttles kleben schon am Rumpf des Prospektorenschiffes.
Die Piraten haben das Prospektorenschiff manövrierunfähig geschossen und sind an Bord.
Die Piraten kennen die Föderation nicht, haben keinerlei Erfahrungen mit ihnen und beschließen einen Angriff – was in der Zerstörung eines der Schiffe endet, und das zweite Schiff beschließt, sich sehr schnell zu verdrücken. Da noch Piraten an Bord des Prospektorenschiffs sind kann keine Verfolgung stattfinden. Statt dessen beginnen sie mit einer Hinhaltetaktik. Man verhandelt mit dem Piratenkapitän, der die Besatzung des Schiffes als Geiseln hält, während ein Sicherheitsteam an Bord geht, die Piraten ausschaltet und sich den Weg zur Brücke bahnt, wo in einem Überraschungsangriff der Pirat überwältigt wird und die gefangen genommenen Prospektoren befreit.
Piraten und ein blinder Passagier:
Piratenkapitän Jared Freeman ergibt sich, wird auf die Columbia gebracht und nach Informationen ausgequetscht.
Überraschend für alle befindet sich ein blinder Passagier an Bord, der sich während einer Erkundung auf dem letzten Planeten an Bord des Prospektorenschiffs geschlichen haben muss. Es handelt sich um eine unbekannte Spezies, die Ähnlichkeit mit einem pelzigen, leidlich putzigen Otter/Bär hat, aber ansonsten humanoid, und von der Kleidung her an eine Präwarpspezies erinnert.
Mist!
Ein unautorisierter, versehentlicher Erstkontakt mit einer Präwarpspezies?
Zurücklassen kann man das Individuum nicht. Die Universaltranslatoren streiken vorläufig bei den Triller- und Zwitscherlauten. Also müssen sich der Counselor und die Science mit ihm beschäftigen.
Die Prospektoren wissen von gar nichts.
– Sie waren zuletzt auf dem Planeten auf der Karte namens FGC-651218-4, und ja, ihres Wissens nach gibt es da eine relativ primitive Präwarpspezies von tierähnlichen Wesen die noch Segelschiffe benutzen etc. – Nein, sie haben keinen Kontakt hergestellt!!! Sie haben das Schiff einfach nur gelandet, in einer unbesiedelten Gegend versteckt und ein paar Ressourcenproben eingesammelt. Natürlich haben sie das Schiff gesichert, was soll denn diese dumme Frage?
Und jetzt?
Immerhin hat man da ein Präwarp-Wesen, das viel zu viel gesehen hat, das extrem neugierig ist und das erst mal trotzdem nicht versteht was die Aufregung soll.
Irgendwann versteht der Universaltranslator mehr.
Das Wesen – ein Qofuari namens Falloo - hat sich gegen den Willen seines gesamten Planeten widersetzt und sich im Namen der Neuerungsbewegung an Bord geschlichen, um etwas von der Welt da draußen zu sehen zu bekommen. Die Sicherung des Schiffes war ein ziemliches Kinderspiel. Und er will überhaupt nicht zurück. Er ist aufgebrochen, um die Sterne zu sehen, und jetzt will er verflixt noch mal Sterne sehen. Sie werden sehen müssen, was sie mit ihm anfangen, aber die Spezies der Qofuari scheint eine ziemliche Herausforderung zu sein.
Eine hyperintelligente Spezies, technisch sehr weit fortgeschritten, aber nur im Sinne von Gedankenspielen, die sich angesichts der gewaltigen Schwierigkeiten, Probleme und Kriege, die sie vorausberechnet haben - also alles was einer Zivilisation blüht, die in der Technik fortschreitet - aktiv dazu entschlossen hat, auf die tatsächliche Entwicklung von Technik zu verzichten und ein glückliches, friedliches Leben zu führen.
Als die Föderation das später zu verstehen beginnt, wird eine Quarantänezone um den Planeten der Qofuari etabliert, um die Spezies in Ruhe zu lassen. Falloo darf vorerst auf eigenen Wunsch bleiben.
Das Prospektorenschiff soll hilfsbereit repariert werden.
Dabei findet man in den Schiffscomputern eine Teilkarte der Expanse mit ein paar interessanten Daten zu Alienruinen, Ressourcen etc… ein paar kartographierte Systeme. Und ein merkwürdiges kleines Artefakt unbekannter Art mit blauen Linien. Faszinierend, rätselhaft, unerklärlich.
Aber natürlich gehören diese Informationen nicht der Föderation. Klauen? Beschlagnahmen? Natürlich nicht. Die Föderation tut so etwas nicht. Verhandeln und kopieren aber schon.
Die Daten über die Expanse? Interessant und nützlich.
Die Informationen des gefangenen Piratencaptains? Noch nützlicher.
Neue Informationen:
Immer wieder kommt es in der SE zu Ionenstürmen und Strahlungsausbrüchen in Wellen, die durch die SE fegen, kein Schwein weiß woher und warum. Es sind eben sehr unsichere Gewässer. Angeblich verursachen das...viele Gerüchte...
Ein Zweisternsystem zweier roter Riesen?
Ein angebliches Dreisternsystem?
Ein großer, tentakeliger Haufen grüner Weltraummasse?
Irgendetwas ist in der SE immer komisch. Mal braucht das Schiff mehr Energie, mal fühlt sich die Crew schlapp, mal werden die Schilde schwächer, die Raumzeit erfährt merkwürdige Krümmungen, es gibt elektromagnetische Störungen. Dummerweise kann man oft kaum vernünftig scannen und man kann sich auf seine Navigationssysteme nicht immer verlassen. Schnelle Warpflüge sind riskanter als langsame und brauchen weitaus mehr Energie als sonst. Je schneller, desto instabiler. Bei Warpflügen passiert gerne etwas, das als „Washboardeffekt“ benannt wurde. Als würde das Schiff in seiner Warpblase langgezogen, zusammengedrückt, von links nach rechts geschoben, durchgewalkt und geplättet werden. Überaus merkwürdig.
Der Artefaktsplitter mit den blauen Adern ist wirklich wertvoll. Es gibt Sammler, die für so etwas ein Vermögen bezahlen. Der Buschfunk behauptet, es handele sich um Alientechnologie einer längst ausgestorbenen Rasse, aber bisher weiß niemand, wie es funktioniert. Allerdings gibt es überall in der Expanse immer wieder Berichte von kleinen bis riesigen Gebilden auf Planetenoberflächen, die aussehen wie dieser Splitter, nur in..naja, riesig halt.
Station Anchorage ist eine Piratenbasis, ziemlich groß und gut versteckt in einem Bereich, wo Scans – auch Langstrecken – unmöglich sind. Ein richtiger freier Hafen und Markt für alle möglichen legalen und illegalen Handelsgüter in der Expanse. Klar kennt der Pirat Koordinaten und Sicherheitsmaßnahmen.
In der Expanse treiben sich neben den aus der Föderation bekannten Menschen einige Renegaten anderer Rassen herum (natürlich Orioner, aber auch Romulaner, ein paar versprengte Vulkanier) und alles mögliche an Gesocks, darunter:
Klingonen, die sich selbst als frei vom Imperium bezeichnen, was immer das heißt. Vorsicht mit denen, ein ehrloser, gefährlicher Haufen, die sollte man meiden. Klingonen sind wirklich gefährlich und nicht vertrauenswürdig! Sehr brutal, verlogen, hinterhältig, immer gewaltbereit. Es gibt die schlimmsten Geschichten über sie.
Dann gibt es die Akaru, eine humanoide, den Vulkaniern und Romulanern nicht ganz unähnliche Spezies, Heimatplanet Setu, neugierig und kompetent, mit denen man ganz gut arbeiten kann. Sie haben die Warptechnologie noch nicht sehr lange (so 1-2 Generationen halt) und sind dabei, sich neugierig umzusehen.
Und die VinShari – eine dominante, humanoide Spezies mit Herrschaftsansprüchen, die mit Vorsicht zu genießen sind und gerade dabei sind, sich auszubreiten.
Viele neue Informationen, viele Gerüchte, viele Möglichkeiten.
Aufregende Aussichten für die Zukunft.
To boldly go...






